25-02-2021, 18:02
Sheldon,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27059-Erziehung-bei-Mensch-und-Tier/?postID=190457#post190457 schrieb:Wenn NEIN nicht hilft, hat niemand dem Hund das verständlich beigebracht.Das hätte ich bisher auch geglaubt. Ich habe nicht viel Ahnung von Hunden. Über NEIN habe ich gelesen: "Keks in die Hand, dem Hund vor die Nase halten, NEIN, Hand schließen. Danach Hand auf, NIMM. Das klappt in der ruhigen Wohnung prima.
Wie ich Prägung verstehe, wird dabei in den ersten 8 oder 9 Wochen eine Deckschicht über die angezüchteten Triebe und Instinkte (für Hundesport) gelegt, auf der dann die Erziehung und Konditionierung aufbaut. Diese Deckschicht fehlt zumindest teilweise bei unserem Hund. Es fehlt also die Basis.
Ich bin einmal mit dem Junghund auf eine Wiese vor unserem Haus. Plötzlich springt der an der zwei Meter langen Leine im Kreisbogen von links 2m hoch nach rechts... links, rechts, links - Wahnsinn. Nicht ansprechbar. Der war dann in einem Tunnel. Wenn der etwas wollte, dann bekam er das...
Stell Dir einfach vor, der Hund ist hinter einem Täter und der Täter ruft NEIN. Das ist nicht gewollt. In so einer Situation sollen Diensthunde auch durch Glasscherben rennen. Durch seinen Geruchssinn ist er mir immer meilenweit voraus. Neulich frage ich Esel an einer Straßenecke den Hund: "Was meinst du? Wo lang?" Er wollte über die Straße auf eine dreckige Wiese. Dort hat er dann eine versiffte Kinderstrickmütze durch den Dreck gepflügt. Wann er damit aufhören würde? In solchen Momenten geht gar nichts, außer man hat mehr Kraft als er. Danach, wenn er zur Besinnung kommt, hat er dann ein schlechtes "Gewissen".

