03-07-2012, 05:07
Bettina Balters,'index.php?page=Thread&postID=133922#post133922' schrieb:Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=133857#post133857' schrieb:Bettina Balters,'index.php?page=Thread&postID=133856#post133856' schrieb:Wie soll der Hund lernen, sich zurück zu nehmen, obwohl der Impuls ihm genau das gegenteil sagthallo bettina, wie meinst du das, .... der impuls würde ihm das gegenteil sagen??
es geht ja hierbei darum das der hund fähig ist zu lernen nicht "IMPULSiv zu handeln, sondern sich bewußt durch gemachte lernerfahrungen in seinem instinktverhalten zurück zu nehmen um erfolgreich zu sein bzw eine belohnung einfordern zu können.
Richtig, durch gemachte Lernerfahrungen. Was Sandra K zuerst schrieb klang so, als solle der Hund dies ohne jegliche Lenkung durch uns selbst entscheiden.
@ Sandra, auch bein Dir gibt es das "Nein". Es ist in Deinem Fall das Schließen der Kenneltüre.
Da muss ich dir jetzt einfach mal Recht geben. Wenn man es so sieht, ja dann ist das schliessen der Tuere ein "Nein!". Das wichtige dabei ist jedoch dass das Nein nicht von der Stimme kommt. Weshalb muss ich mir noch mal erklaeren lassen. Aber ich denke das es darum geht das der Hund das ganze nicht mit der Person sondern mit dem Kaefig selbst verknuepft.
Darüber hinais frage ich mich bei Beiträgen wie Deinen immer, daß diese doch sehr hundetypen-spezifisch sind.
Hast Du schon einmal einen an allem Möglichen, aber nicht an Futter oder Beute interessierten Hund gehabt?
Meine Huendin ist so gar nicht Futtergetrieben aber auch sie hat es ueber das Futter gelernt. Zumindest das sie sich hinzulegen hat und warten muss wenn die Tuer aufgeht. Dann musste ich jedoch auf Beutespiel umstellen, denn als es mit den Motivationsspielchen losging war das Futter einfach nicht mehr genug und die Motivation war nicht vorhanden.
Und jetzt komme mir bitte keiner mit "dann gib dem Hund mal drei Tage nichts zu fressen", das ist Unsinn.
Gerade aber diese Hunde, die wenig Will to Please haben, wenig Interesse an Zusammenarbeit zeigen, wenig motivierbar sind durch vom HF steuerbare Belohnungen, gerade diese Hunde sind oft die, bei denen Impulskontrolle dringend nötig ist.
Meiner Meinung nach sollte jeder Hund durch die Impulskontrolle gehen. Ich selbst war ueberaus skeptisch und konnte nicht begreifen wieso wir das ueberhaupt machen muessen und warum wir nicht an etwas wichtigerem arbeiten. Mittlerweile weis ich warum und ich bin wirklich begeistert. Meine eine Huendin war Roh als ich sie bekam. Sie kannte nichts, wenn sie nur einen Ball gesehen hat, war kein halten mehr. Wenn sie den Ball mal hatte und dein Finger steckte dazwischen, Pech gehabt... wenn auch nur der Baendel von einem Ball aus der Tasche hing und du weggelaufen bist, die waer dir hinterher und haette dir die Jacke zerfetzt nur an den Ball zu kommen (so passiert). Das war vor der Impulskontrolle. Wir haetten da auch anders einen Riegel vorschieben koennen aber ueber die positive Impulskontrolle ist es soviel besser wie andersrum.
Nur Positiv oder vorwiegens positiv geht einfach nicht immer, und Deine Beschreibung der absoluten Impulskontrolle durch Futter stelle ich mir gerade bei einem passionierten Jäger vor... viel Erfolg.
Ich denke es kommt einfach auf die Balance an. Nur weil man positive Impulskontrolle betreibt heisst es ja nicht das man zwischendurch auch mal durchgreifen kann. Das "Aus" wurde ihr blitzschnell beigebracht weil es anders einfach gar nicht moeglich war. Einmal richtig durchgegriffen und gut wars. Wenn man einen guten Trainer hat dann nutzt der nicht nur eine Ausbildungsmethode sondern hat viele verschiedene Ausbildungsmethoden in seiner "Tool-Box" und passt die Ausbildung dem Hund an und nicht den Hund seiner Ausbildungsmethode.
Das gefaellt mir so gut an unserer Trainerin da sie sich blitzschnell auf den Hund und den HF einstellen kann und die Ausbildung individuel anpasst. Die Balance stimmt einfach und ich fuehle mich in den richtigen Haenden, das erwarte ich allerdings auch von jemandem wie ihr.

