20-03-2018, 23:03
Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26356-Schutzdienst-Video´s-von-H-Raiser/?postID=183407#post183407 schrieb:aber ist nicht gerade dies die Kunst, dem Hund die Hoffnung so zu geben, dass diese mindestens zwei/drei UO hält?
Nein, die Kunst besteht nicht darin, immer wieder Hoffnung zu
geben und darauf zu setzen, dass sich der Beschiss erst als solcher
nach drei UO entlarvt.
Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26356-Schutzdienst-Video´s-von-H-Raiser/?postID=183407#post183407 schrieb:Der Hund hangelt sich doch von Übung zu Übung und somit von Hoffnung zu Hoffnung.
Nein, die tragenden Säulen der modernen Ausbildung, bestehen bei
Prüfungsreife nicht in der Hoffnung auf den Ball, sondern darin,
dass der Hund primär die Zusammenarbeit mit dem HF schätzt, die
Übungen gerne tut, weil sie ihm ein gutes Gefühl geben, das
erlaubte Lob in der Prüfung seinen wtp spiegelt und befriedigt.
Ich kann mir denken, dass das im Weltbild der alten Ausbildung
völlig weltfremd klingt. Aber es gibt auch Menschen, die ihre Arbeit
gerne tun, die Freude an gelungener Teamarbeit haben, die in einen
Flow des Gelingens kommen und motiviert werden durch ein verbales Lob
oder einen anerkennenden Blick. Es sind doch immer nur 12 Minuten
maximal, die weder von Angst noch von materieller Belohnung diktiert
sein müssen. Richtig aufgebaut reichen die anderen Säulen dicke
aus.
Es ist unsere eigene Angst, unser eigenes Hangeln von Übung zu
Übung, was den Hund schwächt. Es gibt genug Trainingsweltmeister,
die in der Prüfung dem Hund nicht mehr die Sicherheit und Freude
vermitteln können wie im Training, obwohl sie gute Ausbilder sind und einen guten Hund haben.
Aber Leistungssport ist Prüfungssport und damit nicht für jeden was in der ersten Liga.
