Sinn oder Unsinn des Trainingsverbotes

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  • Hallo, Jens. Nein ich habe nicht die Krematorien in Italien gesehen, aber es sterben jedes Jahr mehr Menschen an normaler Grippe. Ist auch nicht schön, nicht das hier wieder einer was falsches denkt.
    Und auch in diesem Jahr werden wieder ca. 20.000 Menschen an Multiresistenten Krankenhauskeimen sterben, ist genauso schlimm.
    Und wenn eine Ausgangssperre kommt muss man sich halt daran halten, aber vielleicht wäre jetzt auch mal ein toller Zeitpunkt, über unser Gesundheitssystem nach zu denken.
    Die Krankenhäuser stossen an Ihre Kaoazitätsgrenzen, und dennoch halten (hauptsächlich die Konservativen) an der Gewinnmaximierung fest, anstatt zu sagen als erstes muss der Mensch wieder gesund werden.
    Ich glaube das haben noch viele gar nicht begriffen.
    Zwei Worte, die mir im Leben alle Türen öffnen:

    Drücken und Ziehen.
  • Hi Alex, wenn man über bestimmte Gegebenheiten der kritischen Infrastruktur und über strategisch wichtige Ressourcen neu nachdenken und entscheiden würde hätte die gegenwärtige Pandemie wenigstens etwas Positives. Dazu ist aber jetzt nicht die Zeit. Jetzt gilt es einzig und allein die Folgen von Corona so gering als möglich zu halten. Und da geht es um mehr als um den Schutz des Einzelnen, aber gerade deshalb muss jeder Einzelne im Sinne des Gemeinwohls handeln, seinen Beitrag leisten. Klingt vielleicht ein bisschen pathetisch, ist aber meine Überzeugung.

    Beste Grüße,
    Jens
  • Jens, da gebe ich dir auch uneingeschränkt recht, aber wenn jemand Mutterseelenallein auf einer Wiese mit seinem Hund trainiert... tierisch verboten, auf den Scheiterhaufen... kann ja nicht wirklich sein, oder?
    Zwei Worte, die mir im Leben alle Türen öffnen:

    Drücken und Ziehen.
  • Ich finde diese Diskussion echt müssig.
    Die Sportstätten sind geschlossen.
    PUNKT.
    Also hat da niemand was zu suchen.
    FERTIG.

    Was ich viel wichtiger finde ist, wie haltet ihr eure Vereine finanziell am laufen? Da keine Einnahmen da sind, die Kosten aber weiter laufen. Okay, wir haben natürlich weniger Ausgaben, weil nichts eingekauft werden muss, kein Strom und Wasser verbraucht wird. aber Pacht, Grundbesitzabgaben etc..

    Unser Vorsitzender (mein Mann) hat alle darum gebeten, wenn möglich, für jede ausgefallene Trainingsstunde, einen Betrag von X,- Euros zurückzulegen und dies am Ende der Krise dem Kassierer zu übergeben.

    Wie macht ihr das?
    LG
    Nora
  • @Nora
    Wie gross oder bzw wie klein ist euer Verein denn? Da habt ihr aber enorme Pachtkosten zu stemmen.
    Wir sind nur ein kleiner Verein, brauchen uns da aber keine Sorgen machen. Klar, Einnahmen fallen erstmal weg, aber ansonsten hat man doch im Übungsbetrieb genug Einnahmen, das man zwar kein dickes Plus am Ende des Jahres hat......aber auch kein dickes Minus.
    Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


  • deralex1979 wrote:

    Jens, da gebe ich dir auch uneingeschränkt recht, aber wenn jemand Mutterseelenallein auf einer Wiese mit seinem Hund trainiert... tierisch verboten, auf den Scheiterhaufen... kann ja nicht wirklich sein, oder?
    Ja , klar !!
    wenn der das darf , dann dürfen wir das auch.
    wenn der das macht , dann machen wir das auch.
    wenn die es dort machen , dann machen wir das hier auch.
    wenn die 2 Pack klopapier kauft, kauft der 4 Pack , dann kaufe ich 8 Pack.
    Die Farbe beißt nicht
  • deralex1979 wrote:

    Und auch in diesem Jahr werden wieder ca. 20.000 Menschen an Multiresistenten Krankenhauskeimen sterben, ist genauso schlimm.
    willst Du damit ein außer Acht lassen von Verordnungen rechtfertigen?

    Natürlich ist das schlimm. Schlimmer ist aber auch, dass zu den Grippe toten nun die Corona Patienten oben drauf kommen. Das unser Gesundheitssystem darunter zusammen brechen könnte und es dann noch mehr Tote geben wird, dieser Zusammenhang ist doch einleuchtend-oder?
    Italien ist da ein schlechtes Beispiel.
    Mal ganz abgesehen von den daraus noch entstehenden Problemen, die uns dann bevorstehen.
    Bye Uwe J.
  • deralex1979 wrote:

    Und auch in diesem Jahr werden wieder ca. 20.000 Menschen an Multiresistenten Krankenhauskeimen sterben, ist genauso schlimm.
    Ich werde solche Argumentationen nie nachvollziehen können. Ja, es ist immer schlimm, wenn Menschen aufgrund von vermeidbaren Dingen sterben. Aber was soll ich jetzt mit dieser Aussage anfangen? So lange Menschen an Krankenhauskeimen sterben, brauchen wir nichts gegen Corona zu machen? Wo ist denn da der Zusammenhang? Menschen sterben an Hunger, Grippe, Unfällen, vermeidbaren Krankheiten... ja, ist Tatsache. Und weil das so ist, nehmen wir eben eine Corona-Pandemie schulterzuckend in Kauf und sagen: "Ja, ist dann eben so...." ?

