18-11-2011, 15:11
Barbara,'index.php?page=Thread&postID=124975#post124975' schrieb:Für die breite Masse ist Hundesport eine Freizeitbeschäftigung (und das Wort ist für mich nicht negativ belegt). Der Berufshundesportler soll, kann und wird seinen Hund anders ausbilden.
Nun habe wir schon eine Reihe hervorragender Hundesportler, die ihren Sport nicht mehr als Freizeitbeschäftigung pflegen, sondern ihn zum Beruf gemacht haben. Die Tendenz zeichnet sich ab, dass auch nur diese Leute langfristig dauerhaft überregionale Erfolge erzielen werden. Dummerweise werden nur all die anderen- und das ist "noch" die Mehrheit an diesen Leuten gemessen.
Ich finde diese Tendenz aus vereinspolitischer Sicht bedenklich, sie wird nämlich dazu führen, dass immer mehr Leute sich vom Hundesport abwenden, da ihnen keine Plattform mehr für ihre Ziele und Möglichkeiten geboten wird und sie vor allem keine Anerkennung erhalten.
Hi Barbara,
diese Entwicklung ist doch in allen Bereichen des Sports so. Wenn du in deiner Freizeit Fußball spielst oder Handball oder Basketball da sind überall die Profis. Auch da gelten die gleichen Regeln Foul gibt Freistoß/Freiwurf oder gelbe oder rote Karte oder Zeitstrafe, die Regeln sind auch da überall gleich. Die Anerkennung wer soll sie denn bringen? Entweder man selbst ist zufrieden mit dem was man tut oder eben nicht. Meinst du die Profis haben keinen Druck? Schau mal in die Zeitung, schon mal von einem Robert Enke gehört? Schon einmal hier mitgelesen, wenn dank Video-Beweis jedes Detail zerpflückt wird. Nein, die Diskussion führt in die irre. Es gibt eine PO und die muß eingehalten werden und das ist das Maß aller Dinge. Wie soll denn deiner Meinung nach die Gerechtigkeit wieder hergestellt werden? Ich glaube der Fehler liegt im Ansatz etwas zu machen, um daraus Bestätigung zu finden. Der Ansatz die PO so gut wie möglich zu erfüllen wäre m.E. das richtige Ziel. Die Pflicht ist, dass der Hund auf dem Platz in der Hand des HF steht und außerhalb auch. Dazu braucht es m.E. auch Absicherung. Das gilt für den Amateur (wörtlich übersetzt der Liebhaber einer Sache)genauso wie für den Profi. Die Kür, das neben freudigem Gesamteindruck des Hundes (für mich auch Pflicht), der Hund auch korrekt, schnell und führig arbeitet, die mag an der einen oder anderen Stelle nicht so gut gelingen aber wenn man sein bestes gegeben hat und die Trainingsleistung in der Prüfung abrufen kann, dann sollte man auch zufrieden sein. Heute will sich ja jeder aus der Masse abheben nur wenigen gelingt es, das gilt überall. Leider funktioniert im Hundesport Egoismus und Einzelkämpfertum nicht, weil man auf ein Team setzen muß, das Wissen was die Spitzenleute machen reicht nicht, man muß es auch umsetzen können, man braucht das Umfeld. Das ist aber alles keine Ausrede, dass man nicht trotzdem solide arbeiten kann. Wenn ich dieses Ziel ohne Absicherung erreichen kann, ok, ich glaube daran nicht.
lg Uwe

