![]() |
|
Moderner Aufbau Schutzdienst - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Working Dogs (https://www.leistungshundeforum.de/forum-6.html) +--- Forum: Ausbildung (https://www.leistungshundeforum.de/forum-34.html) +--- Thema: Moderner Aufbau Schutzdienst (/thread-16404.html) |
- Steffi Broderius - 31-03-2018 Bine, habe einen ähnlich gelagerten Junghund, der von Welpen an, fremden gegenüber distanziert ist, er mag sie nicht...könnte man meinen. In meinem dunstkreis bleibt er neutral... sonst ist er generell umweltneutral. Bei ihm überlege ich noch, welchen Weg wir im SD gehen.... er ist jetzt fast 9 Monate. - ma-re-sa - 31-03-2018 Helfertreiben macht die Hunde nicht scharf, sondern stark im Sinne von selbstbewusst. Hunde, die die Nähe von anderen sich normal verhaltenden Menschen nicht neutral ertragen können, haben ein mentales Defizit, vielleicht fühlen sie sich ständig latent bedroht, was auch an mangelndem Selbstbewusstsein liegen kann. Helfertreiben setzt für den Hund immer von normal sich verhaltenen Personen deutlich unterscheidbare Reize. Dazu entsteht durch die Gesamtumstände (Platz, Gegenstände, Helferausrüstung, Hetzgeschirr, Verhalten des HF) ein Bild, was nicht zu verwechseln ist. Trotzdem gilt natürlich, wenn man mit einer Methode keine Erfahrung hat und sich nicht wohlfühlt, sollte man es lassen, wenn man keinen Fachmann dabei hat. - Bine DSH - 31-03-2018 ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=183957#post183957 schrieb:Helfertreiben macht die Hunde nicht scharf, sondern stark Also Digit ist durchaus neutral - er ignoriert Menschen. Problematisch wird es, wenn sie ihn anfassen wollen oder mir unvermittelt zu nahe kommen. Er reagiert auch sehr auf meine Stimmungen. Wenn ich unsicher oder ärgerlich bin zum Beispiel, dann wird er unruhig und sucht den Auslöser dafür. Das wollte ich nun wirklich nicht fördern und da ich aus Erfahrung weiß, wie schnell was in die Hosen gehen kann, woran man dann ewig und drei Tage wieder rumkaspert, hätte ich für sowas wirklich jemanden gebraucht, der bereits Hunde auf diese Weise aufgebaut hat. Den hatte ich aber nicht. Mal schauen, wie es jetzt wird, aber eigentlich bin ich mit seinem SD sehr zufrieden, er hat Trieb, macht schöne Griffe und ist dabei noch führig. Was will man mehr?! Ich hab halt da "modern" etwas weiter ausgelegt .LG Bine - ma-re-sa - 31-03-2018 Helfertreiben ist nicht unbedingter Bestandteil einer modernen SD Ausbildung. Man kann auch rein beutebezogen modern ausbilden und sehr gute Ergebnisse erzielen. Das Moderne am Helfertreiben ist eher im Unterschied zum „um sein Leben kämpfen müssen und dabei nicht ausweichen können“ der alten Ausbildung begründet. - Bine DSH - 31-03-2018 So würde ich das auch sehen. Ist natürlich meeega spannend jetzt, alles neue Wege, viel probieren, aber ich bin guter Dinge. Auf jeden Fall hoffe ich noch auf viele schöne Beiträge (gern auch kontrovers), damit ich ganz viel "klauen" kann .LG Bine - tinka - 31-03-2018 Weiterhin kommt dazu, wie der Hund dann den Sportarm sieht... Welchen Wert soll der für den Hund haben, welchen Wert hat er wirklich... M.M. nach sollte der Wert des Sportarms unabhängig vom Helfertreiben stattfinden, damit der Hund nicht das Gefühl bekommt, der Ärmel sei ein Teil/Körperteil des Figuranten. Dann wäre man tatsächlich bei einer Zivilarbeit. Der Hund sucht die Auseinandersetzung und geht in den Beschädigungskampf mit konditionierter Anbissfläche, findet vielleicht dann über das Beißen dann Ruhe. Der Hund hätte somit keine Beutemotivation. Das z.b. wäre deutlich kontraproduktiv für den beschriebenen Typen Hund, denn der findet seine Bestätigung rein In der physischen Auseinandersetzung, also