    Was ist das für eine seltsame und verquere Logik?

    Viele Grüße

    Sören
  • deralex1979 wrote:

    da gebe ich dir auch uneingeschränkt recht, aber wenn jemand Mutterseelenallein auf einer Wiese mit seinem Hund trainiert... tierisch verboten, auf den Scheiterhaufen... kann ja nicht wirklich sein, oder?
    Ich möchte den anderen Argumenten von Alex nicht unbedingt folgen, aber -
    was sagt er denn in dem Zitat ?
    In meinen Augen befolgt er ziemlich genau das, was der bayrische MP heute mittag anordnete:
    - er kümmert sich um seinen Hund
    - er ist absolut alleine
    - er fügt eine kleine Ausbildungssequenz mit ein
    Wenn er dann nach Hause geht ( wenn er nicht arbeiten muss ), was hat er dann im freien bereich verkehrt gemacht ?
    Ich denke mal - gar nichts
    Training auf Vereinsplätzen u.ä. ist nicht akzeptabel - die sind gesperrt.
    Vielleicht - aber nur vielleicht, sollten wir alle ab und zu etwas genauer lesen. Und ja - genau die Nummer hab ich in einem in Entwicklung begriffenen Gewerbegebiet, keine Menschen in 1000 m Entfernung/kein Verkehr, da Straßen noch gesperrt/keine Bautätigkeit mit meinem Bartträger in einem Wendehammer im Rahmen eines artgemäßen frei laufens des Hundes auch gemacht.
    Für die auch bei uns zu erwartenden Ausgangsbeschränkungen führe ich darüber sogar schon einen mitgeführten Nachweis: Wohnort/Industriepark/Auslauf/Wohnort
    Wird bei kommenden Kontrollen gerne gesehen, weil nachvollziehbar: kein Kaffeeklatsch
    Hundesportliche Grüße

    Burkhard
  • In Italien sterben zur Zeit täglich hunderte an Corona. Da mein Bruder Kontakt zu italienischen Freunden hat, weiss ich, das auch jüngere Menschen dort sterben.

    Hundeplatz ist leider tabu, da greift eben das Gesetz. Wenn man die Möglichkeit hat im eigen Garten zu trainieren, hat man Glück gehabt.

    Alex, ich meide auch Fahrten mit dem öffentlichen Verkehrsmittel. Zum Glück habe ich ein Auto, denke aber, das die meisten Hundesportler ein Auto haben.

    Nun kommen die Ausgangssperren, das wird dann kniffelig.

    Gruss Zimmi
    Der Stern oben links, wird uns führen
  • Dumbledore wrote:

    Das denke ich auch, Uwe. Auch der Beschluss der LG 06 zur vereinfachten LGA Teilnahme- alles sinnfrei. Es gibt aktuell weit wichtigeres als Hundesport oder Hundezucht
    Ja...was soll die LG machen? Niemand weiß etwas und entscheiden müssen andere...Gestern kam eine Verschiebung der FMBB auf Ende August...Unsinn in meinen Augen und Hoffnung für einige. Meine Bekannten aus Australien buchen nun alle Flüge, Transporte, Mietwagen und Hotels um....und am Ende wieder nix
    beste Grüße

    Uwe
  • Doch, es sind Voraussagen möglich. Der Versuch, die Infektionskurve niedrig zu halten führt zu einem langen Zeitraum der Überlastung des Krankenhäuser.

    Dazu kommen, dass einfache Arbeiter für einfache Belieferungs - Arbeiten wegfallen werden. Polizisten und Klinikpersonal auch. Kleine Firmen schließen, kein Einkommen, kein Bedienen der Raten (trotz Harz 4 und Geld drucken). Der Mittelstand wird geschleift. China und die Leute bei uns mit ausreichend Geld auf der Tasche kaufen Firmen und Immobilien zum Vorzugspreis ein. China ersetzt für die nächste Zeit deutsche Produktion. Das wird zu einem Großteil so bleiben. Arbeit ist knapp wegen mangelhaftem Angebot, die Leute können sich weniger leisten. Lohn wird nicht sehr hoch sein. Geld wird entwertet (zur Entschuldung des Staates). Vermögen wird nur noch mit vorhandenem Vermögen gemacht, wer es schon hat oder ererbt. Mit normaler Arbeit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

    Manche sehen es sogar als wahrscheinlich an, dass man in absehbarer Zeit nicht mehr mit Guccipullover und Rolex auf die Straße gehen sollte. Sollte das zutreffen, sagen sie, dass der in Auseinandersetzungen Ungeübte sich zwingend bewaffnen muss, um eine Chance zu haben. Polizei ist ausgedünnt. Der gesellschaftliche Normenkonsenz und die Bereitschaft, sich daran zu halten, zerbröselt. Manche sind es gewohnt, auf eigene Rechnung ihren Bedarf zu sichern.

    Wir werden sehen. Ein guter NichtSportSchutzhund könnte seiner Renaissance entgegen sehen.

    (Der Post enthält weder Zynismus oder Sarkasmus oder Ironie)