Schutzdienst Video´s von H.Raiser

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  • @Reisender

    also ich kann mich mit dem, was Du schreibst, so nicht voll umfänglich anschließen. Du scheinst da ja in der Tat wirklich viele schlechte Erfahrungen gemacht zu haben.
    Ich kann das so nicht unterschreiben und möchte dies auch nicht so verallgemeinernd stehen lassen. Zumindest nicht für den Bereich, den ich kenne.

    Sicherlich ist die Zeit nicht mehr wie 1980 und vieles hat sich gewandelt. Vieles aber auch zum Guten. Die Sicht auf den DH hat sich ebenfalls geändert, die Justiz ist dabei auch eine Größe.
    Medien, Politik und Sichtweise sind weiterhin im Wandel und beäugen alles sehr. Ich denke da nur an die Diskussion der Transporte im Anhänger und die Auswirkungen dazu _w_

    Es gibt Dinge, die sind bestimmt verbesserungsfähig und würdig; aber alles so schlecht zu reden, da bin ich (noch) entfernt davon. Dazu läuft es bei uns zumindest noch ordentlich. Unsere RSH/SSH/BSH/LSH/BNSH pp haben ihre Erfolge.
    Über Datenträgerspürhunde habe ich so meine eigene Ansicht, ebenso über die anderen Hunde, die Du ansprichst.
    Bye Uwe J.
  • Uwe Junker wrote:

    @Reisender

    also ich kann mich mit dem, was Du schreibst, so nicht voll umfänglich anschließen
    ich auch nicht für meinen Bereich!


    Uwe Junker wrote:

    Sicherlich ist die Zeit nicht mehr wie 1980 und vieles hat sich gewandelt. Vieles aber auch zum Guten. Die Sicht auf den DH hat sich ebenfalls geändert, die Justiz ist dabei auch eine Größe.
    Medien, Politik und Sichtweise sind weiterhin im Wandel und beäugen alles sehr. Ich denke da nur an die Diskussion der Transporte im Anhänger und die Auswirkungen dazu

    Es gibt Dinge, die sind bestimmt verbesserungsfähig und würdig; aber alles so schlecht zu reden, da bin ich (noch) entfernt davon. Dazu läuft es bei uns zumindest noch ordentlich. Unsere RSH/SSH/BSH/LSH/BNSH pp haben ihre Erfolge.
    Über Datenträgerspürhunde habe ich so meine eigene Ansicht, ebenso über die anderen Hunde, die Du ansprichst.
    sehe ich auch so..nach inzwischen 38 jahren im DHF Bereich
    beste Grüße

    Uwe
  • @ Uwe ,

    gerne unterstreiche ich nochmal, dass ich Dein Haus für gut bestellt halte. Was den Dienstbereich betrifft, bezog ich mich ausdrücklich auf Brandenburg.

    Ausgangspunkt war aber die Überlegung, ob sich eine Veranstaltung lohnen könnte. Und da stellt es sich für mich nicht so dar, da die Menschen sich sehr verändert haben. Die meisten Kundenhunde hier bekommen als erstes mal einen kleinen Hinweis, dass hier bestimmte Regeln gelten. Die werden auch umgehend befolgt. Es ist den meisten Haltern aber nicht vermittelbar. Das sind aber für die öffentliche Meinung die maßgeblichen Leute.

    @ doghunter,

    nichts für ungut. 38 Jahre habe ich nicht geschafft, habe freiwillig früher aufgehört. Woanders muss das nicht so sein und das habe ich auch nicht behauptet.

