Ellebogen vorröntgen wann?

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  • Ellebogen vorröntgen wann?

    Hallo liebe Leute,
    meine anstrengende aber geniale DSH-Junghündin, 6 Monate alt, hat sich mit 10 Wochen irgendwie versprungen, lahmte stark, war in ärztlicher Behandlung. Es dauerte einige Wochen bis das ausgeheilt war. Auch ist sie mal voller Wucht gegen einen Türrahmen geknallt, daß ich dachte, sie hat sich was gebrochen.
    Die ersten 2 Monate verging kaum ein Tag, an dem sie sich nicht wehtat vor lauter irrem Herumspringen / Flugversuchen.

    Jetzt sehe ich ständig, daß sie die entsprechende Pfote in der Bewegung seltsam schlenkert, oder daß sie das Bein seltsam bewegt... ein Lahmen oder Schonen sehe ich nicht, trotzdem springt mir das Bein ständig in´s Auge, wenn Ihr wisst, was ich meine.

    Ich möchte nicht mich die nächsten 6 Monate verrückt machen. Mein TA wollte erstmal nicht röntgen wegen der Wachstumsfugen, mein anderer TA würde natürlich mir zuliebe röntgen und kassieren... aber ab wann ist röntgen des Ellenbogens sinnvoll?

    Danke schonmal
  • Also wenn ein Bein seltsam schlenkert, wäre ich damit schön längst bei einem TA gewesen zum Abklären.
    Ich hatte noch nie einen Welpen bzw Junghund, bei dem etwas seltsam geschlenkert hat.

    Vorröntgen lasse ich nie.
    Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


  • Lt. Dr. Tellhelm kann man zu den Ellenbogen relativ früh eine vernünftige Aussage machen. In Bezug auf die Hüfte ist er beim Vorröntgen mit der Prognose hingegen immer etwas vorsichtig. Ich würde in Deinem Fall mit dem Röntgen der Ellenbogen nicht warten. Zumal manches inzwischen gut behandelbar ist wenn man frühzeitig eine Diagnose hat.
    "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

    Mark Twain
  • Mich irritiert ehrlich gesagt die ED-Fixierung bei diesem Thema. In so einem Hundefuß sind ja neben einem Ellbogen auch noch Bänder, Knorpel, Sehnen, Knochen. Oben is außerdem eine Schulter dran und unten eine Pfote . . .
    Alles davon kann einen Knacks abbekommen haben.

    Wenn ich der Meinung bin daß mein Hund eine Pfote in der Bewegung seltsam schlenkert, dann geh ich zum Tierarzt meines Vertrauens. Der gibt mir dann entweder eine Diagnose oder sagt mir daß er sich nicht sicher ist und welcher von seinen Kollegen sich auf die entsprechende Problematik spezialisiert hat.
    (Wer dem Tierarzt seines Vertrauens nicht vertraut oder mit der Diagnose unzufrieden ist, der kann sich selbstverständlich eine zweite, dritte, vierte und fünfte Meinung einholen . . .)

    Gruß
    Tobi
  • Sheldon wrote:

    Danke für Eure Antworten. Ich werde bei meinen beiden TAe vorstellig werden. Tier-Orthopäde kenne ich keinen, wenn jemand im Raum Südwest-Deutschland einen empfehlen kann, bitte her damit :)
    Natürlich hoffe ich, daß ich als gebranntes Kind bei ED nur Gespenster sehe.


    Leonberg ??? Stuttgart-Plieningen ???
    Die Farbe beißt nicht
  • Man kann die Aufnahmen auch per Mail an Dr. Tellhelm senden und um eine Beurteilung bitten.

    @Tobi: Was nützt es denn lange herum zu laborieren wenn bei starker Lahmheit eine ED vorliegt? ED ist nun mal leider ein Thema beim DSH, und in so einem Fall gehört das Röntgen der Ellenbogen mit zu einer vernünftigen Ausschlussdiagnostik. Außer man erkennt augenscheinlich dass es mit großer Wahrscheinlichkeit eine andere Ursache für die Lahmheit gibt. Aber der Hund ist doch bereits in tierärztlicher Behandlung gewesen. Für ein derartige Veränderung im Bewegungsablauf gibt es in dem Alter zwei sehr wahrscheinliche Möglichkeiten. Das Vorliegen einer Panostitis (und auch die erkennt zumindest ein Dr.Tellhelm auf den Röntgenbildern) oder eine ED (nicht selten in Form eines fragmentierten Processus anconaeus oder Processus coronoideus). Wenn beides durch das Röntgen ausgeschlossen werden kann ist das ein wichtiger Hinweis für die weitere Diagnostik. Und beruhigt die Nerven des Hundehalters ungemein.
    "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

    Mark Twain
  • @Antje

    Keiner redet von "lange herumlaborieren". Mich stört lediglich die ED Fixierungen bei diesem Thema.

