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Koko hatte mich inspiriert

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    Koko hatte mich inspiriert

    Heute habe ich in den Nachrichten gelesen das die Gorilla Dame Koko verstorben ist.
    ich habe sehr viele Dokumentationen von ihr auf YouTube gesehen,
    die auch meine Einstellung zum Hund ein Stück weit verändert haben.
    Weg von der rein instinktiv gesteuerten Reiz- Reaktions Maschine hin zu einem fühlenden,
    in teilen selbstbestimmten Lebewesen.
    Ich kann diese Dokumentationen jedem empfehlen.
    Zur Erinnerung an ein ganz außergewöhnliches Lebewesen poste ich diesen link.

    Pferde und Hunde z.B können unterscheiden, ob Mimik und Tonfall
    eines Menschen kongruent oder divergent sind. Sie können also
    feststellen, ob die freundliche Stimme des Trainers nur Täuschung
    ist, wenn der Gesichtsausdruck, die Körperspannung etwas ganz
    anderes signalisieren, und umgekehrt.

    Wenn es beim HF also innerlich schon brodelt, er sich aber noch
    freundlich professionell zusammenreißt, dann riecht der Hund den
    Braten schon längst.

    Die Grundeinstellung zum Hund muss von ehrlichem Herzen kommen mit
    ehrlicher Empathie für den grundsätzlich kooperationswilligen
    Sozial- und Sportpartner und nicht wie in der alten Ausbildung
    geprägt von Misstrauen gegenüber dem eigentlich unwilligem,
    opportunistisch faulem, sich tendenziell stets entziehendem Nutztier
    Gebrauchshund.

    Wenn man den Umgang vieler HF mit ihrem Hund erlebt, dann muss man
    Zweifel an deren Grundvoraussetzung im Umgang mit Hunden haben. Die
    Hunde spüren das zehn Meilen gegen den Wind, sie lassen sich auch
    durch Ball und Leckerli nicht wirklich täuschen, es betrübt,
    verunsichert und hindert sie, ihr volles Potenzial zu entfalten.

    Da sind noch so viele Möglichkeiten, die moderne Ausbildung
    weiter zu entwickeln, wenn wir mehr wissen.
    Die letzten Jahre waren doch sehr geprägt von neuen Erkenntnissen.
    Was ich allerdings auch wieder bedenklich empfinde, ist die Tatsache, dass der Hund teilweise zu sehr vermenschlicht wird, sprich, ihm wird das *Hund-sein* abgesprochen.
    Das kann in übertriebener Härte, wie auch in überspitzer Freundlichkeit sich äußern. Beides ist, meiner Meinung nach, schädlich.
    Rückbesinnung zu den eigentlichen Wurzeln des Hundes kann ihm nur helfen ein wirklich artgerechtes Dasein zu haben.

    MfG,
    Kimmy
    Der richtige Umgang mit Hunden liegt nicht irgendwo in der Mitte zwischen
    Härte und überspitzter Freundlichkeit, sondern ergibt sich aus der
    Erkenntnis, dass Hunde kognitive und emotionale Fähigkeiten und
    Bedürfnisse haben, die unseren menschlichen sehr ähnlich sind.

    Das Gegenteil einer Vermenschlichung ist die Versachlichung der
    Hunde zu einer Reiz-Reaktions-Maschine.

    Die Anhänger dieser Sichtweise auf Tiere haben z.B. immer
    bezweifelt, dass Koko ein echtes Bedürfnis hat, sich dem Menschen
    gegenüber mitzuteilen. Sie tue das alles nur wegen der Leckerlis.

    Die Vertreter der alten Ausbildung sprechen auch den Hunden ein
    Mitteilungsbedürfnis und einen Willen zu gefallen ab und behaupten,
    sie täten alles nur wegen Ball und Futter oder aus Angst vor Strafe.

