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Krallen kürzen beim Welpen

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      Ich denke, wer meine Worte richtig verstehen mag, der schafft dies auch !
      So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

      Zum Thema Entwurmung gibt es inzwischen unterschiedliche Erkenntnisse, so kann man hier auch schauen, wieviel muss wirklich sein.

      Warum eine so frühe Prägung auf den Menschen, für den Hund wirklich wichtig ist, darüber kann man sicher trefflich diskutieren.
      In der vegetativen Phase sind Augen, Nase und Ohren noch ohne Funktion, durch das schaukelnde bewegen des Kopfes findet der Welpe seine Nahrungsquelle.
      In dieser Zeit hat die Natur dem Welpen zwei Aufgaben mitgegeben, Trinken und Schlafen, und die Hündin aktiviert die Verdauung und entfernt die Hinterlassenschaften der Kleinen.
      Ich finde es erschreckend, dass Du als Züchter den Hund in der vegatativen Phase auf Kopfbewegungen reduzierst und alle Sinne als "ohne Funktion" darstellst.

      Ich habe selbst als Nichtzüchter schon oft genug erlebt, wie unterschiedlich diese Welpen auf verschiedene Personen reagieren.

      So ganz ohne Funktion können die Sinne da also dann doch nicht sein.

      Zudem ist es gut erforscht und erwiesen, dass milder Stress, welcher durch das Anfassen / hochheben entsteht, auch in dem frühen Alter schon wichtig ist.
      Gruß Bettina

      "Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
      Ich finde es nicht erschreckend dass wir unterschiedlicher Meinung sind, und ich reduziere nicht sondern Mutter Natur hat dies so angelegt.
      Ich weiß, als erstes wird immer der Überbringer einer Nachricht geköpft.

      Bettina, man kann da ganz sachlich drüber sprechen und sich austauschen und neue Erkenntnisse dazu gewinnen, allerdings nur wenn man mal den erhobenen Zeigefinger weg läßt und seine Formulierungen entsprechend wählt.
      Hallo,
      also ich kürze auch keine Krallen, so ein Zwingerbuch hab ich auch nicht, hat auch noch nie einer
      nach gefragt. Aber den frühen Kontakt suche ich schon, die Nase funktioniert auch sehr früh,
      man sieht ja wie die sich die Zitzen erschnüffeln ... Wage ich jetzt aus meinen Beobachtungen zu
      behaupten. Am Gesäuge passiert auch bei großen Würfen bis zur dritten Woche gar nichts, hatte ich jedenfalls noch nicht, und danach laufen die sowieso draußen rum und die Zähne machen Schäden
      am Gesäuge. Ich biete der Hündin die Möglichkeit den Kleinen zu entkommen, dann muß sie selbst
      entscheiden wie sie das Abstillen handhabt.
      feuerteufel
      Ich finde es erschreckend wie viele Leute anscheinend die Zuchtordnung des VDHs und ihres eigenen Zuchtverbandes nicht kennen...

      Auszug aus der Zuchtordnung des SVs (unter 2.3): "Jeder Züchter ist verpflichtet, ein Zwingerbuch zu führen, in dem er alle zuchtrelevanten Daten dokumentiert."

      Und das ist Vorgabe in allen VDH-Zuchtverbänden! Zudem verlangen nicht wenige VetÄmter, wenn man seine Zuchttätigkeit nach §11 TSchG dort anmeldet, die Vorlage eines bisher lückenlos geführten Zwingerbuches.

      @Akut: Inzwischen sollte es auch zu den eher doch etwas rustikal angehauchten Gebrauchshundezüchtern durchgedrungen sein dass sich die Entwicklung der Welpen in der vegetativen Phase nicht ausschließlich auf Trinken, Schlafen und die Verdauungsvorgänge beschränkt. Viele Türen im Wesen eines Hundes kann man als Züchter da schon zu machen. Der Spruch "Das hat der mit der Muttermilch aufgenommen" stammt nicht von ungefähr...
      "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