    In meinem Bereich legt der Fährtenhundführer sich die Fährte zur Prüfung selbst. Und übt die Strecke schon mal 1 Jahr lang. Und dann gibt es Fährten, die nicht da sind...vllt. auch älter als 24 Stunden, wer weiß. Das ist aber sicher nur Ausnahme!
  • Reisender wrote:

    Ausbildungstechnisch ist Aggression und Zwang verpönt (man müsste eigentlich das ungenügende Leistungsvermögen des Hundeführers mit einpreisen [das hat nichts mit Dummheit zu tun]). Die Hundehalter haben gelernt, sich mit Unarten als artgerechtes Verhalten zu arrangieren. Jeder Idiot schickt einem das Amt auf den Hals. In jeder Zeitung steht, dass ein SEK-Hund erclickert wird.* Früher sprach man über Erfolg und Leistung, heute darüber, was man so auf sich nimmt, damit der Hund "artgerecht" leben kann. Viele Hunde können nichts und dürfen alles.
    Aus nicht näher, hier zu erklärenden Gründen, mag ich diesen Passus sehr.
    Insbesondere den Teil den SEK - Hund betreffend - keiner kannte ihn, einer hatte ihn - das ist aber länger her als Mancher den Job macht. =O
    Hundesportliche Grüße

    Burkhard
  • Moin Frank,

    vor gut einem Monat schienst Du mir doch sehr motiviert an eine Veranstaltung anzuknüpfen, die 2002 doch wohl eine gute Resonanz erfahren hat.

    Ich verstehe nicht, wie innerhalb von 4 Wochen so eine Frustration entstehen kann, wie Du sie darstellt, denn die Problematik, die geschildert wird, hat ja nicht vor einem Monat eingesetzt.

    Grade in Bezug auf DH sitzt Du ja in der ersten Reihe.

    Das so etwas mit einem großen Idealismus aufgezogen werden muss, das ist doch klar. Und es wird immer irgendein Nennwert dabei übrig bleiben.

    Ob sich das dann im Aufwand und dessen Entschädigung ideell oder auch materiell widerspiegelt, das sieht man erst hinterher.

    Es ist sicher eine Frage, wen man überhaupt damit ansprechen will. Schau ich hier ins LHF, da würden sich sicher einige einfinden das zu sehen.

    Aber ich habe so ein wenig das Gefühl, dass das gar nicht das Klientel ist, welches angesprochen werden soll.

    Für mich hat sich eher die Frage gestellt, ob man die selben Akteure von 2002 zusammenbekommen würde um so ein Event zu wiederholen. Und zum zweiten, ob sich in 20 Jahren auch bei denen in der Ausbildung etwas verändert hat.

    Gruß in den Osten der Republik.

    Reinhard
    Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
  • Vorweg: Ich bin kein Diensthundeführer und rede hier also wie der Blinde über Farbe. Ich hatte vor langer Zeit hin und wieder Kontakte zu Diensthundeführern verschiedener Behörden und konnte vereinzelt auch bei Ausbildungseinheiten zusehen.

    Zwei Anmerkungen:

    1. Zur Andeutung des Reisenden, am Ende des Tages könne ein trainierter Beamter einen Hund in jeder Hinsicht ersetzen, habe ich so meine Zweifel. Etwa beim Einholen von Personen möchte ich das Training sehen, das einem Menschen eine ähnliche Geschwindigkeit und Wendigkeit verleiht und gleichzeitig seinen Eigenschutz vergleichbar gewährleistet.

    2. Richtig bleibt die Binsenweisheit, dass der Zeitgeist Aggressivität so tabuisiert, dass der gesellschaftliche Gebrauchswert aggressiven Hundeverhaltens gerade zum Schutz vor Aggressionen und ihren Folgen extrem schwer vermittelbar ist.

    Arbeitet man dagegen an, indem man diesen Gebrauchswert nun versteckt und sich dem unrealistischen Versteckspiel anschließt? Wenn niemand mehr mit diesem Wert in Berührung kommt, dann ist der Mangel an Realismus die einzige verbleibende Realität, gewissermaßen natürlich.

    Wenn selbst die Interessierten, wie in diesem Thread zum Teil, zum Verstecken raten und auch gar nicht glauben, dass es andere Interessierte geben könnte ...
  • tinka wrote:

    Moin Frank,

    vor gut einem Monat schienst Du mir doch sehr motiviert an eine Veranstaltung anzuknüpfen, die 2002 doch wohl eine gute Resonanz erfahren hat.