    Das alles ist keine abstrakte Diskussion, sondern hat direkte
    Folgen, wenn man die Erkenntnisse ernst nimmt. Wenn ein Hund ein
    Mitteilungsbedürfnis und einen Willen zu gefallen hat, dann kann man
    ihn guten Gewissens nicht 90% des Tages bzw. seines Lebens alleine
    wegsperren. Von den sich damit auch verbietenden Methoden der alten
    Ausbildung ganz zu schweigen.
    Hallo Ma-re-sa,
    das Wort *Versachligung* ist mir im *Hals stecken geblieben*. Vielleicht klingt es provokativ - aber ist nicht Sport an für sich eine *Versachligung*?
    Beide Seiten möchten doch ausschließlich Titel gewinnen. Dafür wird der Hund gekauft, ausgebildet ect.
    Natürlich, dass ist ein legaler Wunsch. Und meine Frage ist KEIN Angriff.
    Was aber geschieht mit diesen Hunden, welche, trotz Moderner Ausbildung die erwünschte Leistung nicht erbringen? Sind sie dann immer noch die mitdenkenden, mitfühlenden Lebewesen?
    Sind die Prüfungsordnungen tatsächlich so hundefreundlich? Wenn z.B ein rangniedriger Hund auf den Ranghöheren zurennt, ist das überhaupt nicht lustig. Wenn er sich dann noch dicht vor ihn hinsetzt, sprich *anrempelt* - oh la la. Ein ranghoher Hund würde niemals den Rangniedrigen zur Verteidigung senden. Im Gegenteil - das Ranghohe verteidigt....das nur zur Erklärung....
    Wird dem Hund nicht immer mehr an Belastung zugemutet, nur da es dem Menschen gefällt? Seien es die *Sterngucker*, sei es die *Schnelligkeit*. Gibt es überhaupt noch *normale Hunde*, welche nicht überdreht sind, gesund und zufrieden?
    Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich der Meinung bin, dass der Mensch sich dringend darauf zu besinnen hätte, was ein Hund ist. Ich werde das Empfinden nicht los, dass manche Menschen meinen ein Computerprogramm vor sich zu haben, welches nach einem Fehlstart neu programmiert, wieder gut läuft.
    Wie bereits erwähnt - ich möchte weder Dich, noch andere Sportler/Innen kränken. Doch das Wort *Versachligung* hat mich zum Grübeln gebracht.

    MfG,
    Kimmy
    Im Sport und im Alltag kann man
    einen Hund wie eine Sache behandeln, ihn vermenschlichen oder
    hundegerecht mit ihm umgehen.

    Vermenschlichung ist, wenn man dem Hund eine Art zu denken
    unterstellt oder zumutet, die er nicht in der Lage ist zu leisten.
    Typisch für die alte Ausbildung ist z.B. die Unterstellung: der Hund
    will den HF verarschen, deshalb macht er z.B. Steh statt Sitz oder
    verhält sich so wie im Video des Themas „Anstoßen...“ Eine
    Zumutung im Sinne einer vermenschlichenden Überforderung ist das
    typische „Das muss er doch schon längst begriffen haben, denn er
    hat es ja schon öfter gekonnt. Der kann, will aber nicht!“ Hier
    wird die menschliche Fähigkeit des schnellen Generalisierens einfach
    auf den Hund übertragen. Meistens noch mit dem Zusatz, dass der Hund
    den HF dominieren wolle. Also eine Kette von Vermenschlichung, die
    typisch ist für die alte Ausbildung.

    Versachlichung ist, wenn man dem Hund nicht nur die Fähigkeit zu
    denken, sondern vor allem auch abgesehen von der
    Schmerzempfindlichkeit die Fähigkeit zu fühlen abspricht. Auch das
    ist typisch für die alte Ausbildung und soll das eigene Gewissen
    beruhigen. In Wirklichkeit spricht viel dafür, dass Hunde uns
    Menschen in der Wahrnehmung von Gefühlen anderer überlegen sind.
    Ihre eigenen Gefühle sind differenziert und, da weniger durch das
    Denken verstellt als bei Menschen, oft ursprünglicher. Man könnte
    auch sagen direkter und damit ehrlicher.

    Hundegerecht ist die Anerkennung der Tatsache, dass Hunde denken
    können in einfachen Zusammenhängen. Sie können Lösungen für
    Probleme finden, um zum Erfolg zu kommen. Die moderne Ausbildung
    fördert den mitdenkenden Hund u.a. durch das Shaping.

    Auch die Berücksichtigung der Gefühle des Hundes spielt in der
    modernen Ausbildung eine große Rolle. Emotionen sind beim Hund wie
    Sprit für das Auto. Deshalb sieht sich der moderne HF immer auch als
    Tankstelle, indem er z.B. den wtp des Hundes bedient und fördert.

    Die alte Ausbildung meint, dass ein Hund nicht freudig, sondern
    nur sachlich arbeiten könne. Die moderne Ausbildung aber weiß, dass
    Freude mehr und stabilere Motivation bringt als Angst im Sport.

    Das mit dem „Computerprogramm“ ist eine moderne
    Variante der alten Ausbildung. „Das muss man nur richtig
    konditionieren!“ vernachlässigt die Emotionen und die Beziehung
    zum HF. Ist also auch eine Form der Versachlichung und Reduzierung
    auf einen Lernautomaten.

