26-03-2018, 22:03
dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=183664#post183664 schrieb:Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=183661#post183661 schrieb:Ich mache in den meisten Fällen den Aufbau über das Helfertreiben. Bei den Hunden, die darauf gut anspringen und sofort richtig Alarm machen höre ich schnell damit wieder auf.Ok, was machst du mit den Hunden wenn sie auf das Treiben richtig gut anspringen? Was kommt dann? Und wie (und vor allem wann) prüfst du ab ob der Hund Verhalten die er im Kontext Unterordnung gelernt hat, auch im Kontext Schutzdienst leisten kann. Das sind doch Punkte die mir den Unterschied machen.
Viele Grüße
Sören
Darüber hinaus, ....wenn der Hund zunächsteinmal den Helfer zu vertreiben lernt, hat er dann noch Lust auf eine Zusammenarbeit mit dem Hundeführer? Aggression macht Spaß, und ist oftmals selbstbelohnend.
Hi Detlef,
wenn junge Hunde auf das Treiben gut anspringen und alles zeigen was sie sollen (manchmal schon nach 3-4 Einheiten), dann lasse ich die im Schutzdienst stehen bis die Zahnung durch ist. Während der Zeit passiert nichts, zumindest nicht mit Helfer. Man kann da die Hausaufgaben anfangen, also Verbellen und das "Aus". Das sind in dem Alter die wesentlichen Dinge die der Hundeführer trainiert.
Und noch ein kleiner Unterschied auf den ich beim Helfertreiben Wert lege: Nicht der Hund vertreibt den Helfer sondern der Hund ZUSAMMEN mit dem Hundeführer. Die beiden arbeiten als Team. Da arbeiten wir auch mit Leinenhalter, damit der Hundeführer mit dem Hund auf derselben Höhe ist und dann auch mitbellt. Also Hund bellt, Hundeführer pöbelt und der Helfer flüchtet. Das wirkt sich sehr positiv auf das Team aus.
Das ist doch auch häufig ein Problem in der klassischen Ausbildung. Der Hundeführer ist an der Leine, der Hund tobt in 2-3 Metern Abstand vor ihm, arbeitet mit dem Helfer und der Hundeführer macht nix bzw. nimmt ihm irgendwann die Beute weg. Das ist klar, dass der Hund den Hundeführer irgendwann als Störfaktor oder Gegner wahrnimmt. Bei uns spielen z. B. auch die Hundeführer sehr viel mit dem Ärmel oder der Rolle im Schutzdienst... wenn der Hund die erbeutet hat, dann wird mit dem Hundeführer gespielt. Auch da bilde ich mir ein, dass es die Zusammenarbeit erleichtert, da der Hund den Hundeführer in der Arbeit viel positiver wahrnimmt. Und wenn die Grundlage da ist, dann ist später auch die Zusammenarbeit beim Fußlaufen etc. einfacher. Der Hund kooperiert einfach besser, als wenn er als junger Hund schon lernt, die Beute gegen Helfer und Hundeführer zu sichern.
Viele Grüße
Sören