    Ich verstehe nicht, wie innerhalb von 4 Wochen so eine Frustration entstehen kann, wie Du sie darstellt, denn die Problematik, die geschildert wird, hat ja nicht vor einem Monat eingesetzt.

    Grade in Bezug auf DH sitzt Du ja in der ersten Reihe.

    Das so etwas mit einem großen Idealismus aufgezogen werden muss, das ist doch klar. Und es wird immer irgendein Nennwert dabei übrig bleiben.

    Ob sich das dann im Aufwand und dessen Entschädigung ideell oder auch materiell widerspiegelt, das sieht man erst hinterher.

    Es ist sicher eine Frage, wen man überhaupt damit ansprechen will. Schau ich hier ins LHF, da würden sich sicher einige einfinden das zu sehen.

    Aber ich habe so ein wenig das Gefühl, dass das gar nicht das Klientel ist, welches angesprochen werden soll.

    Für mich hat sich eher die Frage gestellt, ob man die selben Akteure von 2002 zusammenbekommen würde um so ein Event zu wiederholen. Und zum zweiten, ob sich in 20 Jahren auch bei denen in der Ausbildung etwas verändert hat.

    Gruß in den Osten der Republik.

    Reinhard
    Moin Reinhard,

    letztlich muss sich die Angelegenheit auch rechnen, zumindest eine 0 muss rauskommen. Das sehe ich nicht und deshalb ist mir das Risiko zu groß. Leute mit besseren Kontakten als ich (so wild sind die auch nicht) scheuen das Risiko offenbar auch.

    Beste Grüße in den Norden!
  • WoWi wrote:

    Vorweg: Ich bin kein Diensthundeführer und rede hier also wie der Blinde über Farbe. Ich hatte vor langer Zeit hin und wieder Kontakte zu Diensthundeführern verschiedener Behörden und konnte vereinzelt auch bei Ausbildungseinheiten zusehen.

    Zwei Anmerkungen:

    1. Zur Andeutung des Reisenden, am Ende des Tages könne ein trainierter Beamter einen Hund in jeder Hinsicht ersetzen, habe ich so meine Zweifel. Etwa beim Einholen von Personen möchte ich das Training sehen, das einem Menschen eine ähnliche Geschwindigkeit und Wendigkeit verleiht und gleichzeitig seinen Eigenschutz vergleichbar gewährleistet.

    2. Richtig bleibt die Binsenweisheit, dass der Zeitgeist Aggressivität so tabuisiert, dass der gesellschaftliche Gebrauchswert aggressiven Hundeverhaltens gerade zum Schutz vor Aggressionen und ihren Folgen extrem schwer vermittelbar ist.

    Arbeitet man dagegen an, indem man diesen Gebrauchswert nun versteckt und sich dem unrealistischen Versteckspiel anschließt? Wenn niemand mehr mit diesem Wert in Berührung kommt, dann ist der Mangel an Realismus die einzige verbleibende Realität, gewissermaßen natürlich.

    Wenn selbst die Interessierten, wie in diesem Thread zum Teil, zum Verstecken raten und auch gar nicht glauben, dass es andere Interessierte geben könnte ...
    zu 1: Am Berliner Stadtrand fing die Polizei diese Woche einen Serienvergewaltiger. Der Polizeirat in der Pressekonferenz erzählte über den Ablauf der Ergreifung: ...es kamen auch Diensthunde zum Einsatz. Sie liefen auch in die richtige Richtung. Aber es waren auch noch andere Leute im Park... Deshalb kam später wieder der Hubschrauber dazu. Der fand...die BFE nahm fest.

    Wenn ein Opfer zeitnah gefunden wird, kann ein Hund den Mischgeruch von Opfer und Täter wahrnehmen und den fehlenden Geruchsteilen nachlaufen. Das habe ich in Hessen mal probiert (Auto mit 4 Leuten, einer fehlte) bei einem Mann mit Bloodhounds, ich komme nicht auf den Namen. Man müsste es nur trainieren. Das sehe ich in meinem Beritt nicht. Stattdessen bekommen einige neue Hunde, da sie die Prüfung nicht schaffen. Deshalb ärgere ich mich manchmal auch.