    Das mit dem „Ranghöheren“ und der „Verteidigung“
    geht am Thema Schutzdienst vorbei, denn der Hund mag es sehr, wenn
    ihn der HF freigibt zum Beißen. Es ist für den Hund keine Pflicht,
    die er gerne an seinen HF delegieren würde, und kein Zwang, um zu
    überleben,, sondern eine Freude, sich mit dem Helfer
    auseinanderzusetzen.

    Moderner Hundesport ist eine gute Möglichkeit, den
    Hund Hund sein zu lassen, d.h. ihm zu erlauben, viele seiner Anlagen
    und Bedürfnisse gemeinsam mit seinem Sozialpartner Mensch
    auszuleben. Eine verantwortungsvolle ethische Grundeinstellung des HF
    ist allerdings auch hier nötig, um falschen Ehrgeiz auf Kosten des
    Hundes zu verhindern.

    Alter Hundesport versagt im besten Fall dem Hund die
    Entfaltung großer Teile seines Potenzials und seiner emotionalen
    Bedürfnisse und ist im schlechtesten Fall Tierquälerei.
    Hallo Ma-re-sa,
    zuerst möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Fragen ausführlich und sachlich beantwortest.
    Wo ich absolut mit Dir übereinstimme ist die lang vernachlässigte Tatsache, welche Fähigkeiten Hunde haben, dass sie sehr wohl in der Lage sind, differenziert zu kommunizieren,
    Empfindungen haben, welche sie klar zum Ausdruck bringen.
    Ich selbst habe einen Rüden, welcher auf Druck aus seiner Haut springt, mit Ruhe und Gelassenheit hingegen, die erwünschte Anforderung erfüllt. Nachdem ihn einmal ein *Trainer* am Halsband geschnappt hat, den zappelnden/ röchelnden Hund über den Platz trug, ist es ohnehin vorbei mit grober Behandlung. Der *Trainer* war zerkratzt, mein Hund außer sich und meine Laune war nicht die Beste. Seitdem ist selbst ein *Leinenruck* keine gute Idee. Es gab eine Situation, wo ,it mir in der Fußarbeit trainiert wurde. Ich lief neben ihm, jemand mit einer langen Leine hinter mir. Ich sollte *Fuß* sagen, was ich tat. In dem Augenblick erhielt er einen Leinenruck. Mein Rüde schnappte in meine Richtung, was er noch nie zuvor getan hatte. Der zweite Leinenruck erfolgte, worauf er sich umwandte zu der Person, welche es tat. Ich brach ab, da ich diese Art des Trainings nicht zielführend fand.
    Er schaltet dann sofort in den *Wehrtrieb*. Bei ihm ist Ruhe und Konsequenz ein Garant dafür, dass er die erwünschte Reaktion zeigt. Natürlich muss ich ihm vermitteln, dass ich kein Spielzeug bin und er nicht mit dem Kopf durch die Wand kann.
    Alles in allem basiert meine Erfahrung darauf, dass Härte, ungerechtes Handeln zu Nichts führt.

    MfG,
    Kimmy



    Ich musste hart arbeiten, dass er mir wieder vertraut, weder verteidigt, noch meidet. Und er nicht generell schlecht auf bestimmte Menschentypen schlecht reagiert.

    Koko hatte mich inspiriert

    ma-re-sa schrieb:

    Im Sport und im Alltag kann man
    einen Hund wie eine Sache behandeln, ihn vermenschlichen oder
    hundegerecht mit ihm umgehen.

    Moderner Hundesport ist eine gute Möglichkeit, den
    Hund Hund sein zu lassen, d.h. ihm zu erlauben, viele seiner Anlagen
    und Bedürfnisse gemeinsam mit seinem Sozialpartner Mensch
    auszuleben. Eine verantwortungsvolle ethische Grundeinstellung des HF
    ist allerdings auch hier nötig, um falschen Ehrgeiz auf Kosten des
    Hundes zu verhindern.

    Gerade aus einem 5 Tage Urlaub zurück habe ich einmal
    mehr realisiert wie wichtig und gewinnbringend das
    alltägliche zusammen sein mit dem Hund ist. Leider haben
    viele Hunde neben dem Sport gar keine Möglichkeit solche
    Erfahrungen zu sammeln.

