Extreme Unruhe

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    • Extreme Unruhe

      Ich weiss nicht mehr weiter.
      Unser Quno ist schon immer ein ziemlich hibbeliger Hund.
      Jetzt ist er gut 5jährig. Statt besser, also etwas ruhiger, wird er immer unruhiger.
      Es fällt ihm immer schwerer sich auch nur ein bischen zusammen zu reißen.
      Er kommt auch nicht zur Ruhe. Er legt sich irgendwo hin, nach paar Minuten steht er auf, geht woanders hin, steht wieder auf, läuft unruhig durchs Haus, legt sich wieder hin.....das geht Stunden so......
      Mittlerweile hat er schon dauernd Magenprobleme.
      Auch wird er immer unmöglicher unseren anderen Rüdens gegenüber, der sein Halbbruder ist. Selbe Mutter, aber ein absolut in sich ruhender Hund.
      Jegliche Versuche ihm Ruhe beizubringen schlägt fehl. Wir haben da schon sovieles versucht.....
      Ich weiss mir keinen Rat mehr.
      Klar.....ich könnte ihn jetzt einfach in einen Zwinger packen, dann hätte ich meine Ruhe. Aber ihm hilft das nicht. Alle die ich bisher um Hilfe gebeten habe, schieben es auf seine Ahnen.....
      Mittlerweile denke ich schon darüber nach, ihm mal einen Kastrachip setzten zu lassen, um zu gucken, ob er dann etwas ruhiger wird.
      Habt ihr Tipps?
      Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


    • Quno kommt über
      V: Innotek vom Cap Arkona
      M: Zoja vom Cap Arkona
      Über die Mutter kann es genetisch nicht kommen, denn sein Halbbruder kommt ja auch über Zoja.
      Innotek ist ein Jako Adelegg x Danga Wolfsheim Sohn
      Nein cbd Öl haben wir nicht versucht, da dies ja eher bei Schmerzen angewendet wird
      Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


    • britta_vamos wrote:

      Jako kenne ich persönlich.
      an ihm kann es nicht liegen.
      Ich bin selber auch nicht davon überzeugt, das es genetisch ist. Denn sein Halbbruder ist ja ganz anders.......
      Das diese Hunde arbeiten wollen.....war mir klar. Werden sie ja auch.
      Aber Quno ist ja auch im Hundesport fast nicht mehr händelbar.
      Ich habe schon etliche Hunde gehabt, aber sowas wie er, habe ich noch nirgends erlebt. Nicht bei meinen eigenen, aber auch bei keinem anderen.

      Er war als Welpe schon sehr heftig, jetzt als Erwachsener ist er unmöglich.
      Er ist nicht der stärkste, und selbsbewusstete.......im Grunde eigentlich ein herzensguter Hund, dem seine Hibbeligkeit aber dauernd selber im Wege steht. Er schäumt immer regelrecht über......
      Diese extreme Unruhe, das "nicht runter kommen können" und sich mal paar Sekunden gedulden können, ist ja auch gesundheitlich nicht ohne. Sein Magen reagiert ja schon.......
      Und dann kommen von so manchen Hundler so Tipps wie.....den musste einfach mal richtig parat machen.
      Nur.......auf Stress reagiert er mit Durchfall und Kotzerei......und Stress hat er ja irgendwie immer.
      Man kann doch Stress und Nervösität nicht mit "parat machen" regeln!
      Stress x Stress ergibt doch nicht RUHE!
      Ich möchte ihn auch ungern medikamentös ruhigstellen
      Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


    • DenniK wrote:

      Habt ihr gesundheitliche Probleme wie z.B. Schmerzen, Flöhe, Juckreiz oder anderes ausgeschlossen?
      Ja, er ist komplett durchgeröngt und pumperlgesund.
      Juckreiz, Flöhe.....warum kommst du dadrauf? Er juckt sich ja nicht, er beist sich auch nirgends.
      Schmerzen hat er auch keine, er schäumt ja dauernd über.....
      Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


    • Ich könnte mir vorstellen, dass man dieses „Schrauben“ wahrscheinlich darüber verstärkt hat, dass er in diesem Erregungszustand auch in die Arbeit gekommen ist.

      Und das potenziert sich jetzt. Je mehr Du versuchst ihn runterzufahren, desto mehr kommt er in Frust, weil er seine Energie nicht mehr los wird. Und über den Frust schraubt der jetzt... und auch hier wird er dann wahrscheinlich auch noch mal variabel bestärkt, in dem man ihm Aktivität gibt.

      Wenn es keinen Gesundheitswert gibt, dem das zuzuordnen ist, dann ist das eine Klassische Konditionierung. Der Hund kann nicht anders...

      Ich würde mich mal mit dem Thema Konditionierte Entspannung auseinander setzen, da gibt es ja einiges auf dem Markt, und den Hund dort vielleicht mal vorstellen.

      Du fährtest ja auch viel, wie zeigt er sich denn da? Hast sich der Hund dort mehr im Griff? Wenn ja, wie ritualisierst Du das? Läßt sich davon was auf den Alltag übertragen?

