Überlegungen zum Futter

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    • Überlegungen zum Futter

      :help:
      Vorweg - bitte keine Grundsatzdiskussionen hinsichtlich Futterarten oder Marken.
      Mein Interesse liegt auf einem anderen Bereich.
      Für einen jungen Hund - aktuell 14 Monate -, der demnächst von Junior auf Adult Futter umgestellt werden soll und mit dem geplant ist, im IGP /FH - Sport ambitioniert zu arbeiten, habe ich drei Futtervarianten zur Auswahl:
      Rohprotein 28% Rohfett 16%
      Rohprotein 24% Rohfett 18%
      Rohprotein 25% Rohfett 14 % - Getreidefrei
      Qual der Wahl ?????? Hat jemand Erfahrungen, Hinweise ?
      Danke für weiterführende Antworten
      Hundesportliche Grüße

      Burkhard
    • Moin,

      ich favorisiere Futtersorten mit relativ hohem Fettgehalt, wenn ich TF füttere. Einige Hunde bauen da im Ausbildungsstress etwas ab, da hilft ein höherer Fettanteil. Getreidefrei hört sich immer gut an, ist aber nur sinnvoll, wenn der Hund da allergische Reaktionen hatte, oder zeigen wird .

      Gruss Andreas



      [img]https://lh3.googleusercontent.com/-PO-hSkFfYjw/UB_8uHcrwQI/AAAAAAAACZo/tPVg2rYnjVo/s288/FB%2520Baner.jpg[/img]
    • Für die meisten Hunde muss bei "normalem" Sportbetrieb der Eiweissgehalt nicht extra erhöht werden, da wäre ich sehr vorsichtig. Ich würde es nur hoch halten im Meisterschaftsmodus oder extremen Belastung auf täglicher Basis ( Diensthunde, Rennen) etc. Daher wäre mir das Futter mit dem höchsten Eiweissgehalt zu hoch, insbesondere wenn der Hund noch nicht gesamt ausgewachsen ist. Wenn ich dann das Gefühl hätte der Hund braucht punktuell eine Unterstützung würde ich einzelne Fütterungen mit Quark und Bierhefe beifüttern
      Vg Anja
    • Wichtiger als die Prozentangaben ist die Qualität des mit der Nahrung verabreichten Proteins und auch der Fettsäuren. Du kannst ein Futter mit hohem Proteingehalt verfüttern, von dem im Organismus nur sehr wenig "ankommt", weil dessen Aminosäurenzusammensetzung für den Aufbau und Erhalt der Muskulatur nur wenig geeignet ist. Und/oder welches nur in geringem Anteil verdaulich ist. Z.B. der in Krallen, Hufhorn und Federn enthaltene Proteinstickstoff ist in den Anbgaben zum Rohproteingehalt mit enthalten. Nützt dem Organismus für den Muskelaufbau/-erhalt aber nix... Während z.B. der in Muskelfleisch enthaltene Proteingehalt eine sehr hohe Verdaulichkeit besitzt und von seiner Aminosäurenzusammensetzung perfekt geeignet ist um den Muskelaufbau/-erhalt zu unterstützen. Sprich Du kannst ein Futter verfüttern mit z.B. 30% Rohproteingehalt, von dem unter'm Strich dem Organismus weniger zugute kommt als bei einem anderen Futter mit z.B. nur 25% Rohproteingehalt.

      Ähnlich ist das mit den Fettsäuren. Ich gehöre auch zu den Hundehaltern die Futtersorten mit höheren Fettgehalten bevorzugen. Allerdings kann ich bei einem gut zusammengesetzen Futter mit niedrigerem Fettgehalt diesen sehr einfach durch die regelmäßige Zugabe eines guten Futteröles ergänzen.

      Ich habe aktuell auch zwei Hunde in diesem Alter (knapp 15 Monate). Bisher habe die an Fefutter ein moderates Aufzuchtfutter erhalten (Josera Youngstar). Aber ich kenne es von allen meinen Hunden dass sie um dieses Alter herum plötzlich deutlich mehr Energie im Futter benötigen. Egal ob sie bis dahin überwiegend mit FeFutter ernährt wurden oder mit Frischfutter. Und bevor ich dann die Futtermenge exorbitant erhöhe greife ich zu einem "hochprozentigem" Leistungsfutter. Gerade mal ist es wieder so weit und eine meier beiden Junghündinnen bräuchte mal 1 bis 2 Sack davon. Dann sehen die Hunde ca. 6 Wochen später eigentlich genau so aus vom Fütterungszustand her wie vorher. Wiegen aber 5 kg mehr (ohne dass man die ihnen irgendwie ansieht). Ca. 2 Wochen später nehmen sie dann sichtlich zu, und dann gibt es wieder das übliche Futter.

