17-06-2008, 20:06
janet,index.php?page=Thread&postID=50296#post50296' schrieb:tinka,index.php?page=Thread&postID=50273#post50273' schrieb:ich denke, jetzt schon hat der hund im schutzdienst konditioniert, daß, wenn er nicht bellt, er den helfer so manipulieren kann, daß dieser wieder gas gibt. klappt nach deiner aussage ja auch jedesmal. also ich sehe den hund schon als aktiv.Was mir jetzt auffällt: Sie macht es ganz gut, allerdings bellt sie besser wenn sie das Triebziel nicht sieht (Ball in der Tasche).
Sieht sie den Ball fällt sich schnell wieder in das bekannte verhalten. Ich steck ihn dann weg und geb das Kommando erneut. Bei guten verbellen bekommt sie den Ball dann.
ich denke, so wirst du nicht wirklich weiterkommen. die arbeit trennen vom schutzdienst, aber auch von der örtlichkeit des hundeplatzes ist richtig und sinnvoll. allerdings würde ich den ball sichtbar lassen. du änderst die situation und umschiffst das eigendliche problem.
Begründung: zum einen ist es so, daß der hund schon mit der realen situation triebziel vor der nase konfrontiert sein sollte. deiner aussage nach schnappt sich der hund ja nicht selbstbelohnend sein triebziel. das enthalten kennt er ja schon und es scheint kein konflikt damit zu bestehen. der hund wird in dem moment, wo du nach dem ball greifst, sein bellverhalten ändern, wahrscheinlich sogar eine unmerkliche pause machen, weil er in der erwartung der bestätigung ist. bestätigst du ihn, bestätigst du die erwartung, nicht das bellen. die erwartung ist mit dem spannen wieder gleichzusetzen und irgendwann steht du auch hier vor dem selben problem wie im schutzdienst. du solltest die konfliktsituation mit der konfrontation des triebzieles ausnutzen. eigendlich sollte der hund schon so ein bischen in diesem konflikt sein, es unbedingt haben zu wollen, jedoch dann nur über den umweg einer erwünschten ersatzhandlung das triebziel erreichen zu können. das hält den hund handlungsbereit.
ich persönlich würde sogar soweit gehen, daß ich dann irgendwann dem hund den ball an den fang halte, und er ihn nur bekommt, wenn er mich verbellt, oder ich den ball für den hund sichtbar hinter ihn lege, und er nur über das mich verbellen darauf die freigabe bekommt. dann begreift der hund erst, daß es ums verbellen geht. und wenn das bei dir klappt, dann würde ich das auch auf andere personen übertragen, auf andere situationen und dann klappst auch mit dem nachbarn (helfer). und, nimm dir zeit!!
Hab dann vor, wenn das so klappt wie ich es mir vorstell, den Ball einem anderen zu geben und wieder von vorne anzufangen. Wenn sie dann bellt wie bei mir würde ich es erst am Helfer versuchen. Voraussetzung ist dann aber, das sie auch durchbellt wenn sie den Ball sieht.
Der Helfer sollte dann erst den Arm hinter dem Rücken halten. Würde den Hund da aber anleinen, damit er vor dem Helfer bleibt.
mit dem anleinen ist ja auch so eine sache. du schreibst, der hund macht am pfahl richtig gas. aber auch hier hat er die leine als unterstützung bzw. auch als aktivierunghilfe. die würde ich auch ersteinmal weglassen. wenn der hund das auf dem o.g. weg richtig verstanden hat, dann kennt er das erfolgversprechende verhalten und seine position. kennt er das nicht, wäre der wechsel zum helfer zu früh, weil du dann wieder am hund manipulierst, was dem eigendlichen ziel wieder im weg steht.
gruß
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...


). 