      Das wäre etwas, wie ich da ran gehen würde.

      Gruß Reinhard
      Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
    • Also erst mal zur Genetik, und dass "über" diesen oder jenen Hund "nix kommen kann"... Sogar Vollgeschwister könnten theoretisch ein zu 100% unterschiedliches Erbgut besitzen (abgesehen von den Erbinformationen, die über die maternalen Mitochondrien weiter gegeben werden). Gendefekte, die zu allen möglichen Organerkrankungen etc. führen können, werden häufig über die allgemein bekannten mendelschen Erbgänge vererbt. Sprich ein Individuum kann so einen Defekt tragen, ein Bruder oder eine Schwester kann völlig frei davon sein. Und viele Gendefekte machen sich phänotypisch erst dann bemerkbar wenn ein Individuum die betreffenden Gene von beiden Elternteilen vererbt bekommen hat.

      Zur hier geschilderten Problematik: Ich würde mir Rat bei Esther Schalke holen. Beim Menschen gibt es ähnlicher Krankheitsbilder, bei denen im allgemeinen Probleme in irgend einem Hormonstoffwechsel vorliegen. Und die sich im Laufe der Zeit verschlimmern, weil andere Hormonabläufe im Organismus darauf reagieren und das dann ein Teufelskreis wird. Manchmal sind Tumore verantwortlich für das jeweilige Hormon-Ungleichgewicht. Es können aber auch andere Ursachen vorliegen, verschiedene Organe betreffend. Ich denke mal Ester ist die Fachtierärztin für Verhalten, die zusätzlich am besten auf die "Gebrauchshund-Mentalität" mit eingehen kann. Und natürlich auch andere mögliche Ursachen mit abklären könnte (bzw. Ratschläge geben könnte was diesbezüglich alles abgecheckt werden sollte).
      "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

      Mark Twain
    • Also in der Fährte ist er ganz ok. Die Punkte, die da verloren gehen, oder nicht erarbeitet werden, sind zu allermeist seiner Hektik zuzuschreiben. Er fährtet sehr intensiv, in einem Tempo, was ok ist. Nicht zu schnell, aber auch nicht langsam. Da passe ich die Geschwindigkeit dem Naturell des Hundes an.
      Kritisch wird es, wenn er mal einen Winkel nicht direkt findet......dann wird er panisch, lässt sich aber relativ regeln.
      Er wird eigentlich von meinem Freund geführt.
      Um zu gucken, ob er sich umkonditionieren lässt, habe ich ihn für eine längere Zeit gearbeitet, und daheim mache ich fast alles mit den Hunden......
      Quno dreht hoch. Egal ob UO auf dem Hupla, auf dem Feldweg, oder im Wohnzimmer.
      Schudi......ist er extrem Mitteilungsfreudig....
      Man kann sich mittlerweile nicht mal mehr fürs Gassi anziehen. Früher freute er sich, und wartete dann bis man losging. Das hatte ich gut kontrollieren können. Dann wurde es langsam immer unruhiger.
      Jetzt bellt er, rennt umher, springt hoch......man kann ihm fast kein Halsband mehr anziehen.....Kontrollieren kann man ihn dabei überhaupt nicht mehr. Er geht stark ins meiden, um Sekunden später noch schlimmer weiter zu machen.
      An ein Hormonproblem hab ich auch scvon gedacht.
      Er tut einem ecvt leid.....man merkt ihm ja an, das er selber damit kämpft.
      Unsere Hundephysio sagt auch immer, das er immer voll auf Spannung ist. Dadurch ist ja sein Verletztungsrisiko auch höher.....
      Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


    • Wenn er früher warten konnte, wenn’s zum Gassi geht, und jetzt nicht mehr, dann kommt das genau in die Richtung, die ich gemeint habe.

      Sowas kommt eben nicht von einem Tag zum anderen, sondern potenziert sich über variable Bestätigung langsam, aber am Ende dann sehr beständig. Anstatt bei seiner Linie zu bleiben, es geht erst los, wenn der Hund sich weiterhin zurück nimmt, geht man doch mal los, wenn der Hund eben nicht mehr wartet. Kennt jeder doch am Beispiel, wenn es zum Platz geht. Fängt ganz klein mit piepen an und endet beim jaulen... weil man ja immer trotzdem zum Platz fährt anstatt wieder umzudrehen.

      Du scheinst ja einen Zugang in der Fährte zu ihm zu haben, auch in Momenten, wo er seine Impulskontrolle verliert. Daher meine Frage...

      Ich denke, dass Du dort selbst Sicherheit in Deinem Tun und Handeln hast und über Deine Souveränität darüber Zugang zu ihm hast. Und in den anderen von Dir geschilderten Situation eben selbst verunsichert bist, wie Du handeln solltest. Und das merkt der Butschi auch...

      Versuche etwas aus der Fährte mitzunehmen dahingehend, dass Du ihn emotional lenken kannst.

      Einstellung gegen zu konditionieren, das ist eine echte Aufgabe und bedeutet viel Geduld und Konsequenz.