      Leider erhalten ich das bisher für diese Zwecke verwendetet Futter in Deutschland nicht mehr, so dass ich gerade mit zwei Leistungssorten eines dt. Herstellers herum experimentiere. Vertragen sie aber leider nicht so gut wie das skandinavische Futter, welches ist dafür gerne verwendet habe. Bei dem hatte ich nie Umstellungsprobleme (obwohl sich die Deklaration "minderwertiger" gelesen hatte als die aktuellen Sorten).
      "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

      Mark Twain

      The post was edited 1 time, last by Antje ().

    • Ich füttere seit gut 20Jahren immer Futter mit 24-25% Rohprotein
      12-14% Rohfett und seit ewigen Zeiten Getreidefrei.
      Ich ziehe damit auch meine Hunde gross.
      Wenn sie mit 8Wochen kommen, bekommen sie maximal 1Sack Futter gefüttert, wie der Züchter es schon hatte. Mit ca 12 Wochen stelle ich dann um auf ein normales Adult.
      So habe ich allerbeste Erfahrung gemacht.
      Dieses Futter langt vollkommen für unsere Hunde.
      28% Rohprotein wäre mir deutlich zuviel.
      Aber jeder sieht es halt anders.
      Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


    • Aus eigener Erfahrung denke ich, man sollte das immer vom Hund abhängig machen. Der eine kommt mit einem Futter mit normalem Energie- , Rohprotein-, und Fettgehalt aus, ein anderer sieht mit dem gleichen Futter wie ein Hungerhaken aus oder braucht die 2-3 fache Ration bei gleicher Aktivität.

      Der Energiegehalt wird v.a. über Rohfett beeinflusst und davon hängt die Leistungsfähigkeit ab.18-20% ist da im oberen Bereich für sehr aktive Hunde oder solche, die eher zu dünn sind.

      Wie steht der Hund denn jetzt im Futter? Wie sehen Energie- und Fettgehalt des Juniorfutters aus? Was wiegt er jetzt und was wird das Endgewicht ca. Sein?

      VG
      vg,
      Annemarie und Denni
    • Toil, schon so viele sachliche Antworten ! :appl:
      So ein Forum kann schon hilfreich sein. Danke allen Schreibern

      Zu der Frage:
      Juniorfutter lamb and rice 26% Protein , 13 % Fett
      Laut TA steht er optimal im Futter, wiegt momentan kanpp 33 kg und hat Stockmaß 69 cm. Endgewicht könnte mit 3 Jahren um die 40 kg liegen ( RSs )
      Vom Typ her sehr triebig, explosiv und wird sowohl im Bereich der IGP /+ FH ausgebildet. Training auf dem Platz 3 x die Woche
      Hundesportliche Grüße

      Burkhard
    • Antje wrote:

      Wichtiger als die Prozentangaben ist die Qualität des mit der Nahrung verabreichten Proteins und auch der Fettsäuren....
      den Aminosäurenschlüssel geben die Hersteller sehr ungern bis gar nicht preis. Ich hatte mal von Royal Canin vor xJahren einen erhalten. Habe ihn aber nicht mehr. Daraus kann die Qualität, sprich Verwertbarkeit des Futters schon sehr gut abgelesen werden.
      Dazu benötigt man allerdings auch wieder entsprechende Kenntnisse, die ich auch nicht habe.
      Bye Uwe J.
    • Colonia wrote:



      Zu der Frage:
      Juniorfutter lamb and rice 26% Protein , 13 % Fett
      Laut TA steht er optimal im Futter, wiegt momentan kanpp 33 kg und hat Stockmaß 69 cm. Endgewicht könnte mit 3 Jahren um die 40 kg liegen ( RSs )
      Vom Typ her sehr triebig, explosiv und wird sowohl im Bereich der IGP /+ FH ausgebildet. Training auf dem Platz 3 x die Woche
      Wenn es meiner wäre, würde ich es erst mal mit einem ähnlichen Protein und Fettgehalt versuchen. Nach 4-6 Wochen sollte zu sehen sein, ob es passt, sprich ob er vom Gewicht und Fell her immer noch gut aussieht, die Leistung nach wie vor stimmt und Kotmenge und Konsistenz passen. Wenn er es dann noch gern frisst...
      Wenn er abbaut, versuche ein Futter mit höherem Rohfettgehalt bei ähnlichem Rohproteingehalt.
      vg,
      Annemarie und Denni
    • Wenn er das Juniior mit diesen Werten gut vertragen hat und gut ausschaut, würde ich ungefähr auf dem Level bleiben und dann reagieren, ggf. ergänzen eben mit Quark, Bierhefe, oder auch mal Öl.
      Was uns immer betroffen hat: wenn der TA gesagt hat die Hunde schauen gut aus und hätten das "richtige" Gewicht, waren sie im Wintermodus und für die Sporteinheiten in der Saison zu fett.
      Von daher halte ich persönlich nichts von den Einschätzungen der TA.
      Für den Sport, insbesondere beim Springen sollten die Hunde eher etwas trocken sein, denn hier belastet wirklich jedes kg mehr oder weniger.
      VG
      Anja
    • bevor Junior eingezogen ist , habe ich Wochen mit der Suche nach TroFu verbracht. Ich bin letztendlich beim BARF gelandet. Wenn man Zuviel weiß, stört einem auch Zuviel.

