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Aufbewahrung Fährtengegenstände
#21
Anja,'index.php?page=Thread&postID=158134#post158134' schrieb:viel mehr anderes als die PO vorgibt bis hin zum vollkommen "un"verwitterten GG.




So, und da beginnt mein Rätselraten:

wie erarbeitest Du Deinem Hund die Differenzierung zwischen " Gg neu " ( vermutl. direkt aus der Tüte ) und Gg, der möglicherweise schon zufällig auf der Fährte liegt oder vom Wind in der Liegezeit dorthin verfrachtet wurde ?


@ Carmen

einerseits schon klar, aber die zeitliche Vorgabe der Po ( 30 Min. ) hat ja wohl einen fachlichen Hintergrund



Und allgemein: es kann doch nicht sein, dass der einweisende Richter, Fährtenleger und Prüfungsleiter sich nicht um die PO scheren, wir aber die Punkte gezogen bekommen, weil der Hund ne Körperlänge über den Winkel ist

Da muss doch was daran zu ändern sein. :jedi:



Lösungsansatz: vor längerer Zeit ( in einem anderen Forum ) wurde von Ottomar ein Fährtenlegerpass - mit entsprechender Schulung -

zur Diskussion gestellt. Könnte man doch für entsprechende Veranstaltungen verpflichtend machen.

Ich weis allerdings nicht, ob die Sache im Sande verlaufen ist.
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#22
Colonia,'index.php?page=Thread&postID=158140#post158140' schrieb:
Anja,'index.php?page=Thread&postID=158134#post158134' schrieb:viel mehr anderes als die PO vorgibt bis hin zum vollkommen "un"verwitterten GG.




So, und da beginnt mein Rätselraten:

wie erarbeitest Du Deinem Hund die Differenzierung zwischen " Gg neu " ( vermutl. direkt aus der Tüte ) und Gg, der möglicherweise schon zufällig auf der Fährte liegt oder vom Wind in der Liegezeit dorthin verfrachtet wurde ?

Ich habe für mich immer festgestellt - aber auch nie besonders geübt, dass der Hund wohl nicht unterscheidet: "verwitterter GG" = der ist vom Fährtenleger.
Somit identifiziert der Hund auf der Fährte nicht dessen Eigengeruch und differenziert dann die zugehörigen GG.

Sondern eigentlich lernt der Hund bei unserer Sportfährte nur "da liegt was" - mehr doch eigentlich nicht. Wenn Dinge einfach nur im Gelände rumliegen, dann habe ich immer in der Praxis festgestellt, dass kein Hund - egal welches Ausbildungsalter - diese als GG identifiziert. Ich habe es mir immer erklärt, dass Falsch-Sachen im Gelände mit der Zeit den Geruch des Geländes annehmen.

Nach meiner Vorstellung lernt und sucht der H also bei der Fährte das Anzeigen von allem was "anders" bzw. "frisch" riecht - aber ob ganz neu oder 30min alt, dass können unsere Sporthunde m.E. nicht differenzieren.

Es gab im letzten Jahrhundert mal eine interessante Studie mit Sport- und Diensthunden, wo explizit ausprobiert wurde, ob Hunde auf einer Fährte A die Gegenstände von FL B differenzieren usw.
Das Ergebnis war, dass diese Hunde alles verwiesen haben, aber eben nicht den Fährtengeruch vom GG-Geruch differenzieren konnten. Wohl gemerkt wurden die Hunde darauf auch nicht vorher trainiert und damals gab es auch keine Maintrailling-Ausbildung. Trotz allem fand ich diese Versuche interessant. Habe sie im kleinen Masstab auch mit einigen Hunden nachgestellt und ebenso keine Zuordnung der GG erreicht.

VG
Anja
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#23
Colonia,'index.php?page=Thread&postID=158140#post158140' schrieb:wie erarbeitest Du Deinem Hund die Differenzierung zwischen " Gg neu " ( vermutl. direkt aus der Tüte ) und Gg, der möglicherweise schon zufällig auf der Fährte liegt oder vom Wind in der Liegezeit dorthin verfrachtet wurde ?

Das würde ich mich nie bemühen meinem Hund beizubringen, wozu - die Gefahr daß ein riechender GS vom Wind oder sonstwie genau auf meine Fährte fällt, ist wohl verschwindend gering. Und herumliegenden Müll (dazu zählen alte GS) haben meine Hunde ganz ohne besonderes Training noch nie verwiesen.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#24
Anja,'index.php?page=Thread&postID=158146#post158146' schrieb:Sondern eigentlich lernt der Hund bei unserer Sportfährte nur "da liegt was" - mehr doch eigentlich nicht. Wenn Dinge einfach nur im Gelände rumliegen, dann habe ich immer in der Praxis festgestellt, dass kein Hund - egal welches Ausbildungsalter - diese als GG identifiziert.
Hallo Anja,

ich bin jetzt mal hartnäckig: wenn Deine Annahme richtig ist, welche Bewandtnis haben dann die weiter oben angeführten Vorgaben zu FH 1/2 und wie deckt sich diese These dann mit dem häufiger erwähnten Überlaufen von " Tütengegenständen " ?

Offensichtlich fehlt diesen Gg doch ein Merkmal, nach dem der Hund ausbildungstechnisch gearbeitet wurde.

