Nur mal eine kurze Frage: Von meinen vier DSH sind drei im SD wie im normalen Leben unauffällig! Mein ältester Rüde aber hat nach dem SD die Neigung entwickelt, Menschen mit sehr dicken, wattierten Jacken zu justieren und würde deren Arm packen, wenn ich es nicht unterbände. Er hat die Ausbildung wie alle anderen durchlaufen! Wie kommt so etwas?
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Er hat einfach andere Schlüsselreize verknüpft als die anderen - z.B. deine "3" haben verknüpft : SD ist gleich Hupla, dein "einer" hat den SD mit einer bestimmten Art Bekleidung verknüpft
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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Offensichtlich verknüpft Dein Hund die wattierten Jacken mit irgendetwas Unangenehmen bzw. Bedrohlichem. Ob das beim SD passiert ist kann, muß nicht mal unbedingt sein. Z.B. daß er die Arbeit nicht als schönes Spiel begriffen hat, sondern als ernsthafte Bedrohung, oder auch nur ein schmerzender Zahn oder ein Dorn in der Pfote, der sich bei ihm mit der Figur der wattierten Jacke verknüpft hat. Diese Fehlverknüpfung kann aber auch jederzeit woanders passiert sein.
Gruß Faruk
Meine drei anderen DSH hatten von Welpenbeinen an einen natürlichen Spieltrieb, der sich bei Bällen, Stöcken, Zerrspielchen etc. zeigte! Die Beißwurst war für sie nichts Neues und so ergab sich der Weg zum Beißarm wie von selbst. Mein ältester Rüde musste lange gearbeitet werden, allerdings ohne Starkzwang! Dennoch denke ich, ihr habt Recht - es machte ihm keinen Spaß und jetzt verknüpft er etwas Negatives mit beißarmähnlicher Kleidung. Ich bin darüber sehr ärgerlich, weil ja so viele Leute behaupten, der SD würde die Hunde scharf machen, obwohl er lediglich der Triebabfuhr dient und gute SD-Hunde daheim und im Alltag oft die gelassensten sind. Außerdem ist das nun der einzige Hund im Rudel, den ich nie frei laufen lassen kann, wenn andere Leute in der Natur unterwegs sind. Gerade jetzt, wenn man sich wieder dicker einmummeln muss!
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Wie die Beiträge schon sagen, Fehl oder Negativverknüpfung möglich. Vorrausgesetzt kein Wesensmangel vorliegend.
Deine Drei hatten ein normales Spiel und BEUTEverhalten, das haben sie dir gezeigt, der andere Hund zeigte dies nicht, somit mußte das Beuteverhalten bei deinem 4 Hund ausgiebig gefördert werden,( der Ausbildungweg wäre dann ein anderer gewesen wie bei den anderen Hunden!!)...nämlich wirklich reine Beutearbeit, dabei ist darauf zu achten, das der Hund nicht in Aggression in diesem Beuteaufbau wechselt, sonst wird die Aggression primär und immer seine "Triebfeder" sein. (Konflikte zu lösen)
Viele Helfer bemerken beim jungen Hund leider nicht das der Hund wechselt von Beute auf Aggression, daher werden oft Junghunden nicht in Beute sondern in Aggression gearbeitet, das wiederrum oftmals eine Überforderung des Hundes darstellt,.... die nicht bemerkt wird!, denn der Hund macht seinen Job, allerdings aus einem anderen Trieb heraus,.....!
Beutearbeit bietet Fundement und Kanaliesierung für Aggression, wenn das dem Hund fehlt, kommt es zu Fehlverknüpfungen,.......
Das die legitime, normale Ausbildung zum Schutz/Sporthund denn Hund scharf macht, halte ich für sehr unwahrscheinlich!
Tschüü
Claudia
Zitat:Wie die Beiträge schon sagen, Fehl oder Negativverknüpfung möglich. Vorrausgesetzt kein Wesensmangel vorliegend.
Deine Drei hatten ein normales Spiel und BEUTEverhalten, das haben sie dir gezeigt, der andere Hund zeigte dies nicht, somit mußte das Beuteverhalten bei deinem 4 Hund ausgiebig gefördert werden,( der Ausbildungweg wäre dann ein anderer gewesen wie bei den anderen Hunden!!)...nämlich wirklich reine Beutearbeit, dabei ist darauf zu achten, das der Hund nicht in Aggression in diesem Beuteaufbau wechselt, sonst wird die Aggression primär und immer seine "Triebfeder" sein. (Konflikte zu lösen)
Viele Helfer bemerken beim jungen Hund leider nicht das der Hund wechselt von Beute auf Aggression, daher werden oft Junghunden nicht in Beute sondern in Aggression gearbeitet, das wiederrum oftmals eine Überforderung des Hundes darstellt,.... die nicht bemerkt wird!, denn der Hund macht seinen Job, allerdings aus einem anderen Trieb heraus,.....!