      Aber da gibt es eine sehr interessante Schweizer Studie :
      Die schreiben : Um ein Futter sinnvoll zu bewerten, soll das Eiweiss-Energie-Verhätnis geprüft werden.
      ( Gramm verdauliches Protein pro Megajoule verdauliche Energie)
      Ihre Empfehlung :
      Absetzphase bis 2 Mo. : 15g VP/MJ VE
      bis 12 Monate : 12g VP/MJ VE
      Erwachsen : 10g VP/MJ VE

      Leider habe ich die komplette Unterlagen weggeworfen. Aber vielleicht hilft es auch so...
      Die Farbe beißt nicht
    • Uwe Junker wrote:

      Antje wrote:

      Wichtiger als die Prozentangaben ist die Qualität des mit der Nahrung verabreichten Proteins und auch der Fettsäuren....
      den Aminosäurenschlüssel geben die Hersteller sehr ungern bis gar nicht preis. Ich hatte mal von Royal Canin vor xJahren einen erhalten. Habe ihn aber nicht mehr. Daraus kann die Qualität, sprich Verwertbarkeit des Futters schon sehr gut abgelesen werden.Dazu benötigt man allerdings auch wieder entsprechende Kenntnisse, die ich auch nicht habe.
      Zur Beurteilung der Proteinqualität eines Futters benötigt man keine Angaben zur genauen Aminosäuren-Zusammensetzung. Die allein für sich will ich gar nicht haben, denn Proteine können auch synthetisch hergestellt und zugesetzt werden (in China gab es diesbezüglich mal einen ganz großen Skandal in Bezug auf Babynahrung). Einfach auf die Zusammensetzung eines Futters schauen! Wenn ich zwei Sorten mit den selben Proteinangaben habe, aber die eine enthält z.B. 80% Fleisch und kein oder nur wenig Getreide, die andere besteht insges. zu 80% aus Getreide, dann weiß ich dass der Hund a) von den Proteinen aus dem zweiten Futter sehr viel weniger verwerten kann, und b) dass der verwertbare Anteil davon zum Aufbau und zum Erhalt der Muskulatur deutlich schlechter geeignet ist als bei Futter A.

      Helmut Meyer hat in seinem Standartwerk "Ernährung des Hundes" in Bezug auf die Qualität der Futterproteine geschrieben: "Je stärker ein Futterprotein in seiner Zusammensetzung dem jeweils zu bildenden oder zu unterhaltendem Körperprotein gleicht, um so höher ist im allgemeinen seine biologische Wertigkeit. Aus dem Vergleich der Aminosäurengehalte .... kann abgeleitet werden dass z.B. beim wachsenden Hund, der vor allem Muskeleiweiss aufbauen muss, das Fleischeiweiss ein ideales Aminosäurenmiuster bietet und auch der Pansen noch eine günstige Zusammensetzung aufweist. Sojaeiweiss, vor allem aber Maiseiweiss liefert dagegen nicht die zur Muskelbildung benötigten Amminosäuren in der wünschenswerten Relation. Für die Milcheiweißsynthese werden Aminisäuren in anderer Relation als bei der Muskelbildung benötigt, so dass sich eine andere Bewertung der Futtereiweisse ergibt." (Kapitel 4.2 Eiweiß).