      Mark Twain
      Also ich führe einen Ordner mit allen Unterlagen zu jedem Wurf so wie mir das der Zuchtwart seinerzeit
      erklärt hat. Darin sind auch alle Kaufverträge damit ich nachvollziehen kann wo die Kurzen geblieben sind
      aber die im Nachhinein unwichtigen Daten wann welcher Welpe mit welchem Gewicht geboren ist oder
      wie schwer die beim Entwurmen waren usw heb ich nicht auf. Sobald ich denke sie gehen ihren Weg geht
      das in den Müll. Der Begriff Zwingerbuch ist von unserem Zuchtwart nie genannt worden, und ich denke
      so wie ich das handhabe ist das ok.
      feuerteufel
      Wie gesagt, das Führen eines Zwingerbuches ist Vorgabe in allen VDH-Zuchtverbänden und somit auch in die SV-Zuchtordnung integriert. Und als ich damals meinen Zwinger habe schützen lassen wurde ich von der Dame im Zuchtbuchamt gefragt ob ich bereits eines habe oder ob ich direkt eines bestellen möchte. Mein damaliger Zuchtwart hat das Führen eines Zwingerbuches übrigens auch mit keiner Silbe erwähnt. Aber man liest sich doch die Zuchtordnung mal durch...

      Und auch wenn es den zuständigen Zuchtwart nicht interessieren sollte ob man eines führt oder nicht: Die VetÄmter verlangen immer häufiger die Vorlage des Zwingerbuches wenn man seine Zuchttätigkeit gem. §11 TSchG anmeldet. Es müsste dann ja sowieso ein Bestandsbuch geführt werden, mit allen Bestandszu- und Abgängen. Diese Daten sind im Zwingerbuch ja enthalten.
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      Mark Twain

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      Die sind

      a) nicht im VDH, somit nicht deren Bestimmungen unterworfen und

      b) melden die ihren Einnahmen in der Regel nicht dem Finanzamt. Nichtsdestotrotz können die auch viel Ärger kriegen, wenn das Finanzamt erfährt, dass sie durch Zucht nicht unerhebliche Umsätze hatten.

      Hatte gerade den Fall im Freundeskreis: Anonymous meldete eine Züchterin den verschiedensten Behörden, vom Sozialamt übers Vet-Amt bis hin zum Finanzamt.
      Nach einem Umzug wussten die neuen Behörden nichts von ihrer (Jahre zurück liegenden und an einem anderen Ort ordnungsgemäß angemeldeten und versteuerten) Hundezucht.

      Die haben sehr genau nachgefragt, Hausbesuche gemacht, und die Sozialleistungen gleich gekürzt. Dank ihrer Zwingerbücher konnte sie GSD schnell nachweisen, dass alles seine Richtigkeit hatte.
      Gruß Bettina

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      So ein netter hat uns schon dreimal das Vet-Amt geschickt, zweimal waren die da und haben mir meine mehr als vorbildliche Unterbringung sowie einen hervorragenden Pflegezustand meiner Hunde und Pferde bescheinigt. Beim dritten Mal hat der uns stumpf gesagt wer das war und wir sollten den doch mal fragen
      was er für ein Problem mit uns hat weil seine Zeit zu schade sei sie für Nachbarschaftsterror zu verschwenden. Seitdem ist Ruhe.
      Der hat aber immer nur die Haltungsbedingungen überprüft, nach Unterlagen hat der nicht gefragt.
      feuerteufel

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      Fonzo schrieb:

      :i_
      wie handhaben es denn die sogenannten Schwarzzüchter?
      Gibt es bei denen auch eine Verpflichtung ein Zwingerbuch zu führen damit sie es dem FA präsentieren können?


      Die VetÄmter schreiben i.d.R. das Führen eines Bestandsbuches vor, wenn man seine Zuchttätigkeit nach §11 TSchG anmeldet. Darin sind sämtliche Zu- und Abgänge mit den jeweiligen Daten zum Tier sowie seiner Herkunft bzw. seinem Verbleib in bzw. aus dem Bestand zu vermerken.