Beutearbeit bietet Fundement und Kanaliesierung für Aggression, wenn das dem Hund fehlt, kommt es zu Fehlverknüpfungen,.......
Das die legitime, normale Ausbildung zum Schutz/Sporthund denn Hund scharf macht, halte ich für sehr unwahrscheinlich!
Tschüü
Claudia
Einen Wesensmangel halte ich nicht mal für unwahrscheinlich; der Rüde war derart schwierig in seiner Jugend, da könnte ich einen Roman schreiben. Ich wollte daher auch keinen SD mit ihm machen, aber die Fachleute auf dem Hupla rieten mir zu. Plausibler aber erscheint mir dein Hinweis mit dem Ausbildungsweg! Kannst du das detaillierter ausführen?
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Über Beutearbeit so zu schreiben, ....na ohne in die Tiefe zu gehen, hier der Ansatz.
Beutearbeit für mich heißt:
Beutefocus - Hetzen- Jagen- Angreifen- Niederreißen- Sichern
Um den Focus auf die Beute zu lenken, muß der Helfer bei dieser Arbeit sekundär sein, am besten am Anfang "unsichtbar", jede Reizlage die vom Helfer ausgeht, führt zu einem Sicht/Focuswechsel und einer Vermischung der Trieblagen.
Also Beuteobjekt vom Helfer "separieren" durch Beute an Leine zum Beispiel:thumbup:
"Lebende" bewegende Beute jagen und hetzen lassen
Beute greifen lassen
Beute sichern
...in all diesen Bereichen ist der Hundeführer bei seinem Hund, und unterstützt die Arbeit des Hundes, er übernimmt sie aber nicht! !!
Zum Beispiel gibt er beim Beute sichern Ruhe und Sicherheit, denn der Hund lernt die Beute bei Ihm zu Sichern, ihn als Partner und nicht als Rivale in der ganzen Sache zu sehn.
Also ich kann darüber an meinen guten Tagen, Stunden drüber ezählen, um es kurz zu machen, ...
wenn ein Helfer es schafft, seine Person und sein Ego auszublenden, und die ersten Schutzdienste eine Jagd auf Kaninchen zu schauspielern, das könnte was mit wirkliche Beutearbeit zu tun haben, benutzt er bei diesen wirklich ersten Beutearbeiten eine Peitsche, muß er wohl doch gesehn werden,...  miley7: und das läßt das ganze manchmal schon kippen.
So der Rest am Hundeplatz.........
Claudia
Zitat:Über Beutearbeit so zu schreiben, ....na ohne in die Tiefe zu gehen, hier der Ansatz.
Beutearbeit für mich heißt:
Beutefocus - Hetzen- Jagen- Angreifen- Niederreißen- Sichern
Um den Focus auf die Beute zu lenken, muß der Helfer bei dieser Arbeit sekundär sein, am besten am Anfang "unsichtbar", jede Reizlage die vom Helfer ausgeht, führt zu einem Sicht/Focuswechsel und einer Vermischung der Trieblagen.
Also Beuteobjekt vom Helfer "separieren" durch Beute an Leine zum Beispiel:thumbup:
"Lebende" bewegende Beute jagen und hetzen lassen
Beute greifen lassen
Beute sichern
...in all diesen Bereichen ist der Hundeführer bei seinem Hund, und unterstützt die Arbeit des Hundes, er übernimmt sie aber nicht! !!
Zum Beispiel gibt er beim Beute sichern Ruhe und Sicherheit, denn der Hund lernt die Beute bei Ihm zu Sichern, ihn als Partner und nicht als Rivale in der ganzen Sache zu sehn.
Also ich kann darüber an meinen guten Tagen, Stunden drüber ezählen, um es kurz zu machen, ...
wenn ein Helfer es schafft, seine Person und sein Ego auszublenden, und die ersten Schutzdienste eine Jagd auf Kaninchen zu schauspielern, das könnte was mit wirkliche Beutearbeit zu tun haben, benutzt er bei diesen wirklich ersten Beutearbeiten eine Peitsche, muß er wohl doch gesehn werden,... miley7: und das läßt das ganze manchmal schon kippen.
So der Rest am Hundeplatz.........
Claudia
Vielen Dank liebe Claudia! Wenn ich das lese, wundere ich mich nicht mehr, was auf dem Hupla schieflief!
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