      Ich finde das ist eine Aussage, die man sich ganz leicht merken und umsetzen kann: Soll Dein Hund Muskulatur aufbauen oder erhalten, dann gib im ein Futter mit einem höheren Gehalt an Muskelfleisch und Pansen. Während man den Protein-Mehrbedarf einer säugenden Hündin optimal durch die Verabreichung von Milch/Milchprodukten bzw. einem Futter mit entsprechenden Proteinquellen decken kann. Also reicht ein bisschen logischer Menschenverstand, wenn man auf die Zusammensetzung eines Futters schaut. Man muss kein genaues Aminosäuren- Muster aufschlüsseln.
      "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

      Mark Twain
    • Burkhard, bist Du denn unzufrieden mit dem Ernährungsstand oder der Gesundheit oder Leistungsfähigkeit Deines Hundes? Wenn nicht, dann kannst Du auch bei Deinem bisherigen Futter bleiben. Ich habe hier eine 4-Jährige, die immer noch das Futter für die sog. "zweite Wachstumsphase" (also ein Junior-Futter, in meinem Fall Josera Youngstar) erhält. Eine sehr lebhafte Hündin (kein DSH), die von einer Jugendlichen im Agility geführt wird. So lange ich für andere Hunde (Welpen/junge Hunde) diese Sorte im Haus habe wird sie die auch weiter erhalten. Ich würde bei diesem Hund auch bei einem Adultfutter nicht unter die im Youngstar enthaltenen 25% Rohprotein und 13% Rohfett gehen. Umstellen würde ich dann wenn ich bemerke dass ihr der Energiegehalt nicht mehr reicht, oder wenn ich merken würde dass z.B. das Fell nicht mehr optimal ist (es handelt sich um eine Langhaar-Rasse).

      Prinzipiell sind diese Futtersorten "für die zweite Wachstumsphase" ja nichts anderes als wirklich gute Adultfutter. Oder anders ausgedrückt: Viele Adultfutter eignen sich von ihrer Zusammensetzung her auch für die Aufzucht von Welpen ab der 9. Lebenswoche bzw. Junghunde. Manche sind aber von ihrer Qualität her minderwertiger, so dass man sie besser nicht zur Aufzucht verwenden sollte (siehe die Sache mit der Aminisäurenzusammensetzung des Proteins). Wenn man ein sog. "Junior-Futter" verfüttert ist man diesbezüglich auf der sicheren Seite, dass alle Komponenten, die für den Muskel- und Knochenaufbau enthalten sein sollten, auch tatsächlich in dem Futter enthalten sind. Andererseits schadet es aber nicht auch einem erwachsenen Hund (gerade wenn er Leistung erbringen soll) wenn er ein qualitativ hochwertgíges Futter erhält welches den Erhalt seiner Muskulatur und seines Skelettaparates unterstützt.
      "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

      Mark Twain
    • Mit den Inhaltsstoffen eines Fertigfutters ist das ja oft schwierig. Letztens habe ich mir mal im Tierfuttermarkt die Futtersäcke angeschaut. Premium, Getreide-frei, nur eine Proteinquelle... fand ich oft als Kaufsargument. Aber kaum ein Trockenfutter, das nicht Hydrolisat als "Fleisch"-quelle hat. Da ist kein Muskelfleisch drin. Das gab indirekt ein Hersteller auf meine Anfrage zu (ausweichende Antwort ist auch eine Antwort).
    • Es gibt wohl eine Änderung in Bezug auf die Deklaration von Futtermitteln in der EU. Deswegen deklarieren inzwischen viele Hersteller nach und nach das Fleischmehl im Futter unter dem Begriff "Hydrolysat" (die Verpackungen werden ja häufig in sehr großen Mengen bedruckt/eingekauft). Josera hat mir Expertisen zu den von ihnen eingekauften Fleischmehl-Chargen gesendet, nachdem auch sie die Deklaration geändert hatten. Die stimmten mit denen überein, die ich vorher schon mal von denen erhalten hatte (als noch "Geflügelfleischmehl" deklariert worden ist). War das selbe Produkt vom selben Hersteller. Seitdem haben die meisten anderen Hersteller ebenfalls die Deklaration geändert. Ich weiß leider nicht mehr was die genaue Begründung für die Änderung der Deklaration war. Irgend eine EU-Richtlinie oder Bestimmung...
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      Mark Twain
    • Sorry wenn ich nerven sollte, aber ich hab da noch eine Überlegung im Hinterkopf, insbesondere wg. dem Fleischanteil ( hinsichtlich Bemuskelung ).
      Wie beurteilt ihr die Variante
      - morgens Trockenfutter, auch wg. der geringeren Menge
      -abends Flockenmixer un d entsprechender Fleischanteil ( z.B. reine Fleischbüchsen von Qualitätsmarken )
      Sollte doch an sich vom Magen/Darmtrakt her machbar sein, oder täusche ich mich da ?
      Hundesportliche Grüße

      Burkhard