      Viel Erfolg Reinhard
      Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
    • Unsere Hündin ist ja auch ein eher unruhiger Hund, allerdings ist sie im Haus schon sehr chillig und dreht erst auf wenn sie merkt es geht raus =O

      Wir haben ja keine IPG Hunde, aber sie macht mehrmals in der Woche Agility und UO, was aber bei ihr definitiv wichtig ist, ist die körperliche Auslastung, ohne Radfahren geht bei uns gar nix
      Petra & mit Frodo vom Kapbusch & den Mädels Donna und Fieby von der Eifgenburg
    • Ein Hund weiß nicht, ob er nun ein IPG Hund, ein DH, ein Agility oder Mondiohund ist, nur um ein paar Beispiele für Aufgaben zu nennen. Aber hinter allen stehen die Eigenschaften für Arbeitshunde. Und alle Hunde lernen gleich, egal nun, für welchen Aufgabenbereich sie gezüchtet oder angeschafft worden sind. Und manchmal unterschätzt man einfach bestimmte Eigenschaften wie Ausdauer und Durchsetzungsvermögen, etwas, was ja einen Arbeitshund auch ausmacht, etwas, was züchterisch ja auch angestrebt wird.

      Und bei einigen Hunden bewegt man sich da auf einem schmalen Grat, wenn man den Typ Hund nicht richtig einschätzt. „Das regeln wie später“ klappt dann einfach nicht mehr so...
      Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
    • Antje wrote:

      Ich würde mir Rat bei Esther Schalke holen. Beim Menschen gibt es ähnlicher Krankheitsbilder, bei denen im allgemeinen Probleme in irgend einem Hormonstoffwechsel vorliegen. Und die sich im Laufe der Zeit verschlimmern, weil andere Hormonabläufe im Organismus darauf reagieren und das dann ein Teufelskreis wird. Manchmal sind Tumore verantwortlich für das jeweilige Hormon-
      Ich würde auch eher in diese Richtung denken und nicht in Richtung erlerntes verhalten. dazu erscheint der Verlauf etwas extrem.
      Auf Grund eigener gemachter Erfahrungen mit einem Hund habe ich bei der Krankheitsschilderung ein ungutes Gefühl und würde persönlich - neben der empfohlenen TA , auch einen guten Neurologen kontaktieren.
      Ich möchte nicht die Pferde scheu machen, aber ...... ich sehe Handlungsbedarf.
      Viel Glück
      Hundesportliche Grüße

      Burkhard
    • Es ist ja nicht so, das wir dem ganzen tatenlos zusehen, bzw es hingenommen haben.
      Grundsätzlich suche ich bei allen 'Fehlern' die der Hund macht den Grund bei mir. So denke ich schon immer.......
      Bei Quno zeigte sich im Laufe der Zeit, das wir nirgends mehr hinkommen, nicht mal Gassi gehen könnten, wenn ich ihn nur anleinen würde, wenn er ruhig ist.
      Wenn ich ihn drinnen einigermaßen ruhig gehalten bekomme, explodiert er draußen regelrecht. Er schreit und bellt......aus purer Freude, das er raus darf. Allerdings findet meine Nachbarschaft das morgens um 4Uhr nicht so toll.
      Wenn ich versuche Ruhe zu bestätigen......dreht er noch höher.....aber ich kann doch dann nicht einfach abbrechen, wenn sie Gassi müssen. Raus müssen sie. Und das ist ja nur eine Situation von hundertem am Tag, wo er überdreht.
      Gott sei Dank einfach so aus purer Freude. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn er grantig dabei wäre.
      Kleines zusatz Beispiel......mein Freund steht von der Couch auf und geht kurz ins Bad, kehrt nach 5 Minuten zurück......da freut sich Quno ein Loch in den Bauch, als wäre sein Herrchen über Stunden weg gewesen.
      Und dabei haben wir noch nie eine Begrüßung nach Abwesenheit gemacht. Wir kommen heim und beachten die Jungs nicht weiter, normal halt......Quno schleppt dann trotzdem alles an Spielzeug an und ist recht laut.......
      Ich werde Frau Schalke mal nächste Woche kontaktieren.
      Jetzt warte ich erstmal auf einen Befund von mir......
      Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


    • Erko wrote:



      Bei Quno zeigte sich im Laufe der Zeit, das wir nirgends mehr hinkommen, nicht mal Gassi gehen könnten, wenn ich ihn nur anleinen würde, wenn er ruhig ist.
      Wenn ich ihn drinnen einigermaßen ruhig gehalten bekomme, explodiert er draußen regelrecht. Er schreit und bellt......aus purer Freude, das er raus darf. Allerdings findet meine Nachbarschaft das morgens um 4Uhr nicht so toll.
      Beim rausgehen haben wir das auch ......da habe ich es aber immer auf "eigene" Schuld geschoben, wir haben keine Nachbarn die es stören könnte, versuche aber draußen schon die Lautstärke in Grenzen zu halten.

      Die Hündin neigt auch zu Schreiattacken vor lauter Freude, wenn wir dann aber unterwegs sind ist es gut.
      Petra & mit Frodo vom Kapbusch & den Mädels Donna und Fieby von der Eifgenburg