06-03-2017, 21:03
lusna,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25853-Fährten-mit-Stirnlampe/?postID=178629#post178629 schrieb:Ein durchaus nicht seltener Fehler ist doch, daß man den Fährtenverlauf kennen will. Oft führt das zu unbewussten Hilfen und die sind auf Dauer Gift.
Wenn ich wirklich erfolgreich FH fährten möchte mit meinem Hund, dann muss ich absolut sicher hinter ihm herlaufen können, auch wenn ich genau garnicht weiss, wo es lang geht. Hierbei kann dann Fährten in der Dämmerung oder sogar Dunkelheit eine gute Lernerfahrung für den Hundeführer sein. Für mich war es das jedenfalls.
Genau aus dem zitierten Grund habe ich das bei einem gut ausgebildeten IPO und FH-Hund auch immer mal wieder einfliessen lassen und ins Training einbezogen, teilweise dann auch bewusst ausnutzend, dass es beruflich oder aus sonstigen Gründen tagsüber nicht ging. Somit zwei Fliegen mit einer Klappe....
Aber es hilft nicht nur dem HF seinem Hund absolut zu vertrauen, sondern auch seine eigene Führtechnik zu sensibilisieren, denn Einwirkungen, Korrektur oder auch Hilfen sind einerseits nicht möglich, andererseits ist es eine gute Übung die 10m-Leine im Dunkeln so zu führen, wie es für den eigenen Hund am besten passend ist, insbesondere weil ja die "Abstandsabschätzung mit den Augen" des Menschen nicht möglich ist. Es gibt genügend HF, die da äusserst unsensibel zu Werke gehen...
Ein weiterer Grund ist, dass es genügend Hunde gibt, die GG vorrangig -falls möglich - mit den Augen wahrnehmen. Um sie hier noch mal mehr auf "Identifizieren über Geruch" zu sensibilisieren sind Gegenstandsfährten im Dunklen oftmals äusserst hilfreich. Das ist auch der Grund, warum bei Tageslicht im Gegenzug die Hunde die Augen verbunden bekommen. Auch das wäre eine Alternative Methode.
Alles in allem gibt es Aspekte, die dafür sprechen und somit dieser Übungsbestandteil wie immer abgestimmt auf den eigenen Hund & sein Ausbildungs- und Prüfungsziel umgesetzt werden könnte.
Aber es ist mitnichten unüblich.
VG
Anja


