21-04-2012, 15:04
Andreas Bolz,'index.php?page=Thread&postID=130925#post130925' schrieb:Ich persönlich mag mir diese modernen Vorführungen auch sehr gerne anschauen. In sportlichen hinsicht, sicher ein Schritt, in die richtige Richtung, ABER, einem Züchter wird es dadurch schon sehr schwer gemacht, die tatsächlichen Anlagen des Hundes zu bewerten. Früher fand halt auf der BSP auch Selektion statt, heute ist es nur noch eine Sportveranstaltung, die sicher erstrebenswert ist, aber immer mehr an Zuchtrelevanz einbüßt.
Die für den Züchter interessanten Anlagen sind doch wohl im Wesentlichen festes Nervenkostüm und hohe Triebbeständigkeit. Richtig ist, daß bereits auf LGAen oder auch höheren Prüfungen eine "Verwettkampfung" unserer PO dazu führt, daß Kleinigkeiten immer stärker in die Bewertung einfließen. Moderne Ausbildungsmethoden sind zu begrüßen, sie stehen einer fachlichen Beurteilung nicht im Weg. Denn ein Abfallen im Trieb fällt dem sachkundigen Beurteiler in allen Sparten auf. Es muß nur stärker in die Bewertung einfließen. Ich will da mal ein deutliches Beispiel aus dem Bereich Schutzdienst geben: Jeder Fachmann sieht doch, wenn ein Hund eine Bedrohung sicher überwindet oder ob er sie gerade noch wegsteckt. Eine Bedrohung als solche muß dann aber auch eine solche sein. Ich denke, daß Du das auch mit Kunststückchen gemeint hast - es eben nicht genügt, eine Anforderung der PO gerade noch so zu erfüllen, um eine hohe Bewertung zu erhalten.
Gruß Manfred
Nein, ich streite nicht. Ich erkläre doch nur, warum ich Recht habe. :love:


