04-04-2007, 09:04
Hallo Michael,
der Impfstoff heißt "Quantum" (von Essex) und damit würde beim Welpen mit allen Kanonen auf fast sämtliche Spatzen im Universum geschossen werden.
Wie alt war der Welpe, der am Coronavirus verstorben ist? Wurde die Diagnose anhand der Symtome gestellt oder wurde der Virus-Typ bestimmt?
Es gibt eine Herstellerstudie über den amerikanischen CCV-Impfstoff von Pfizer, nach welcher bei 1,5% der geimpften Hunde Nebenwirkungen aufgetreten sind (Lähmungen, Schwellungen, anaphylaktischer Schock etc.). Auch dadurch können Verluste entstehen, das sollte man bedenken.
Das Problem beim Welpenimpfen ist, daß die maternalen Antikörper eine frühzeitige Impfung verhindern. Je nach dem Antikörperstatus der Hündin zum Zeitpunkt der Geburt passiert das früher oder später. Beim einen Wurf greift eine Impfung bereits mit 6 Wochen, beim anderen greift sie mit 12 Wochen noch nicht. Entweder müßtest Du die maternalen Antikörper im Blut der Welpen bestimmen lassen, um den frühstmöglichen Zeitpunkt einer erfolgreichen Impfung zu berechnen, oder aber Du müßtest wöchentlich ab der 5./6. Woche ins Blaue schießen. Manche Züchter, die in ihrer Anlage Probleme mit Parvo hatten, geben ja deswegen wöchentlich Parvo-Impfungen. Aber mit solch einem Hammer wie "Quantum" würde ich persönlich das nicht machen. Vor allem Impfungen gegen bakterielle Erkrankungen (Lepto!) sind doch recht unverträglich für den Impfling. Und wer würde menschliche Säuglinge im wöchentlichen Abstand gegen Masern, Hepatits, Grippe etc. impfen lassen? Doch wohl kein vernünftig denkender Mensch...
Zumal die Welpen ja direkt nach der Impfung noch keinen Schutz haben, sondern sich dieser erst ca. 14 Tage später aufbaut. D.h. wenn Du eine Coronaimpfung mit 6 Wochen gibst und der maternale Antikörperspiegel bereits so weit abgesunken war, daß die Impfung greift, hätte der Welpe vor der 8./9. Woche noch keinen belastbaren Impfschutz.
Wenn in Deinem Umfeld Probleme mit CCV aufgetreten sind, würde ich ggf. die Hündin vor dem Belegen mit "Quantum" impfen lassen. Über die maternalen Antikörper wären die Welpen dann mind. bis zur 5./6. Woche abgesichert. Meist länger. Für die Welpen wäre mir dieser Impfstoff ein zu starker Hammer.
Grüße
Antje
der Impfstoff heißt "Quantum" (von Essex) und damit würde beim Welpen mit allen Kanonen auf fast sämtliche Spatzen im Universum geschossen werden.
Wie alt war der Welpe, der am Coronavirus verstorben ist? Wurde die Diagnose anhand der Symtome gestellt oder wurde der Virus-Typ bestimmt?
Es gibt eine Herstellerstudie über den amerikanischen CCV-Impfstoff von Pfizer, nach welcher bei 1,5% der geimpften Hunde Nebenwirkungen aufgetreten sind (Lähmungen, Schwellungen, anaphylaktischer Schock etc.). Auch dadurch können Verluste entstehen, das sollte man bedenken.
Das Problem beim Welpenimpfen ist, daß die maternalen Antikörper eine frühzeitige Impfung verhindern. Je nach dem Antikörperstatus der Hündin zum Zeitpunkt der Geburt passiert das früher oder später. Beim einen Wurf greift eine Impfung bereits mit 6 Wochen, beim anderen greift sie mit 12 Wochen noch nicht. Entweder müßtest Du die maternalen Antikörper im Blut der Welpen bestimmen lassen, um den frühstmöglichen Zeitpunkt einer erfolgreichen Impfung zu berechnen, oder aber Du müßtest wöchentlich ab der 5./6. Woche ins Blaue schießen. Manche Züchter, die in ihrer Anlage Probleme mit Parvo hatten, geben ja deswegen wöchentlich Parvo-Impfungen. Aber mit solch einem Hammer wie "Quantum" würde ich persönlich das nicht machen. Vor allem Impfungen gegen bakterielle Erkrankungen (Lepto!) sind doch recht unverträglich für den Impfling. Und wer würde menschliche Säuglinge im wöchentlichen Abstand gegen Masern, Hepatits, Grippe etc. impfen lassen? Doch wohl kein vernünftig denkender Mensch...
Zumal die Welpen ja direkt nach der Impfung noch keinen Schutz haben, sondern sich dieser erst ca. 14 Tage später aufbaut. D.h. wenn Du eine Coronaimpfung mit 6 Wochen gibst und der maternale Antikörperspiegel bereits so weit abgesunken war, daß die Impfung greift, hätte der Welpe vor der 8./9. Woche noch keinen belastbaren Impfschutz.
Wenn in Deinem Umfeld Probleme mit CCV aufgetreten sind, würde ich ggf. die Hündin vor dem Belegen mit "Quantum" impfen lassen. Über die maternalen Antikörper wären die Welpen dann mind. bis zur 5./6. Woche abgesichert. Meist länger. Für die Welpen wäre mir dieser Impfstoff ein zu starker Hammer.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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