05-04-2008, 11:04
ich persönlich würde das einmal direkt vom schutzdienst trennen. über eine art ausschlußverfahren kommt man eher an die ursachen und kämpft dann nicht nur gegen die auswirkung.
so würde ich z.b. beim spiel zu hause über ball oder bringsel einmal testen, ob der hund hier belastungsfähiger ist, also stock dabei und testen(natürlich nicht gleich drauf). wie verhält er sich, wenn der stock zum einsatz kommt. hält er da den griff und fordert weiter das spiel, wird er dünn oder bricht er ab?
sollte der hund sich in seiner gewohnten sicheren umgebung auch stockunsicher zeigen, obwohl keinerlei triebstimmung richtung schutzdienst herrscht, der hund ja in der meute arbeitet, dann liegt die ursache meiner meinung nach nicht im schutzdienst. wenn die ursache nicht im schutzdienst begründet zu suchen ist, wie soll der hund dieses problem dann überhaupt im schutzdienst lösen können, wo die belastung noch um einiges höher liegt, kein spiel mit dem hundeführer, sondern konkurrenz mit dem helfer besteht?!
zeigt er aber in diesem test keinerlei probleme mit dem stockeinsatz, so sind die ursachen auf dem platz oder in der arbeit zu suchen, oder in helferabhängigkeiten, positiv oder negativ. helferabhängigkeit als solches finde ich immer negativ, da der hund eigendlich irgendwann mal generalisieren muß, egal wer da steht.
vielleicht hat der hund einfach gelernt, daß, wenn er den griff lockert, daß dann nochmal richtig die luzie abgeht, genau das, was er vielleicht will. oder man hat über ein längeren zeitraum einfach ein unerwünschtes verhalten bei einer anderen arbeit unbewußt gleich mitbestätigt, welches sich jetzt in dieser art und weise zeigt. du schreibst, der hund habe sich beim stockschlag einmal verletzt. die verletzung als solches sollte einem triebstarken hund eigendlich nichts ausmachen, eher dann die arbeit hinterher. vieleicht seit ihr danach zu vorsichtig mit den stockschlägen umgegangen und habt damit dem hund eine negative wertigkeit in eine richtung gegeben, ihn verunsichert?! zuviel rücksicht und vorsicht, die der hund dann auf die arbeit oder situation übertragen hat.
ich persönlich würde ersteinmal den stock als solches neutralisieren, ich hätte ihn immer mit dabei, egal ob zu hause, beim spaziergang, bei der fährte, unterordnung oder schutzdienst. damit desensibilisierst du den hund ersteinmal gegen den stock.
im schutzdienst würde ich dann den weg gehen, den claudia beschrieben hat. beutewerterhöhung, richtige triebstimmung erzeugen, hundeführer mit einbeziehen. und dabei die aktivität des hundes bestätigen. nicht viel aktion vom helfer, dafür viel spannung zur beute, der hund durch an und abstellen in ein pressing bringen. der hund muß ein ganz klares bild dabei liefern. und wenn der hund da eine gute handlungsbereitschaft zeigt, dann würde ich den stock einsetzen. und wahlweise dann vielleicht sogar mal vom hundeführer selbst im lobbereich, etwas, was der hund dann ja aus der desensibilisierung ja schon kennt.
andersrum steht einem der vorgeschlagene weg von mika und heinz.s ja auch jederzeit offen, aber das muß dann auch richtig klappen, da brauchst du ein supergut eingespieltes team. fehler in dieser arbeit sind dann kaum noch zu kompensieren.
Wir waren heute Mittag bei einem befreundeten Helfer.
Er hat den Hund figuriert auch mit (leichten) Stockschlägen. Mit Langer Leine unter Spannung und was soll ich sagen er hat gehalten ohne den Griff auch nur im Ansatz zu lösen. Hurra !! :dh:
Die Freude war groß bei dem HF.
-a:
Da wird das Problem vielleicht zum Figuranten bestehen oder die härte seiner Schläge.
