02-05-2012, 16:05
Steffi Arpe,'index.php?page=Thread&postID=131574#post131574' schrieb:@ Dürken, da zieh ich voll mit dir mit!
Ein Hund, der das Erlernte in hoher Konzentration und hohem Trieb Bereich noch ausführen kann, und dazu noch lenkbar ist, ist für mich schon ein Hund mit Gebrauchshundeigenschaften...
Für mich stellt sich eher die Frage, wer als Hundeführer dem Hund die richtige Basis bieten kann, um seine Qualitäten voll zu entfalten und gerecht zu werden... Denn da scheitert so manch guter Hund schon an seinem HF...
"nur meine Meinung"...
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=131575#post131575' schrieb:Dürken,'index.php?page=Thread&postID=131572#post131572' schrieb:Warum kann ein "lerntalentierter und triebiger Hund" nicht auch konfliktfähig und belastbar sein.Hi Dürken,du hast mich falsch verstanden.
Es geht nicht darum,ob der Hund es sein kann,sondern woran man es noch erkennt,wenn selbst im Aufbau der Königsweg sein soll,Konflikte zu umgehen.
Dürken,'index.php?page=Thread&postID=131572#post131572' schrieb:Nur weil ein Hund ein paar Übungen mehr beherrscht als die, die in der PO vorgeschrieben sind, muss es doch noch lange kein Hund sein, der keine Gebrauchshundeigenschaften in Deinem Sinne besitzt.Das hab ich so glaub ich noch nie gesagt.Mein Problem ist,das für viele die UO anscheinend der Bereich ist,der Hunde selektiert,und das ist falsch.
Wenn ein Hund in der UO im SD nur noch nach seiner Konfliktfreien Führigkeit bewertet/ überprüft wird,haben wir ein Problem,speziell mit unseren DSH.
LG Heinz
Hallo Heinz,
ich denke, ich verstehe was Du meinst... um es mal kurz zusammenzufassen:
- Nach einer "modernen" Ausbildung speziell in der Unterordnung, die möglichst auf konfliktfreies Lernen und minimale Korrekturen von Welpenalter an setzt, ist im Endresultat ein genetisch überdurchschnittlicher Hund von einem Durchschnittshund nicht zu unterscheiden (die Schlechten erkennt man, aber das ist nicht das Thema)
- Nach klassischer Methode, die eher im "Pressing-Modell" anzusiedeln ist und Zwänge klar als Absicherung vorsieht, kann man es sehen: Der Hund, der am Ende trotzdem noch harmonisch und motiviert läuft, somit mit diesem Stress und den Konflikten umgehen kann, muss genetisch eher überdurchschnittlich sein. Der Durchschnittshund geht baden bzw. man sieht ihm "die Ausbildung an"
Somit kann man sagen, dass in der Unterordnung speziell die moderne Ausbildung die genetischen Schwächen kaschiert. Das was einen Gebrauchshund u. U. ausmacht wie Reaktion auf Konflikte / Zwänge, Stressresistenz sowie Härte wird dort in der Unterordnung nicht mehr abgefragt bzw. gefordert.
Aber mal ehrlich: Ist das im Schutzdienst nicht genauso? Wenn ich hier einen jungen Hund von Welpenalter an "groß mache", ihn aufbaue, das Selbstbewußtsein unendlich stärke, von Welpenalter an konfliktfreie Unterordnungselemente einbaue, Verbellen etc. genauso dosiert und klar aufbaue, das "Aus" ebenso, ich den Hund langsam und dosiert an andere Helfer, andere Plätze und andere Situationen heranführe und ihn dann mit 4 oder 5 Jahren zum ersten Mal überregional präsentiere... tja, dann wirst auch Du keinen Unterschied mehr zu einem Hund sehen, der die normale, klassische "Hau-Ruck" Ausbildung genossen hat, mit 3 Jahren auf der LGA steht und trotzdem noch eine gleichwertige Arbeit macht. Eher im Gegenteil....
Wo willst Du da anfangen? Man kann damit vielleicht zusammenfassend sagen, dass dank der modernen Ausbildung eine Einschätzung der Veranlagung auf Sportveranstaltungen nur schwer oder kaum noch möglich ist.
Aber wie löst man das? Die eine Antwort gibt der RSV 2000 mit seinem einheitlichen Ausbildungskonzept. Ein Hund der dort durchgeht und trotzdem noch eine gute Arbeit macht, kann nicht schlecht sein.
Eine andere Antwort gibt der DMC. Durch die Ansprüche in der Körung hat man die Selektion auf dieser Schiene. Dort ist für einen Zuchteinsatz das Ergebnis der Körung wesentlich aussagefähiger als 3 x 100 Punkte im Schutzdienst.
Aber ich denke, damit haben wir uns nun endgültig vom Thema entfernt.....
Viele Grüße
Sören