    Wenn man durch ein kleines Dorf geht mit vielen sich
    gebärdenden Hunden hinter den Garten Zäunen, und dem
    Hund klar macht das er sich trotzdem ruhig und gelassen
    zu verhalten hat, lernt man dem Hund sich trotz
    Provokation zurück zu nehmen.

    Wenn man auf einer Burg mit dem Hund offene Treppen
    In 20 Meter Höhe besteigt, lernt der Hund einem zu vertrauen.

    Wenn man eine Wanderung durch unwegsames Gelände
    über 3 Stunden absolviert, in dem es steil bergaufwärts
    aber auch sehr steil bergabwärts geht, lernt der Hund,
    trittsicher zu gehen, und auf schmalen Pfaden auch mal
    langsam hinter einem her zu laufen.

    Bei vielen anderen Gelegenheiten lernt der Hundeführer,
    mit seinem Hund zu kommunizieren. Hier geht es nicht
    darum mit Futter zu locken oder mit Ball zu bestätigen.
    Es gibt viele Momente in denen man seinen Hund
    beobachten kann um zu lernen, wie er in seinem eigentlich
    ursprünglichen Lebensraum selbstständig funktioniert.

    Tolle Erfahrung, für beide, Hund und Führer.
    Das verbindet und fördert die Beziehung, ohne Regelwerk.

    Noch ein interessantes Beispiel. Ich erkenne der Hund
    nimmt Witterung auf, natürlich gehen bei mir die
    Alarmglocken an, nicht weit entfernt stehen Rehe.
    Den Hund an die Leine genommen und eine kleine
    Annäherung simuliert. Gemeinsames anschleichen,
    langsam, kontrolliert und leise, auf die Jagd gehend.

    Natürlich wurde der Hund NICHT losgelassen, was mich
    Interessierte, wie dicht kommen wir ran und wie kann ich
    dem Hund klar machen mir zu folgen.

    Interessanter Weise orientierte er sich sehr an meinem
    Verhalten, ich kenne das schon vom Training mit
    Diensthunde wenn taktische Annäherungen geübt werden.

    Was ich zum Ausdruck bringen möchte ist, das man solche
    Gelegenheiten nutzen kann, seinen Hund abseits einer
    IPO orientierten Ausbildung, etwas zu lernen, was einem
    durchaus für den Sport hilfreich sein kann.

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    Koko hatte mich inspiriert

    kimmy schrieb:

    Wo hast Du denn das praktisch im Hundetraining angewandt? Und welche Ergebnisse hat es gebracht?

    Hallo Kimmy,
    die praktische Anwendung hat sich vor allem dadurch
    ergeben, das ich über Ausbildung anders denke und rede.

    Unser denken beeinflusst unser handeln. Ich konzentriere
    mich darauf bei den Besprechungen und der Planung von
    Training Sessions den Hundeführer und den Hund nicht
    mehr gegeneinander auszuspielen, also HF kämpft (kontrolliert) gegen
    den Hund, sondern Verweise auf Gemeinsamkeiten.

    Ihr beide, du und der Hund, begebt euch gemeinsam in
    einen Bereich (Örtlichkeit auf dem Platz) in dem sich ein
    Täter versteckt der gestellt werden soll.

    Die Aufteilung der Aufgabe ergibt sich daraus, das der HF
    die Führung bis in den Bereich übernimmt, während der
    Hund dann für das vertreiben des vermeintlichen Täters
    verantwortlich ist.

    Das ist nur ein sehr verkürztes Beispiel um ein wenig die
    Idee dahinter zu verdeutlichen.

    Unser denken beeinflußt unser handeln.




    Gesendet von iPad mit Tapatalk

    kimmy schrieb:

    ...ist die lang vernachlässigte Tatsache, welche Fähigkeiten Hunde haben,...


    Einspruch Euer Ehren ;)

    es wurde nicht vernachlässigt, es war vor x Jahren in der Form einfach nicht bekannt.
    Dies berücksichtigen nun sehr viele Hundler bereits in der Ausbildung.
    Bye Uwe J.

    ma-re-sa schrieb:

    Da sind noch so viele Möglichkeiten, die moderne Ausbildung
    weiter zu entwickeln, wenn wir mehr wissen.


    Das wussten wir vor viele Jahren:

    Auf dem Hundeplatz "Herrgottnochmal Hector" und ein paar Sekunden nachher, im gleichen "Ton" "jetzt bis ein B raver".

    Es ein interessantes Thema aber nicht nur Moderne Hundehaltung zuzuschreiben.