    Daß du Dr Tellhelm toll findest hat jetzt vermutlich auch jeder der mitliest verstanden.

    Und wenn der TA des eigenen Vertrauens nicht in der Lage ist zu beurteilen:
    Fuss oben kaputt
    Fuss in der Mitte kaputt
    Fuss unten kaputt
    Problem skelettbedingt
    Problem Sehnen/Bänder/Knorpel bedingt

    Dann sollte sich A der TA einen neuen Beruf suchen oder zumindest B, der Hundehalter einen anderen TA.

    Gruß
    Tobi
  • PS: zu LANGE HERUMLABORIEREN:

    im aktuellen Fall, den wir ja hier diskutieren, beobachtet der Hundehalter das Problem seit mehr als drei Monaten, überlegt ob er JETZT zum TA gehen soll oder noch ein halbes Jahr wartet und das Problem beim Hauptröntgen abklären lassen soll . . .

    Und diskutiert das erst mal in einem Forum anstatt den Hund einzupacken und beim nächsten TA vorzustellen.
  • @Ossi: Ja, inzwischen kann man ein paar Sachen am Ellenbogen mit sehr guter Prognose operieren.

    @Tobi: Sinngemäß ging es im Urspringspost darum ab wann das Röntgen der Ellenbogen sinnvoll ist. Im Sinne dessen ob bei einem halbjährigen Hund überhaupt schon eine zuverlässige Prognose gestellt werden kann (in Bezug auf die Gelenkentwicklung). Desweiteren kann ich aus dem Ursprungspost nicht herauslesen dass die derzeitige Problematik bereits seit 3 Monaten besteht. Es wurde von einer früheren Unfallverlertzung geschrieben, die aber nach einigen Wochen ausgeheilt war. Die derzeitige Problematik besteht also offensichtlich nicht schon seit drei Monaten. Und Dr. Tellhelm ist nun mal der Guchtachter für unsere Rasse. Zumindest für die Population im SV. Die Anzahl an Fachtierärzten für Kleintierradiologie kannst Du an einer Hand abzählen. Und kaum einer hat wohl so lange Hunde geröngt wie er. Im Gegenzug dazu kenne ich ettliche Tierärzte, die gerade in Bezug auf die Auswertung der Ellenbogen öfters mal völlig daneben liegen. Deswegen würde ich persönlich immer die Möglichkeit nutzen, mir bei Dr. Tellhelm eine Zweitmeinung einzuholen, was ja heutzutage relativ problemlos möglich ist. Viele Tierärzte machen das übrigens ganz genau so, wenn sie von Tierhaltern um eine Beurteilung der Ellenbogen gebeten werden.

    Du kannst Dir hier ja jetzt weiter eine "Ellenbogen-Fixierung" einbilden. Ich bin jetzt raus und hoffe für den betroffenen Hund auf eine harmlose Erlärung für dessen unphysiologischen Bewegungsablauf (z.B. eine Panostitis).
    "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

    Mark Twain
  • Lieber Sheldon
    Nicht versagen - Tierarzt fragen.
    Wahrschleinlich hast Du es gut gemeint aber damit leidet vielleicht dein Hund, und das willst Du das sicherlich nicht.
    Ich wünsche alles Gute, und hoffe auf ein positive Ergebnis.
    Liebe Grüsse
    Gill
    Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
  • New

    Sollte sich der Verdacht auf ED bestätigen, ist gerade die Chancen auf Heilung im frühesten Stadium heilbar. Da zu diesem Zeitpunkt die Arthrose noch nicht so weit fortgeschritten ist. Bei erfolgreicher OP kann der Hund durchaus weiter im Sport geführt werden, so die Aussage meines Haustierarztes. Nur zur Zucht darf er nicht eingesetzt werden.

    Gruß Zimmi
    Der Stern oben links, wird uns führen