14-11-2016, 13:11
Hallo,
ich finde es etwas merkwürdig, dass einer der wesentlichen Aspekte der neuen PO hier an dieser Stelle noch gar nicht zur Sprache kommt. Es wird seitenlang über die Vor- oder Nachteile beim Auslegen des Bringholzes diskutiert (bei einem gut ausgebildeten Hund mit normalem Triebpotential ist das völlig egal), ein meiner Meinung nach ganz wesentlicher Punkt wird aber außer Acht gelassen: Das Bestehen der Prüfung mit 60% der möglichen Punkte.
Hier tun sich zumindest bei mir als Richter einige Fragezeichen auf. Wie sollen die Richter damit in Zukunft umgehen? Es gibt hier meiner Meinung nach zwei mögliche Szenarien:
1. Man richtet so weiter wie bisher, ändert nichts und die Teilnehmer bestehen dann eben mit 60 Punkten. Resultat: Es wird leichter.
2. Man ändert die Maßstäbe und die Richtweise und setzt überall den Maßstab als richtet man eine VDH-DM oder FCI-WM. Resultat: Das Niveau bleibt mehr oder weniger gleich, es werden nicht mehr Hunde bestehen als vorher, die Leistungen sind aber vergleichbar. Kurz: 90 Punkte auf OG-Ebene sind gleichwertig mit 90 Punkten auf einer FCI-WM.
Die Variante 2 finde ich ehrlich gesagt spannend. Alle Diskussionen bzgl. unterschiedlicher Maßstäbe auf unterschiedlichen Ebenen sind Vergangenheit. Es gibt nur noch ein Maßstab, ein Niveau und eine einheitliche Richtweise.
Diese Variante wird aber sehr gravierende Veränderungen mit sich bringen: bei den Richtern, bei den Hundeführern, bei der Erwartungshaltung der zu erreichenden Punkte.
Ich bin selber etwas ratlos, welcher Weg denn nun mit der neuen PO eingeschlagen werden soll. Ich bin gespannt auf die ersten Schulungen und die ersten Richtertagungen und natürlich auch auf die Haltung des PO-Gremiums, was sie sich bei der Herabsetzung der Mindestpunktzahlen gedacht haben und wie deren Zielsetzung ausgesehen hat.
Persönlich würde ich die Variante 2 begrüßen... obwohl ich natürlich weiß, dass damit ein SG auf OG-Ebene eine Ausnahme sein wird und ein V wahrscheinlich so gut wie nicht mehr vorkommen wird. Aber mal ehrlich, wenn man sich daran gewöhnt hat: Wäre das schlecht?
Auf diese Diskussion bin ich nun gespannt....
Viele Grüße
Sören
ich finde es etwas merkwürdig, dass einer der wesentlichen Aspekte der neuen PO hier an dieser Stelle noch gar nicht zur Sprache kommt. Es wird seitenlang über die Vor- oder Nachteile beim Auslegen des Bringholzes diskutiert (bei einem gut ausgebildeten Hund mit normalem Triebpotential ist das völlig egal), ein meiner Meinung nach ganz wesentlicher Punkt wird aber außer Acht gelassen: Das Bestehen der Prüfung mit 60% der möglichen Punkte.
Hier tun sich zumindest bei mir als Richter einige Fragezeichen auf. Wie sollen die Richter damit in Zukunft umgehen? Es gibt hier meiner Meinung nach zwei mögliche Szenarien:
1. Man richtet so weiter wie bisher, ändert nichts und die Teilnehmer bestehen dann eben mit 60 Punkten. Resultat: Es wird leichter.
2. Man ändert die Maßstäbe und die Richtweise und setzt überall den Maßstab als richtet man eine VDH-DM oder FCI-WM. Resultat: Das Niveau bleibt mehr oder weniger gleich, es werden nicht mehr Hunde bestehen als vorher, die Leistungen sind aber vergleichbar. Kurz: 90 Punkte auf OG-Ebene sind gleichwertig mit 90 Punkten auf einer FCI-WM.
Die Variante 2 finde ich ehrlich gesagt spannend. Alle Diskussionen bzgl. unterschiedlicher Maßstäbe auf unterschiedlichen Ebenen sind Vergangenheit. Es gibt nur noch ein Maßstab, ein Niveau und eine einheitliche Richtweise.
Diese Variante wird aber sehr gravierende Veränderungen mit sich bringen: bei den Richtern, bei den Hundeführern, bei der Erwartungshaltung der zu erreichenden Punkte.
Ich bin selber etwas ratlos, welcher Weg denn nun mit der neuen PO eingeschlagen werden soll. Ich bin gespannt auf die ersten Schulungen und die ersten Richtertagungen und natürlich auch auf die Haltung des PO-Gremiums, was sie sich bei der Herabsetzung der Mindestpunktzahlen gedacht haben und wie deren Zielsetzung ausgesehen hat.
Persönlich würde ich die Variante 2 begrüßen... obwohl ich natürlich weiß, dass damit ein SG auf OG-Ebene eine Ausnahme sein wird und ein V wahrscheinlich so gut wie nicht mehr vorkommen wird. Aber mal ehrlich, wenn man sich daran gewöhnt hat: Wäre das schlecht?
Auf diese Diskussion bin ich nun gespannt....
Viele Grüße
Sören