Gruß
das sehe ich persönlich wieder als umgehung des problems. lange leine auf zug ist immer ein hilfsmittel, daß wieder andere abhängigkeiten schafft. der hund hält reaktiv den griff, um die beute zu sichern, nicht um stockschlägen stand zu halten. die stockschläge selbst kommen in ganz anderen kampfhandlungen zu tragen, die der hund dann ohne dieses hilfmittel durchstehen muß. und gehst du zu einem anderen helfer, wo das nicht so paßt, wie bei diesem, fällt der hund wieder in sein altes verhalten zurück. sowas liegt nicht an der langen leine oder der härte der stockschläge.
gruß reinhard
so würde ich z.b. beim spiel zu hause über ball oder bringsel einmal testen, ob der hund hier belastungsfähiger ist, also stock dabei und testen(natürlich nicht gleich drauf). wie verhält er sich, wenn der stock zum einsatz kommt. hält er da den griff und fordert weiter das spiel, wird er dünn oder bricht er ab?
sollte der hund sich in seiner gewohnten sicheren umgebung auch stockunsicher zeigen, obwohl keinerlei triebstimmung richtung schutzdienst herrscht, der hund ja in der meute arbeitet, dann liegt die ursache meiner meinung nach nicht im schutzdienst. wenn die ursache nicht im schutzdienst begründet zu suchen ist, wie soll der hund dieses problem dann überhaupt im schutzdienst lösen können, wo die belastung noch um einiges höher liegt, kein spiel mit dem hundeführer, sondern konkurrenz mit dem helfer besteht?!
zeigt er aber in diesem test keinerlei probleme mit dem stockeinsatz, so sind die ursachen auf dem platz oder in der arbeit zu suchen, oder in helferabhängigkeiten, positiv oder negativ. helferabhängigkeit als solches finde ich immer negativ, da der hund eigendlich irgendwann mal generalisieren muß, egal wer da steht.
vielleicht hat der hund einfach gelernt, daß, wenn er den griff lockert, daß dann nochmal richtig die luzie abgeht, genau das, was er vielleicht will. oder man hat über ein längeren zeitraum einfach ein unerwünschtes verhalten bei einer anderen arbeit unbewußt gleich mitbestätigt, welches sich jetzt in dieser art und weise zeigt. du schreibst, der hund habe sich beim stockschlag einmal verletzt. die verletzung als solches sollte einem triebstarken hund eigendlich nichts ausmachen, eher dann die arbeit hinterher. vieleicht seit ihr danach zu vorsichtig mit den stockschlägen umgegangen und habt damit dem hund eine negative wertigkeit in eine richtung gegeben, ihn verunsichert?! zuviel rücksicht und vorsicht, die der hund dann auf die arbeit oder situation übertragen hat.
ich persönlich würde ersteinmal den stock als solches neutralisieren, ich hätte ihn immer mit dabei, egal ob zu hause, beim spaziergang, bei der fährte, unterordnung oder schutzdienst. damit desensibilisierst du den hund ersteinmal gegen den stock.
im schutzdienst würde ich dann den weg gehen, den claudia beschrieben hat. beutewerterhöhung, richtige triebstimmung erzeugen, hundeführer mit einbeziehen. und dabei die aktivität des hundes bestätigen. nicht viel aktion vom helfer, dafür viel spannung zur beute, der hund durch an und abstellen in ein pressing bringen. der hund muß ein ganz klares bild dabei liefern. und wenn der hund da eine gute handlungsbereitschaft zeigt, dann würde ich den stock einsetzen. und wahlweise dann vielleicht sogar mal vom hundeführer selbst im lobbereich, etwas, was der hund dann ja aus der desensibilisierung ja schon kennt.
andersrum steht einem der vorgeschlagene weg von mika und heinz.s ja auch jederzeit offen, aber das muß dann auch richtig klappen, da brauchst du ein supergut eingespieltes team. fehler in dieser arbeit sind dann kaum noch zu kompensieren.
Wir waren heute Mittag bei einem befreundeten Helfer.
Er hat den Hund figuriert auch mit (leichten) Stockschlägen. Mit Langer Leine unter Spannung und was soll ich sagen er hat gehalten ohne den Griff auch nur im Ansatz zu lösen. Hurra !! :dh:
Die Freude war groß bei dem HF.
-a:
Da wird das Problem vielleicht zum Figuranten bestehen oder die härte seiner Schläge.
Gruß
das sehe ich persönlich wieder als umgehung des problems. lange leine auf zug ist immer ein hilfsmittel, daß wieder andere abhängigkeiten schafft. der hund hält reaktiv den griff, um die beute zu sichern, nicht um stockschlägen stand zu halten. die stockschläge selbst kommen in ganz anderen kampfhandlungen zu tragen, die der hund dann ohne dieses hilfmittel durchstehen muß. und gehst du zu einem anderen helfer, wo das nicht so paßt, wie bei diesem, fällt der hund wieder in sein altes verhalten zurück. sowas liegt nicht an der langen leine oder der härte der stockschläge.
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...


