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- frank11 - 18-11-2011

Maik: Wieso nur wird immer wieder Hundesport von Hundeerziehung getrennt?

Hallo Maik,
ganz einfach weil es im Sport um Punkte geht und in der Erziehung eines so genannten Familienhundes um ein ordentliches Verhalten innerhalb der Familie, Haus etc. Hier geht es nicht um eine korrekte Unterordnung.
Unser Labrador hat eine super Erziehung, da kann die Wurst oder sonst was auf dem Tisch liegen wenn sie alleine ist.
Aber mit ihr gewinnst du keinen Blumentopf zu einer Punkteprüfung.
Oder ein anderes Beispiel: Geh mal mit einen normalen Sporthund zu so einen -Wesenstest-, ich würde es nicht machen.
Ich möchte nicht wissen wie viel Hunde den Test versemmeln.
Es wird in den kommenden Jahren unser Problem sein den SchH- Sport so zu verkaufen, daß es den Kritikern so gefällt um damit zu leben.
Gruß Frank


- Walter Schmidt - 18-11-2011

frank11,'index.php?page=Thread&postID=124958#post124958' schrieb:Unser Labrador hat eine super Erziehung, da kann die Wurst oder sonst was auf dem Tisch liegen wenn sie alleine ist.
Aber mit ihr gewinnst du keinen Blumentopf zu einer Punkteprüfung.
Oder ein anderes Beispiel: Geh mal mit einen normalen Sporthund zu so einen -Wesenstest-, ich würde es nicht machen.
Puh! Das würde im Umkehrschluss bedeuten: Ein Sporthund liefert zwar Punkte, aber er ist schlecht erzogen.

Servus Walter


- M. Lorenz - 18-11-2011

@G. Fasel
Ich sehe, wir beide verstehen uns. Big Grin

@Heinz
Du hast einen interessanten Punkt angeschnitten.
1. Sind sportliche Ausbildung inkl. Vorführung und Alltagstauglichkeit der Ausbildung wirklich nicht zu trennen?
2. Oder müssen sie strikt getrennt werden?
3. Oder gibt es einen Mittelweg?

1. Ein "Platz" hat schnell und zuverlässig zu erfolgen. Bestes Beispiel hierbei das Vorraus im Sport (trotz trieblicher Hochstimmung in Erwartung des zu findenden Bringsels) und das Platz als Notbremse bei einem jagenden Hund, um ihn wieder unter Kontrolle zu bringen und ansprechbar zu machen (auch trotz hoher Reizlage). Augenscheinlich ein Beispiel für untrennbar.

2. Beim Platz im freien Gelände ist es mir völlig egal, ja sogar lieber, wenn der Hund zusammensackt, als ob er erwarte, dass der Himmel über ihm zusammenbricht. Anderenfalls kommt das dazu, was G. Fasel angesprochen hat mit der höheren Wertigkeit. Beim Platz nach dem Voraus soll der Hund um Gottes Willen ja kein Meideverhalten oder entsprechende Zeichen zeigen, damit die Übung nicht gleich von vornherein abgewertet wird. Muß man also doch trennen?

3. Gleiches Kommando, gleiche Ausführung in der Exaktheit, aber unterschiedliche Stimmungen des Hundes sind wohl doch nur über einen Mittelweg und differenzierte Ausbildung möglich. (die Dosis der negativen Einwirkungen z.B.) Dieser Mittelweg ist allerdings eine absolute Grauzone, für jeden Hundehalter anders definiert in der Wertigkeit der beiden scheinbar gleichen und doch sehr unterschiedlichen Übungen. Genauso grau definieren Hundehalter Zwänge, Absicherung etc.

Dieser Mittelweg ist auch dafür verantwortlich, dass man immer wieder Sachen hört wie "Zwänge gegen Jagen - ja, aber für den Sport - nein". Für mich sind das keine Mittelwege sondern faule Kompromisse.


- dberensmann - 18-11-2011

@ maik, ......TOP! das macht alles sinn für mich. :appl:


- Joy82 - 18-11-2011

Walter Schmidt,'index.php?page=Thread&postID=124959#post124959' schrieb:
frank11,'index.php?page=Thread&postID=124958#post124958' schrieb:Unser Labrador hat eine super Erziehung, da kann die Wurst oder sonst was auf dem Tisch liegen wenn sie alleine ist.
Aber mit ihr gewinnst du keinen Blumentopf zu einer Punkteprüfung.
Oder ein anderes Beispiel: Geh mal mit einen normalen Sporthund zu so einen -Wesenstest-, ich würde es nicht machen.
Puh! Das würde im Umkehrschluss bedeuten: Ein Sporthund liefert zwar Punkte, aber er ist schlecht erzogen.

Servus Walter
Sorry ich seh sie oft genug, die die aufm Platz göttlich laufen und sich draussen aufführen wie Rotz am Ärmel :klo:

Jedes ist halt ein "Ding" für sich und sollte auch unterschiedlich angegangen werden


- M. Lorenz - 18-11-2011

frank11,'index.php?page=Thread&postID=124958#post124958' schrieb:ganz einfach weil es im Sport um Punkte geht und in der Erziehung eines so genannten Familienhundes um ein ordentliches Verhalten innerhalb der Familie, Haus etc. Hier geht es nicht um eine korrekte Unterordnung.
Unser Labrador hat eine super Erziehung, da kann die Wurst oder sonst was auf dem Tisch liegen wenn sie alleine ist.
Aber mit ihr gewinnst du keinen Blumentopf zu einer Punkteprüfung.
ganz einfach... offensichtlich weiß der Hund, dass er die Wurst liegen zu lassen hat. Wie eine korrekte Prüfung abläuft, weiß er offensichtlich nicht. Das liegt ganz sicher nicht am Hund.
Wenn Dir das ausreicht, so ist es Deine Angelegenheit und keiner hat das Recht Dir dadurch Inkonsequenz oder Faulheit vorzuwerfen.


