22-01-2021, 19:01
Hallo Tinka,
ich kann allem gut folgen, was Du schreibst, nur in einem Punkt bleiben wir auseinander: Ich habe wirklich die Erfahrung gemacht, dass es Hunden, die in der Verfolgung von etwas begriffen sind, leichter fällt, sich hinzulegen als zu wenden. Wenn eine Meute jagt, kann das plötzliche Ablegen ein taktisch abgestimmtes Jagdverhalten sein, eine 180 Grad Wendung eher nicht. Eben das macht die abgebrochene Flucht mit Rückruf im Ringsport zu einer anspruchsvollen, nämlich zu einer schwereren Übung, als es ein Abbruch durch Hinlegen wäre. Ich habe übrigens die "Notbremse" in meinem Leben zwar oft trainiert, aber nur ganz selten wirklich gebraucht. Tatsächlich war der Fall, den Du schilderst, dass der Hund meine Handlung erkennt und selbst zurückkommt, deutlich häufiger. Das schließt sich also mit dem Einüben der Notbremse überhaupt nicht aus und war von mir auch nicht als Gegensatz aufgefasst. Ich möchte nur niemandem empfehlen, sich auf diese Auffassungsgabe seines Hundes in Stressmomenten mit affektiven Tunnelbesetzungen verlassen zu müssen. Da braucht es etwas, was funktioniert wie ein Reflex und an dessen Reflexhaftigkeit der Hund erstens schnell und zweitens nachdrücklich erinnert werden kann. Und zugleich darf das Geforderte nicht zu schwer sein bzw. zu sehr gegen die Intention des Hundes gehen, denn davon, dass es ganz einfach klappt, können u. U. (z. B. im Verkehr) Leben abhängen. Mein Verhältnis zur unbedingt auszuführenden Platzübung ist nicht das zu einer Sportübung: Wenn das nicht klappt, habe ich eine gewisse Panik. Dann kann ein Hund eigentlich guten Gewissens nicht mehr von der Leine.
P. S.: Habe nicht durchschaut, warum in diesem Beitrag die Schriftgröße variiert.
ich kann allem gut folgen, was Du schreibst, nur in einem Punkt bleiben wir auseinander: Ich habe wirklich die Erfahrung gemacht, dass es Hunden, die in der Verfolgung von etwas begriffen sind, leichter fällt, sich hinzulegen als zu wenden. Wenn eine Meute jagt, kann das plötzliche Ablegen ein taktisch abgestimmtes Jagdverhalten sein, eine 180 Grad Wendung eher nicht. Eben das macht die abgebrochene Flucht mit Rückruf im Ringsport zu einer anspruchsvollen, nämlich zu einer schwereren Übung, als es ein Abbruch durch Hinlegen wäre. Ich habe übrigens die "Notbremse" in meinem Leben zwar oft trainiert, aber nur ganz selten wirklich gebraucht. Tatsächlich war der Fall, den Du schilderst, dass der Hund meine Handlung erkennt und selbst zurückkommt, deutlich häufiger. Das schließt sich also mit dem Einüben der Notbremse überhaupt nicht aus und war von mir auch nicht als Gegensatz aufgefasst. Ich möchte nur niemandem empfehlen, sich auf diese Auffassungsgabe seines Hundes in Stressmomenten mit affektiven Tunnelbesetzungen verlassen zu müssen. Da braucht es etwas, was funktioniert wie ein Reflex und an dessen Reflexhaftigkeit der Hund erstens schnell und zweitens nachdrücklich erinnert werden kann. Und zugleich darf das Geforderte nicht zu schwer sein bzw. zu sehr gegen die Intention des Hundes gehen, denn davon, dass es ganz einfach klappt, können u. U. (z. B. im Verkehr) Leben abhängen. Mein Verhältnis zur unbedingt auszuführenden Platzübung ist nicht das zu einer Sportübung: Wenn das nicht klappt, habe ich eine gewisse Panik. Dann kann ein Hund eigentlich guten Gewissens nicht mehr von der Leine.
P. S.: Habe nicht durchschaut, warum in diesem Beitrag die Schriftgröße variiert.


