02-01-2009, 11:01
hallo zusammen,
diese anfangsaussage von wehr- und spieltrieb macht mir ein wenig kopfzerbrechen.
ich denke nicht, daß das ein aggressionsproblem ist, denn in der aggression selbst fühlt der hund sich ja wohl. die braucht er überall, hat sie ja schon m.m. nach von welpen an. beuteaggression und sozialaggression hast du doch schon, wenns um zitzen oder spielzeug geht. das kommt nicht erst mit 2 jahren. mit zwei jahren geht der hund im wehrtrieb eher ins wehr-denn ins meideverhalten. da sehe ich das auch so. setzt aber auch einen gezielten aufbau in diese richtung voraus.
der hund hat mal nah am helfer verbellt, tut dies nun nicht mehr. warum?
bei einem 2,5 jährigen hund mit diversen erfahrungen ist wohl nicht mehr sofort zu erkennen, was veranlagung, was bereits erlerntes verhalten ist. oftmals wird ja viel mehr in den hund reininterpretiert, als tatsächlich sache ist.
ein hund gibt nicht ohne weiteres ein erfolgsversprechendes verhalten einfach so auf, es sei denn, sein handeln ist nicht mehr erfolgreich, oder er hat in diesem verhalten eine negativerfahrung gemacht, die ihn dieses verhalten dann reaktiv vermeindend machen lassen.
will sagen, daß man sehen muß, ob der aufbau vielleicht tatsächlich eher in reaktiven bereich des hundes zu suchen ist, welches er jetzt bewußt einsetzt. aufbau inaktiver hund-aktiver helfer=endprodukt reaktiver hund. der hund lernt, über seine inaktivität den helfer zu steuern. dauert es dem hund zu lange, setzt er sein gewinnbringendes verhalten ein: inaktivität. reagiert der helfer dann mit reizen, hat der hund mit diesem verhalten sein ziel erreicht und wird dies immer weiter ausbauen.
oder ist der aufbau über nicht grade wehr- aber wohl eher in der konkurrenzbedingten aggression zu sehen, wo der hund sich durchsetzt und den helfer und situation über sein auftreten beherrscht, daß er mögliche konflikte in richtung helfer löst.
wenn er sich nicht über sein verhalten am helfer, sondern über selbstbelohnung im anbiss ohne freigabe dafür auflöst, hier über den helfer dann geregelt wird, dann kann ihn diese konfliktsituation in diese distanz meiden lassen.
oder aber, er hängt einfach vor dem helfer zwischen den trieben, hat kein wirkliches triebziel und beginnt diesen streß durch eine meidung der gesamtsituation zu lösen. das bellen selbst ist nur noch ersatzhandlung, die aber nicht mehr wirklich eingesetzt wird.
ich würde jetzt mal zwei sachen machen: den hund beim stellen und verbellen mal 2-3 minuten bellen lassen, ohne, daß vom helfer irgendeine aktivität kommt. was macht der hund dann?
dann mal das stellen und verbellen mit verschiedenen personen in anderen situationen über z.b. ball oder beißwurst über die gleiche zeit. sieh dir hier sein verhalten an und vergleiche. und ich denke, da wird man schon was erkennen können.
der hund muß lernen, daß sowohl der erfolg, aber auch ein möglicher konflikt in richtung helfer gelöst wird. das bellen selbst ist eigendlich nur technik, hier gehts ums verhalten. daher erstmal alles aktive in richtung helfer fördern. etwaige inaktivität kann dann später auch mal eine positive bestrafung zur folge haben, die der hund dann aber nur handlungsbereiter Iin richtung helfer macht. aber auf welchem weg das am besten geht, muß man an deinem hund sehen.
so würde ich daran gehen.
gruß reinhard
diese anfangsaussage von wehr- und spieltrieb macht mir ein wenig kopfzerbrechen.
ich denke nicht, daß das ein aggressionsproblem ist, denn in der aggression selbst fühlt der hund sich ja wohl. die braucht er überall, hat sie ja schon m.m. nach von welpen an. beuteaggression und sozialaggression hast du doch schon, wenns um zitzen oder spielzeug geht. das kommt nicht erst mit 2 jahren. mit zwei jahren geht der hund im wehrtrieb eher ins wehr-denn ins meideverhalten. da sehe ich das auch so. setzt aber auch einen gezielten aufbau in diese richtung voraus.
der hund hat mal nah am helfer verbellt, tut dies nun nicht mehr. warum?
bei einem 2,5 jährigen hund mit diversen erfahrungen ist wohl nicht mehr sofort zu erkennen, was veranlagung, was bereits erlerntes verhalten ist. oftmals wird ja viel mehr in den hund reininterpretiert, als tatsächlich sache ist.
ein hund gibt nicht ohne weiteres ein erfolgsversprechendes verhalten einfach so auf, es sei denn, sein handeln ist nicht mehr erfolgreich, oder er hat in diesem verhalten eine negativerfahrung gemacht, die ihn dieses verhalten dann reaktiv vermeindend machen lassen.
will sagen, daß man sehen muß, ob der aufbau vielleicht tatsächlich eher in reaktiven bereich des hundes zu suchen ist, welches er jetzt bewußt einsetzt. aufbau inaktiver hund-aktiver helfer=endprodukt reaktiver hund. der hund lernt, über seine inaktivität den helfer zu steuern. dauert es dem hund zu lange, setzt er sein gewinnbringendes verhalten ein: inaktivität. reagiert der helfer dann mit reizen, hat der hund mit diesem verhalten sein ziel erreicht und wird dies immer weiter ausbauen.
oder ist der aufbau über nicht grade wehr- aber wohl eher in der konkurrenzbedingten aggression zu sehen, wo der hund sich durchsetzt und den helfer und situation über sein auftreten beherrscht, daß er mögliche konflikte in richtung helfer löst.
wenn er sich nicht über sein verhalten am helfer, sondern über selbstbelohnung im anbiss ohne freigabe dafür auflöst, hier über den helfer dann geregelt wird, dann kann ihn diese konfliktsituation in diese distanz meiden lassen.
oder aber, er hängt einfach vor dem helfer zwischen den trieben, hat kein wirkliches triebziel und beginnt diesen streß durch eine meidung der gesamtsituation zu lösen. das bellen selbst ist nur noch ersatzhandlung, die aber nicht mehr wirklich eingesetzt wird.
ich würde jetzt mal zwei sachen machen: den hund beim stellen und verbellen mal 2-3 minuten bellen lassen, ohne, daß vom helfer irgendeine aktivität kommt. was macht der hund dann?
dann mal das stellen und verbellen mit verschiedenen personen in anderen situationen über z.b. ball oder beißwurst über die gleiche zeit. sieh dir hier sein verhalten an und vergleiche. und ich denke, da wird man schon was erkennen können.
der hund muß lernen, daß sowohl der erfolg, aber auch ein möglicher konflikt in richtung helfer gelöst wird. das bellen selbst ist eigendlich nur technik, hier gehts ums verhalten. daher erstmal alles aktive in richtung helfer fördern. etwaige inaktivität kann dann später auch mal eine positive bestrafung zur folge haben, die der hund dann aber nur handlungsbereiter Iin richtung helfer macht. aber auf welchem weg das am besten geht, muß man an deinem hund sehen.
so würde ich daran gehen.
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...