" Da liegt was " ist dann wohl nicht das Kriterium. :hae
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#25
hm meine bescheidene Meinung dazu:

Wir legen für den Hund ja ne Spur als Fährte (dies lernt der Hund ja von Jung auf) und auf dieser Spur liegt dann ein GS. Ich glaube, dass die Hunde ein BILD abrufen in unserem IPO Sport. Deshalb denke ich, dass GG-Arbeit und dessen Fehler in der Ausbildung zu suchen sind. Mein Derry hat mir nie Probleme an den Gegenständen gemacht sondern immer sauber verwiesen, zumindest nachdem er durchgearbeitet war. Wenn ich etwas "schludrig" war, konnte es mal passieren, dass GS überlaufen wurden. Ausnahmen bestätigen ja die Regel.

Meiner Britte habe ich ebenfalls GS so beigebracht, dass auf meiner SPUR (oder von einem anderen Fährtenleger) GS liegen. Erarbeitet habe ich mir das mit einigen GS-Fährten. Außerdem bestätige ich IMMER! am GS und zwar aus der Hand, damit der Hund auch liegen bleibt und nicht aufsteht.

Angelika
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#26
Also, um die Verwirrung mal zu erhöhen, fasse ich mal zusammen, was ich den Beiträgen und der Po entnommen habe:



- die Po gibt verwitterte Gg mit 30 Min. vor

- einige sagen, ist Sache der Ausbildung, Hund verweist Gg auf Fährte unabhängig vom Geruch, weil Gg liegen immer auf der Fährte

Was ist dann mit " Fremd-Gg " auch Müll genannt, aber in Art oder Form IPO-Gg nahe kommend

- Aussage für Fortgeschrittene, Differenzierung ist völlig überflüssig und sinnlos, so was muss man nicht üben

Was arbeitet der Hund dann überhaupt ?




Wie deckt sich das dann mit der ebenfalls erwähnten Ausfallquote auf Prüfungen bei Gg aus der Tüte ?

Sie sind kein Müll, sehen aus wie IPO-Gg und werden nicht verwiesen.



Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Vielleicht ist das ja mal fachlich fundiert aufklärbar.
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#27
Colonia,'index.php?page=Thread&postID=158160#post158160' schrieb:Wie deckt sich das dann mit der ebenfalls erwähnten Ausfallquote auf Prüfungen bei Gg aus der Tüte ?

Sie sind kein Müll, sehen aus wie IPO-Gg und werden nicht verwiesen.

Ich bin der Meinung, daß Hunde, die GS frisch aus der Tüte nicht verweisen, solche GS eben nicht kennen und im Training stets verwitterte GS vorgesetzt bekommen.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#28
Hallo Burkhard,

- Aussage für Fortgeschrittene, Differenzierung ist völlig überflüssig und sinnlos, so was muss man nicht üben
Was arbeitet der Hund dann überhaupt ?
Wie deckt sich das dann mit der ebenfalls erwähnten Ausfallquote auf Prüfungen bei Gg aus der Tüte ?
Sie sind kein Müll, sehen aus wie IPO-Gg und werden nicht verwiesen.


ich hab´ mir in der Tat noch nie über die Verwitterung der GG großartig Gedanken gemacht. Nehme immer mal wieder ganz Neue aus der Tüte, ganz Fremde oder auch ´mal ganz was Anderes; bis auf kleine Unsicherheiten an den GG - und dies allerdings nur, wenn schon vorher auf der Fährte "Unstimmigkeiten" auftraten - noch nie Probleme gehabt.

Vielleicht liegt es an der grundsätzlichen Einstellung des Hundes zu den GG = korrekte/fehlerhafte GG-Arbeit von Anfang an?

LG
Carmen
http://www.quincys-home.de
+++ aufstehen, Krone richten, weitergehen +++
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#29
Hallo Carmen, damit Du weißt, worauf ich hinaus will:

- der Hund kennt IPO-Gg und verweist korrekt. Nun liegt auf einmal ein Stück Plastik, Korken ( in IPO-Größe ), oder was auch immer in unserer Kulturlandschaft so durch die Gegend fliegt, durch Zufall auf der Fährte und der Hund macht einen Fehlverweis Also muss ich korrigieren. Ist ja kein Problem, er lernt zu differenzieren, analog zu PO:mit menschlicher Witterung gut verwitterte Gg.

Gefahr: Tüten - Gg werden dann oft n i c h t verwiesen, da das Merkmal der Verwitterung fehlt.

Jetzt kommen die anderen und sagen: gar kein Problem, mein Hund verweist auch " Tüten - Gg. Dann müsst er aber auch " Müll " verweisen.

Und ich stolpere über die Aussage von so einigen, dass der Hund auf Prüfungen öfter Probleme mit den " Tüten - Gg " habe.

Das deutet, meiner Meinung nach, eben auf die PO - gemäß erlernte Differenzierung hin und man muss das Differenzieren ausbilden.

Ich will das nur verstehen !
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#30
Colonia,'index.php?page=Thread&postID=158176#post158176' schrieb:Gefahr: Tüten - Gg werden dann oft n i c h t verwiesen, da das Merkmal der Verwitterung fehlt.

Jetzt kommen die anderen und sagen: gar kein Problem, mein Hund verweist auch " Tüten - Gg. Dann müsst er aber auch " Müll " verweisen.

Der Fehler in meinen Augen (und eigentlich hatte Anja das bereits erklärt) ist: Müll auf der Fährte, oder uralte GS die zufällig genau auf meiner frischen Fährte liegen, nehmen den Geruch der Umgebung an. Haben also keinen großartigen Eigengeruch.

Tütengegenständen fehlt zwar evtl. die menschl. Verwitterung, aber sie riechen immer definitiv anders als der Fährtenuntergrund.

Und deswegen verweisen Hunde Tütengegenstände (zumindest wenn sie diese frischen GS auch mal kennen gelernt haben), aber der Müll auf der Fährte wird liegen gelassen.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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