08-01-2018, 13:01
doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26294-langer-Gang/?postID=181874#post181874 schrieb:Niemand, der es nicht 100% kann, sollte mit "Fullspeed" auf den Hund laufen, wenn dadurch eine höhere Verletzungsgefahr besteht!Nun auch ich auch mal.Bei allem Respekt vor den Fähigkeiten eines imaginären oder auch real vertretenen Helfers,es ist Quatsch,für dieses Thema Formeln zu Rate zu ziehen.Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht,das man einen ca. 35kg schweren Hund nicht mehr umgesetzt kriegt,wenn der Helfer selbst noch bis kurz vorm Anbiss in der Vorwärtsbewegung ist.Da sind selbst beim Timing des Helfers Grenzen gesetzt,die physikalisch nicht mehr sicher umzusetzen sind.Dazu kommt,das es immer wieder Hunde gibt,die kurz vorher ihren Lauf leicht ändern,oder was auch schwoerig ist,nicht mehr abheben,sondern durchlaufen.
Mir ist da noch der Unfall in Rottweil vor Augen,wo der Helfer sichtbar keine Schuld trug,sich aber selbst verletzte und der Hund wohl den Vorderlauf zerschmettert hatte.
Oder glimpflich damals in Eindhoven bei der Nederl. WUSV Ausscheidung,als der Helfer 2 Teil (der anschliessend die WM gehetzt hat) einen DSH annehmen wollte (Devil ?????) quer in der Luft lag und den Arm loslassen mußte,wobei der Hund sich ein paar mal überschlug.
Man hat die Übung wiederholt,der Helfer hat im Stand angenommen und es hat grade noch so gepasst.Zu glauben,das irgendein Helfer diese Geschwindigkeiten zuverlässig sicher händeln kann ist Illusion,früher oder später passiert was.
Frage,welchen Sinn das ganze macht,..........mit solcher Frage kann man alles in Frage stellen, Die Ur PO war ja sehr stark an den realistischen Einsatz im Dienst angepasst,Versteck absuchen,anrufen etc.....dabei lief der Helfer ja weg und der Hund wurde nachgeschickt,kurz vorm Helfer wurde gedreht und massiv gegen den Hund gedreht.Aus dieser Konstellation waren damals schon Unterschiede zu erkennen.
Ebenso der alte 1" SD mit dem Überfall aus dem versteck,wenn das heute so gemacht würde wie früher würde manche Körung anders aussehen.
Heute wird das durchziehen doch von Anfang an trainiert,je schneller,je besser.Ja,und auch ich finde das spektakulär,wenn ein Hund rasant nachsetzt,aber ob das heute ein Kriterium ist,an der man die Hundequalität messen sollte,eher nein.Speziell den Malis unterstelle ich mal,das diese Übung aus einem Bereich heraus geschieht,der mit Beute in jeglicher Form nur noch wenig zu tun hat.Ich hab selbst noch keine Bezeichnung gefunden,wie man das gerecht nennen könnte,es ist aber faszinierend und erschreckend zugleich.
Als Fazit würde ich ziehen,das es kaum möglich ist,die Geschwindigkeiten zu reduzieren,ohne die PO zu ändern,aber man sollte es Grundsätzlich einführen,das der Helfer früh genug stehen bleibt und passiv den Hund annimmt.
Lieber einem etwas schwächeren Hund einen Punkt mehr geben als eine schnellen Hund zu verletzen oder gar zum Invaliden zu machen.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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