16-04-2018, 22:04
dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184682#post184682 schrieb:die Hündin hat leider im zweiten Teil erst auf das dritte
Aus Hörzeichen abgelassen,
Strafreize werden innerhalb der drei Sekunden Regel
Immer noch mit dem davor gezeigten Verhalten in Verbindung gebracht.
Schlimmer ist es wenn man zu voreilig einwirkt. Der Hund muss immer
eine Chance haben die richtige Entscheidung zu treffen.
Hab ich mich doch nicht verlesen, die Hündin mochte nicht gleich AUS lassen. aber mal zu meiner Theorie, So dass wir uns mit den Begriffen nicht mißverstehen.
Ich unterscheide ganz klar und deutlich:
1. eine Hilfe
2. eine Korrektur
Eine Hilfe kann z.B. eine Leine sein. Egal was mein Hund neu lernt er lernt immer die Leine mit.
Z.B. Sitz: erst gebe ich dem Hund eine Idee, mit Hilfe der Futterhand, soll heißen, Hand mit Futter geht hoch und nah an den Hund, so dass er sich setzt, er bekommt Futter. Wenn das klappt kommt die Leine dazu, klassische Konditionierung, 1. Leine sieht wirklich leicht nach oben 2. dann hilft die bekannte Futterhand in die Sitzposition 3. ist der Hintern auf der Erde angekommen, stoppt die Leine und die Futterhand gibt Futter. So baue ich meine Leinenhilfe auf.
Jetzt ist ja die Futterhand die HILFE für das Kommando LEINE ZIEHT, und die spannende Frage ist, wann kann ich die Hilfe weg lassen, einfache Antwort, wenn ich es nach/mit dem Ziehen (eigentlich fast gleichzeitig) der Leine nicht mehr schaffe mit der Futterhand zu helfen, weil mein Hund schon sitzt.
d.h. solange wie für den Hund nicht klar ist was der Zug an der Leine bedeutet, helfe ich gleichzeitig mit der Futterhand.
Nächster Schritt ist das Kommando, gleiches Spiel, klassische Konditionierung, 1. Kommando 2. Leine Hilft 3. sitzt der Hund, Leine stoppt und es gibt Belohnung.
Die Hilfe mit der Leine muss natürlich in Intensität und Timing einer Hilfe entsprechen, soll heißen, so wenig wie möglich, und möglichst mit dem Kommando.
Also die Hilfe definiere ich für mich als unterstützende Erinnerung die gleichzeitig mit dem Kommando erfolgt.
Das ganze wird dann intermetierend durchtrainiert, unter unterschiedlichen Bedingungen, ander Plätze mehr Störung usw.
Wenn dies alles völlig klar ist, und ich kurz vor einem Wettkampf stehe, dann und nur dann erfolgt auch mal eine Korrektur.
Korrektur heißt für mich, der Hund erhält eine Gedenksekunde nach dem Kommando, wird es nicht ausgeführt erhält er eine Korrektur die kräftiger ausfällt . Folgt der Hund dieser Korrektur, wird er in jedem Fall belohnt.
Also Hilfe, gleichzeitig mit dem Kommando, so wenig wie möglich.
Korrektur, klar nach dem Kommando und kräftiger mit zwingender Belohnung, wenn das gewünschte Verhalten gezeigt wird.
Aus dieser, meiner Sicht, war das Ziehen an der Leine beim AUS weder eine Hilfe, noch eine Korrektur.
Und hier liegt auch der Schlüssel zum schnellen Erfolg meine Unterordnung in den Schutzdienst zu tragen. Vier Monate intensives Training mit Hilfen, mehr Störungen und mehr Generalisierung, dann zwei Monate Korrekturtraining, und dann Unterordnung beim Schutzdienst.