Kampf mit Beschädigungsabsicht. Deutlich besser ist es m.M. nach den Sportarm parallel im Spiel zu einem ganz wichtigen Medium werden zu lassen, um den der Hund später mit dem gewonnenen Selbstbewußtsein durch das Helfertreiben mit dem Figuranten streitet. Dabei muss Anfangs die Beute noch nicht mal am Figuranten sein. Der Hund kann dominant auftreten, der Figurant meidet und kommt nicht wieder, der Hund gewinnt anfangs dann kampflos die Beute... Darüber bleibt die Bezte selbst total unbelastet und erhöht sogar noch ihren Wert. So vermeidet man auch Mischmotivationen. Gruß Reinhard - Bine DSH - 31-03-2018 Hallo Reinhard, das klingt wirklich gut. Ich habe ihn mittlerweile recht ordentlich in Beute kanalisiert, aber die Idee, das parallel zu machen, die klingt wirklich gut, das setzt dem ganzen nochmal eins drauf! Danke!! LG Bine - ma-re-sa - 31-03-2018 tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=183964#post183964 schrieb:So vermeidet man auch Mischmotivationen. Man sollte sich mal freimachen von der Vorstellung, dass wir genau wissen, was im Hundekopf so immer vor sich geht. Deshalb ist ja auch die RSV Farbenlehre so daneben. Wir kennen alle, was passieren kann, wenn zwei Hunde mit einem Stöckchen spielen. Mal hat der eine es, dann der andere, mal zerren sie von beiden Seiten dran, mal haben es beide gleichzeitig und machen paralleles Schaulaufen, mal lässt der eine los, damit der andere damit losrennen kann und ein Hetzspiel entstehen kann. Das kann lange so gehen, und auf einmal, man kann es nicht vorher sehen, man kann es sich nicht erklären, wird aus Spaß Ernst. Das Stöckchen fällt dann unbeachtet auf den Boden, und die Hunde fallen übereinander her mit manchmal ernsten Verletzungen. Auch Menschen kennen „aus Spaß wird Ernst“. Wichtig im SD ist, dass der Hund den Helfer als ernsthaften Gegner empfindet, und er die Belastungen als Ansporn zur Intensivierung nehmen kann. Beutemotivation ja, lustiges Spiel nein. Deshalb ja auch im SD Training kein Spiel mit dem HF, denn der Helfer sollte aus Sicht des Hundes ernsthaft sein und wird deshalb womöglich nicht einfach zugucken, man sollte ihn immer im Auge behalten. Hauptsache ist doch, das Bellen ist druckvoll, die Griffe voll und fest, das Bannen intensiv usw.... dann ist das ein guter SD, egal aus welcher Motivation oder Mischmotivation heraus. Ob mit oder ohne Helfertreiben die Ernsthaftigkeit des Helfers gebahnt wird, wenn die Ausbildung dem Hund das Lernen leicht, verständlich und weitgehend zwanglos ermöglicht, ist sie modern. - Bine DSH - 31-03-2018 Für Digit ist es kein Spiel, nie gewesen und ich glaube, das wird es nie sein. Er lebt schon sehr von der Auseinandersetzung. Mittlerweile steht sie aber nicht mehr ganz so im Vordergrund, so, dass die Griffe richtig klasse sind und zwar durchgängig. Anfangs hat er schon durchaus mal überlegt, ob es wirklich unbedingt der Ärmel sein muss... Letzten Endes ist es mir eh egal aus welcher Motivation heraus er arbeitet - das war mit immer egal. Hauptsache, er sticht und wir arbeiten als Team. Das geht über etwas mehr Beute besser und darum fördere ich es. LG Bine - Volpi - 31-03-2018 [/quote]....., wenn die Ausbildung dem Hund das Lernen leicht, verständlich und weitgehend zwanglos ermöglicht, ist sie modern.[/quote] Nein, dann ist sie gut, die Ausbildung! Mir ging modern oder altmodisch schon immer am Arsch vorbei. Aber gut von schlecht zu unterscheiden macht mal richtig Sinn. Und da wir fast alles, was hier als "modern" bezeichnet wird bereits seit etwa zwei Jahrzehnten praktizieren, mal 1:1, mal mit Abwandlungen, kann es irgendwie nicht so richtig modern sein. Entscheidend ist die Einstellung, wie oben im Zitat formuliert! |