06-04-2018, 12:04
Damit es weniger Missverständnisse gibt, sollte man auf stark
interpretationsbedürftige Begriffe (hören, gehorchen, kooperieren)
mal verzichten und sich beschränken auf „erwünschtes/unerwünschtes
Verhalten).
Beim SD gibt es das erwünschte Verhalten „beißen“, was der
Hund von sich aus tut (abgesehen von bestimmter Technik), also
klassisch „freiwillig“.
Alles andere erwünschte Verhalten wird in der modernen Ausbildung
zwanglos gelernt nach dem Motto „machst du, dann bekommst du,
darfst du“. Und zwar so, dass es der Hund gerne tut als Mittel zum
Zweck. Von echtem freien Willen von sich aus kann man da nicht
sprechen, auch wenn er das Mittel als Glied einer gelernten
Verhaltenskette ohne besondere Aufforderung schließlich als
Selbstverständlichkeit anbieten sollte.
Belohnung ist bei uns immer beißen dürfen und manchmal auch
Ärmel erobern und behalten dürfen zur freien Verfügung für eine
begrenzte Dauer.
Das aber wird entwertet, wenn der Hund stattdessen ein weiteres
Glied einer gelernten Verhaltenskette anbieten soll. Prinzipiell
egal, ob er an der Leine dann mit dem HF Kreise laufen soll und dabei
den Ärmel ruhig tragen soll, oder sich setzen soll und den Ärmel
dabei ruhig halten soll. Kann man machen, ist keine Katastrophe, wenn
es nicht in Fixierungszwang endet, ist aber nicht optimal im Sinne
einer echten Bestätigung.
(zum Video von tinka: „Nein, hierher!“ klingt auch nicht wie
eine Belohnung, sondern wie Einforderung eines Abbruchverhaltens.)
Wenn man jetzt noch darauf besteht, dass der Helfer auf den Hund
zugehen darf, sich vor ihm aufbauen darf, und der Hund dabei weiter
ruhig mit dem Ärmel sitzen soll, dann ist das eine neue Qualität.
Und zwar die des Erduldens. Das ist es dann auf keinen Fall mehr eine
Bestätigung.
Da in der modernen Ausbildung wir möglichst die optimale
Bestätigung nutzen wollen und den Hund nicht in ein passives
Duldungsverhalten bringen wollen, während er den Ärmel im Maul hat,
verzichten wir auf so etwas.
Die Auswirkungen auf die Einstellung zum Helfer habe ich jetzt
extra nicht berücksichtigt, obwohl es ja auf der Hand liegt, dass
Duldungsverhalten einer bestimmten Grundstimmung widerspricht.
interpretationsbedürftige Begriffe (hören, gehorchen, kooperieren)
mal verzichten und sich beschränken auf „erwünschtes/unerwünschtes
Verhalten).
Beim SD gibt es das erwünschte Verhalten „beißen“, was der
Hund von sich aus tut (abgesehen von bestimmter Technik), also
klassisch „freiwillig“.
Alles andere erwünschte Verhalten wird in der modernen Ausbildung
zwanglos gelernt nach dem Motto „machst du, dann bekommst du,
darfst du“. Und zwar so, dass es der Hund gerne tut als Mittel zum
Zweck. Von echtem freien Willen von sich aus kann man da nicht
sprechen, auch wenn er das Mittel als Glied einer gelernten
Verhaltenskette ohne besondere Aufforderung schließlich als
Selbstverständlichkeit anbieten sollte.
Belohnung ist bei uns immer beißen dürfen und manchmal auch
Ärmel erobern und behalten dürfen zur freien Verfügung für eine
begrenzte Dauer.
Das aber wird entwertet, wenn der Hund stattdessen ein weiteres
Glied einer gelernten Verhaltenskette anbieten soll. Prinzipiell
egal, ob er an der Leine dann mit dem HF Kreise laufen soll und dabei
den Ärmel ruhig tragen soll, oder sich setzen soll und den Ärmel
dabei ruhig halten soll. Kann man machen, ist keine Katastrophe, wenn
es nicht in Fixierungszwang endet, ist aber nicht optimal im Sinne
einer echten Bestätigung.
(zum Video von tinka: „Nein, hierher!“ klingt auch nicht wie
eine Belohnung, sondern wie Einforderung eines Abbruchverhaltens.)
Wenn man jetzt noch darauf besteht, dass der Helfer auf den Hund
zugehen darf, sich vor ihm aufbauen darf, und der Hund dabei weiter
ruhig mit dem Ärmel sitzen soll, dann ist das eine neue Qualität.
Und zwar die des Erduldens. Das ist es dann auf keinen Fall mehr eine
Bestätigung.
Da in der modernen Ausbildung wir möglichst die optimale
Bestätigung nutzen wollen und den Hund nicht in ein passives
Duldungsverhalten bringen wollen, während er den Ärmel im Maul hat,
verzichten wir auf so etwas.
Die Auswirkungen auf die Einstellung zum Helfer habe ich jetzt
extra nicht berücksichtigt, obwohl es ja auf der Hand liegt, dass
Duldungsverhalten einer bestimmten Grundstimmung widerspricht.