- Joy82 - 18-11-2011

M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=124960#post124960' schrieb:Dieser Mittelweg ist auch dafür verantwortlich, dass man immer wieder Sachen hört wie "Zwänge gegen Jagen - ja, aber für den Sport - nein". Für mich sind das keine Mittelwege sondern faule Kompromisse.
Ich denke eher das liegt daran das Sport einfach ne Freizeitbeschäftigung ist
Ein jagender Hund dagegen ne Gefahr für sich selber und andere


- frank11 - 18-11-2011

Walter Schmidt,'index.php?page=Thread&postID=124959#post124959' schrieb:
frank11,'index.php?page=Thread&postID=124958#post124958' schrieb:Unser Labrador hat eine super Erziehung, da kann die Wurst oder sonst was auf dem Tisch liegen wenn sie alleine ist.
Aber mit ihr gewinnst du keinen Blumentopf zu einer Punkteprüfung.
Oder ein anderes Beispiel: Geh mal mit einen normalen Sporthund zu so einen -Wesenstest-, ich würde es nicht machen.
Puh! Das würde im Umkehrschluss bedeuten: Ein Sporthund liefert zwar Punkte, aber er ist schlecht erzogen.

Servus Walter
Walter, lesen mußt du schon selbst, vorallem richtig lesen,nicht das eine mit dem anderen verwechseln und dazu reimen bringt auch nichts.
Gruß Frank


- M. Lorenz - 18-11-2011

Ach Joy, :nope:
unterstellst Du somit, dass Hundesport so eine Art Spassgesellschaftsspiel ist, um von den bösen Dingen des Alltags abzulenken, ohne Verpflichtungen, Aufgaben, selbst gestelltem und auch von außen aufgelegtem Erfolgsdruck? Volkssport im weiteren Sinne.
Offensichtlich verkennst Du dabei, dass die Polizeihundbewegung, aus der der moderne Hundesport entstanden ist, eine andere Priorität hatte.
Was ist schlimm daran, es wie folgt zu sehen?:
Mann/Frau kauft sich einen Hund, geht mit ihm auf den Hundeplatz, um ihn zu erziehen/auszubilden. Als der Hund die erforderliche Reife hat, legt er/sie eine offizielle Prüfung ab, um es offiziell bestätigt zu bekommen, dass man gute Arbeit geleistet hat. Aber der Nebenmann war an diesem Tag sogar noch besser anzuschauen. Außerdem hat Hundi das Sitz versemmelt, ist einfach nachgetrippelt und in der Freifolge auch noch zum abliegenden Hund hingerannt. Also -> weiter arbeiten, um besser zu werden. ->->-> Irgendwann mißt man sich (weil Spaß an der Sache und entsprechenden Ehrgeiz) über Ländergrenzen hinaus mit anderen Hundehaltern. Wer ist hierbei das Ei und wer die Henne? Ausbildung zur Alttagstauglichkeit oder Sport?


- frank11 - 18-11-2011

M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=124963#post124963' schrieb:
frank11,'index.php?page=Thread&postID=124958#post124958' schrieb:ganz einfach weil es im Sport um Punkte geht und in der Erziehung eines so genannten Familienhundes um ein ordentliches Verhalten innerhalb der Familie, Haus etc. Hier geht es nicht um eine korrekte Unterordnung.
Unser Labrador hat eine super Erziehung, da kann die Wurst oder sonst was auf dem Tisch liegen wenn sie alleine ist.
Aber mit ihr gewinnst du keinen Blumentopf zu einer Punkteprüfung.
ganz einfach... offensichtlich weiß der Hund, dass er die Wurst liegen zu lassen hat. Wie eine korrekte Prüfung abläuft, weiß er offensichtlich nicht. Das liegt ganz sicher nicht am Hund.
Wenn Dir das ausreicht, so ist es Deine Angelegenheit und keiner hat das Recht Dir dadurch Inkonsequenz oder Faulheit vorzuwerfen.
Maik es handelt sich um eine Labradorhündin die ich gemeinsam mit unseren Sohn speziell für die Wohnungshaltung ausgesucht habe. Sie ist sehr ruhig, gut erzogen eigentlich der optimale Familienhund, sie macht Sitz,Platz etc.
Meine Frau und Sohn gehen mit ihr dreimal am Tag spazieren und sie wird von ihnen beschäftigt. Der Sohn wünscht unsere Ausbildung nicht, warum muß bzw. soll er sie nach Prüfungsablauf ausbilden?
Hundeerziehung ist für mich, daß sich ein Hund im Zusammenleben mit seinen Mitmenschen so verhält, damit es stressfrei für alle ist, ohne Gefahr für sich und andere.
Im Hundesport finde ich achtet man etwas anders darauf.Da will ich schon,daß sich der Hund schnell setzt, Platz macht, korrekt Fuß geht usw.Das finde ich hat was mit Ausbildung zu tun und nicht mit Erziehung. Es kommt halt immer auf die Ambitionen an die jeder einzelne Sportfreund mitbringt-- es will nicht jeder auf die BSP.