      Ein gut geführtes Zwingerbuch wird als Bestandsbuch anerkannt werden.
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      Mark Twain

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      Feuerteufel schrieb:

      So ein netter hat uns schon dreimal das Vet-Amt geschickt, zweimal waren die da und haben mir meine mehr als vorbildliche Unterbringung sowie einen hervorragenden Pflegezustand meiner Hunde und Pferde bescheinigt. Beim dritten Mal hat der uns stumpf gesagt wer das war und wir sollten den doch mal fragen
      was er für ein Problem mit uns hat weil seine Zeit zu schade sei sie für Nachbarschaftsterror zu verschwenden. Seitdem ist Ruhe.
      Der hat aber immer nur die Haltungsbedingungen überprüft, nach Unterlagen hat der nicht gefragt.
      feuerteufel


      Die Anzeigen erfolgten vermutlich wegen irgendwelcher angeblichen Mißstände in Bezug auf die Hundehaltung. D.h. da war dann der AmtVet bei Euch, der in seiner Behörde für den Tierschutz zuständig ist. Zuchttätigkeit nach 11 TschG ist eine andere Geschichte. Da kann ein anderer AmtVet für zuständig sein.
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      Mark Twain

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      Ja. Hundezucht ist eine Einnahmequelle. Wenn die Einnahmen langfristig über den Ausgaben liegen, dann muss das selbstverständlich versteuert werden.

      Zwar stufen aufgrund sehr hoher Ausgaben viele Finanzämter die Hundezucht als "Liebhaberei" ein und interessieren sich damit dafür erstmal nicht weiter, aber das muss ja nicht zwangsläufig so sein.

      Grundsätzlich ist so eine Einnahmequelle erstmal meldepflichtig.
      Gruß Bettina

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      Bettina Balters schrieb:

      Grundsätzlich ist so eine Einnahmequelle erstmal meldepflichtig.


      Ich kenne es so, wenn "gewerblich" (wie bei einem unserer Vereinsmitglieder), aber nicht als Hobbyzucht. ?(


      edit: sorry, ich weiche vom Thema ab
      VG Astrid

      Man lebt ruhiger, wenn: - man nicht alles sagt, was man weiß, - nicht alles glaubt, was man hört und - über den Rest einfach nur lächelt.

      Neu

      Ab einem Umsatz von 17.500 Euro im Jahr ist man lt. Steuerrecht umsatzsteuerpflichtig. Umsatz, nicht Gewinn... Zwei volle Würfe einer Rasse mit durchschnittlichem Welpenpreis-Niveau, oder ein durchschnittlich großer Wurf einer hochpreisigeren Rasse wie z.B. dem Rhodesian Ridgeback, und schon hat man diese Grenze erreicht.

      Hinzu kommt dass sich bei selbstständiger Berufstätigkeit alle Einnahmen zusammen addieren. Kommt also auch immer auf den Beruf eines Züchters an, ob sich das Finanzamt für seine Hundezucht interessiert.
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      Mark Twain

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      Es geht nicht um Umsatzsteuer. Es geht schlicht und ergreifend um Einnahmen.

      Einnahmen sind grundsätzlich steuerpflichtig, egal ob über ein Kleingewerbe, Gewerbe, freiberuflich oder privat in einer gewissen Regelmässigkeit (und das ist so beim Züchter, der aktiv ist). Es sei denn, man kann nachweisen, dass die Ausgaben für dieses Hobby Hundezucht die Einnahmen egalisieren oder übersteigen. Dann stuft einen das Finanzamt als Liebhaberei ein und lässt einen in Ruhe.

      Viele Züchter wissen davon nichts, und das Finanzamt erfährt ja auch nichts von den Einnahmen durch Welpenverkauf, es sei denn, jemand "petzt". Dann aber kann es Ärger geben.
      Gruß Bettina

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      in meinem Bundesland, RLP, ist so geregelt dass wenn man nicht mehr wie 3 fortpflanzungsfähige Hündinnen hält oder mehr wie 3 Würfe im Jahr züchtet, die Zucht als Hobbyzucht eingestuft ist und von jeder Abgabe befreit.
      Ansonsten wird man als Gewerbe eingestuft und ist steuerpflichtig.
      Mein Zuchtverein verlangt den Nachweis von der Veterinärbehörde oder gegebenfalls vom Steueramt.

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      Das ist keine Frage des Bundeslandes. Steuerrecht ist Bundesrecht, nicht Landesrecht.
      Vielleicht stuft Euer Finanzamt das so ein, das mag ne spezielle Abmachung sein, grundsätzlich sind Zuchteinnahmen trotzdem steuerpflichtig.
      Gruß Bettina

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