    Menschen kann ich gut anlügen, wenn es sein muss - Hunde niemals.
    Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
    Hallo Uwe,
    zuerst - freut es mich, von *Dir zu hören* .....und wünsche weiterhin die notwendige Kraft!
    Richtig ist, dass es vor vielen Jahren nicht das Wissen vorhanden gewesen ist, dass uns heute zur Verfügung steht. Doch die unmittelbare Reaktion des Hundes war doch sichtbar und hörbar.
    Und ist es heute noch. Es hat für mich schon den Anschein, dass oftmals übermäßig reagiert wird, da dem Hund Böswilligkeit unterstellt wird. Beispiel Fährte - ein Hund sucht für den HF etwas zu schnell. Vielleicht, da er diese Fährtenform schon *im Schlaf kennt*. Folge: Leinenruck am Stachelhalsband. Der Hund sucht weiter, findet den Gegenstand und legt sich hin. Erneute Leinenrucke. Auf meine Bemerkung, der Hund habe doch richtig gehandelt, gesucht-gefunden-sich abgelegt, erfolgt die Antwort. "Vorhin aber hat er nicht richtig gesucht. Von dem lasse ich mich nicht vera...Zudem macht es ihm nichts aus. Der merkt das nicht."
    Der Hund lag tatsächlich reaktionslos da, die Ohren leicht angelegt. Was für mich *erlernte Hilflosigkeit* ist, ist für einen anderen Menschen Normalität.
    Es gab zu jedem Zeitalter Menschen, welche Respekt vor der Schöpfung hatten. *Damals* wussten die Menschen schon, dass sie Schmerzen zufügen, Angst verteilen ect. Es war ihnen nur vollkommen gleichgültig.
    Zur guter Letzt. Natürlich hat bei manchen Hundlern ein Umdenken statt gefunden.

    MfG,
    Kimmy
    Hallo Detlef,
    Urlaub mit dem Hund ist wirklich bereichernd. Danke, dass Du uns etwas an Deinem Erleben teilhaben ließest.
    Eine bislang unbekannte Seite bei Touren oder Ausflügen wird bekannt. Ich bin auch jedes Mal fasziniert.

    Deine Ausführung über Deine Arbeit und der Form der Ausbildung kann ich nur begrüßen. Es ist *Nervenschonender*....

    MfG,
    Kimmy

    kimmy schrieb:

    Nachdem ihn einmal ein *Trainer* am Halsband geschnappt hat, den zappelnden/ röchelnden Hund über den Platz trug,....



    Wohl jeder Rat und Hilfe bedürftige Anfänger hat auch schlechte
    Erfahrungen mit Ausbildungswarten und Helfern gemacht. Manchmal denkt
    ein Anfänger, solche Hauruckmethoden müssen wohl so sein, oft
    passiert es so unerwartet, dass es zu spät ist, sie zu verhindern.

    Was kann man tun, um seinen Hund möglichst schon im Vorfeld vor
    überraschenden Negativerfahrungen zu schützen?

    Verschiedene Vereine besuchen, um sich das Training mit den
    Hunden dort anzusehen.

    Andere HF nach ihrer Meinung zu den Methoden in ihnen bekannten
    Vereinen fragen.

    Die Webseiten der Vereine lesen und so vorhanden die Videos von
    deren Teams betrachten. Auf der Webseite des Vereins, der hier nicht
    kritisiert werden soll, kann man viel über die alte Ausbildung
    erfahren, incl. des entsprechenden „philosophischen“ Überbaus
    und der Einstellung zum Hund, wenn man auch zwischen den Zeilen lesen
    kann.

    Prüfungsvideos ansehen. Um hier mal die Bandbreite zu nennen:
    Raiser UOs und Heuwinkl UOs. In welche Richtung soll es bei meinem
    Hund gehen?

    Einfach mal Ausbildungswart und Helfer fragen, was sie von der
    Lehre nach Raiser und dem Buch der Heuwinkler halten. Da trennt sich
    dann schon etwas die Spreu vom Weizen.

    Ansonsten seinen Grundüberzeugungen und seinem Hund treu bleiben,
    d.h. seinem Bauchgefühl folgen auch wenn man als Anfänger keine
    perfekten Argumente hat, und rechtzeitig die Notbremse ziehen und
    Nein sagen.
    Hallo Detlef,
    leider werden - vorsichtig geschätzt- 90% aller DSH immer noch nur benutzt und es wird nicht mit ihnen gelebt. Die meisten verbleiben im Zwinger, werden 1x am Tag zum Spaziergang rausgeholt, und paar Mal die Woche zum Hundeplatz gefahren.... sehr schade.....
    Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen