12-03-2016, 12:03
Detlef Berensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171085#post171085 schrieb:von da ist es nur ein kleiner schritt zum "superlernen", man belohnt einfach nicht mehr so oft und ersetzt das durch positives kommentieren von erwünschtem Verhalten
Da ist sie wieder, die Begriffsverwirrung, die alles auf den Kopf stellt und rein gar nichts verstanden hat oder verstehen will trotz ellenlanger Erklärungen.
Das ist nicht superlernen, dass man statt Ballwerfen öfter mal Super sagt.
Superlernen ist aus der Beziehung heraus ein aktives Werben und Buhlen. Diese jedem Hund angeborene Dynamik als soziales Wesen wird von uns geformt zu für uns nützlichem Verhalten (z.B. Fußlaufen). Der Hund zeigt dieses Ritualverhalten, weil er durch spezielles Versöhnungstraining verinnerlicht hat, das ihm das immer sehr gute Gefühle macht. Die Belohnung ist also nicht der Ball und auch nicht das Wort, sondern das gute Gefühl, dass sich der Hund selbst schafft in Stresslagen. Prüfung ist für den Hund Stress.
Für Kleinkinder ist z.B. die Abwesenheit der Mutter eine Stresslage, die sie dann mit ihrer angeborenen Dynamik mit Nuckeln am Daumen oder an der Bettdecke bewältigen, indem sie sich ein gutes Gefühl wie bei der Mutter verschaffen. Auf den Kopf gestellt würde die begriffsverwirrende Mutter den Nuckel als Belohnung einsetzen: bist du brav, kriegst du Nuckel. So was gibt es tatsächlich, hat aber mit Superlernen rein gar nichts zu tun.
Das Superlernen hat zwei Aspekte: das aktive Buhlen (hab mich lieb, das gefällt dir doch, was ich jetzt mache); und das gleichzeitige Erzeugen eigener guter Gefühle. Superlernen setzt über (lateinisch: supra) allen anderen Lernmotivationen, die natürlich dazu kommen können, am angeborenen existentiellen Egoismus und sozialem Bedürfnis an und funktioniert deshalb so gut auch unter Stress. Fressen (Futter) und Beutefangen (Ball) ist zwar auch existentiell, aber nicht zu jedem Moment und unter Stress. Beziehung ist für den Hund bei Anwesenheit seines HF immer wichtig, gerade unter Stress.
Weiter möchte ich mich nicht - auch bei weiteren provokativen Begriffsverwirrungen - wiederholen.

