25-10-2013, 16:10
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=151794#post151794' schrieb:auf einem seminar kann man diese unterschiedlichen pläne nur anreißen, versuchen sie praktisch darzustellen, das das nicht immer gelingt scheint mir nicht ungewöhnlich zu sein, das kennt wohl jeder der sich mit der ausbildungsvermittlung beschäftigt hat. es steht jedem frei sich die theoretischen informationen und zusammenhänge anzueignen und in der praxis umzusetzen bzw zu berücksichtigen. ich habe selber sehr gute erfahrungen damit gemacht.
Hallo Detlef,
ich kann dir bei allem was du ausführst folgen.
Ich glaube aber, dass gerade auf solchen Veranstaltungen (wie bei Hunden, die unter Stress plötzlich wieder längst überwunden geglaubte Konflikte aus der Ausbildung zeigen) der Charakter der Referenten sich zeigt.
Wenn man für sich einen Status der Unfehlbarkeit zulässt und meint dieses ständig unter Beweis stellen zu müssen, kommt es zwangsläufig zu solchen "Ausrastern".
Ich erinnere mich da an eine Geschichte, die du selbst mir damals erzählt hast, wo auch ein H.R.-Jünger in anderem Kontext aber in ähnlicher Weise über das Ziel weit hinaus geschossen ist, dein Bruder sah sich damals gar genötigt einzugreifen.
Das hat was mit Ego und Dogmatismus zu tun und dem ständigen Drang, sich beweisen zu müssen.
Obwohl ja ein H.R. aufgrund seiner Meriten da eigentlich drüber stehen müsste.
Gerade du lässt doch auch den Hunden sehr viel Zeit sich zu entwickeln und förderst sie positiv.
Erfolg rechtfertigt auch nicht Tierschutz relevante Ausbildungsmethoden und - tut mir Leid - ein Hund von 4 Monaten, der sich durch Einwirkungen ausgelöst mehrfach überschlägt ist für mich inakzeptabel.
Egal welche Rechtfertigung dazu benutzt wird, das geht einfach nicht. Zurückhaltung und Achtung vor dem was der Hundeführer will und vor dem Wohl des Hundes sind für mich die Tugenden eines guten Ausbilders auch und gerade im SD. Vor den Selbstdarstellern sollte man sich hüten und vor denen die "ihre Methode" auf Biegen und Brechen dem Hund aufoktroyieren wollen - und wenn es nicht funktioniert ist der Hund schlecht oder der HF oder beide oder das Hund/HF - Verhältnis stimmt nicht. Der Ausbilder hat immer Recht und die Methode ist auch immer richtig.
Würde man das in anderem Kontext (außerhalb des HuPla) auch akzeptieren? Der Lehrer, der immer Recht hat? Der die Schüler maßregelt und ggf. züchtigt?
Was ist ein Hund? Eine Sache? Eine Maschine? Ein Sportgerät? Ein Lebewesen?
Gruß Uwe