    In den 90-ern haben dhf ihren Hund Leuten in der Stadt hinterhergeschickt. Heute kenne ich niemanden, der das tagsüber macht, geschweige denn trainiert. Entweder sind die Hunde zu krass für die Gewichtsklasse des Täters oder sie können es nicht. Der Täter von oben ist übrigens der Polizei schon mal weggelaufen. Der Polizist stand schon neben ihm. In meinem Bereich gibt es keinen Hund, der den gefangen hätte, wenn er dabei gewesen wäre.

    Macht man nun ein Versteckspiel? Nein, die, die solche Hunde haben wollen, haben sie. Andererseits bewaffnen sich viele Problembürger und die Lösung für normale Menschen ist nicht ein Hund, sondern Sport zu machen und sich ebenfalls zu bewaffnen, um mit ihren Mitteln im Notfall Schaden anrichten zu können. Im Nachbarort wurde vor 2 Tagen ein Rotti zusammengetreten. Es waren halt zu viele und der unbewaffnete Besitzer war dem auch nicht gewachsen. Leute, die einen Schutzhund haben, werden sehr aufmerksam in Bezug auf ihre Umwelt, damit es keine Probleme gibt. Deshalb haben sie weniger Probleme. Das liegt dann aber weniger am Hund.

    Als Spürhund wird ein Diensthund interessant bleiben, solange ihn keine Gasspektrometer ersetzen können. Ich für mich will nur noch Hunde zum Spielen und Spaß haben.
  • Uwe Junker wrote:

    Reisender wrote:

    Wenn ein Opfer zeitnah gefunden wird, kann ein Hund den Mischgeruch von Opfer und Täter wahrnehmen und den fehlenden Geruchsteilen nachlaufen.
    na ja, da habe ich mal so meine Zweifel. Wie wird das trainiert?Oder verstehe ich da evtl. etwas falsch?
    Meines Wissens wurde in Sachsen-Anhalt ein Personenspürhund eingesetzt. Der hatte die Kleidung des Opfers als Geruchsträger, auf der zwingend der Geruch des Täters war. Eine Geruchskomponente war vor Ort, die zweite führte vom Tatort weg. der Hund folgte dem Geruch.

    Bei meinem Beispiel stand ein Fahrzeug mitten auf dem Parkplatz in der innenstadt. Insassen waren 4 Personen. Von den 4 standen 3 am Fahrzeug, der 4. war fort. Der Hund (meiner) kam in den Innenraum des Fahrzeuges, Tür zu. Dann raus, er ging an den 3 Personen vorbei und folgte der 4. Er fand sie auch.

    Ein Geruchsvorhalt mit Mischgeruch von 2 Personen kann also genutzt werden und der Hund sucht die vorgefundenen Komponenten im Umfeld. Das ist doch ähnlich zu den Sprengstoffspürhunden, die auch "nur" Komponenten des gelehrten Gesamtkomplexes suchen, bis hin zu vllt. Gummi- usw. verbindungen der Verpackungen, Ummantelung von Drähten, Öle etc. Da kenne ich mich nicht so aus. Ich weiß aber, dass es Fehlverweisungen geben kann, wenn die Hausfrau gerade tätig war.

    In den letzten Tagen als Fährtenhundführer brauchte ich beim Training keinen Geruchsvorhalt mehr. Der Dh kannte alle Anwesenden und suchte konsequent diejenige, die nicht mehr da war, unabhängig vom vorherigen Begängnis im Umfeld.

    Ein Problem, was sicher häufig auftritt, ist, dass Hunde nicht den neuesten Geruch suchen, sondern den alten, sozusagen dominanten Geruch. Beispiel Pkw: Der Hund nimmt den Geruch des unberechtigten kurzzeitigen Fahrers nicht an. Oder beim aufgefundenen Handy folgt der Hund dem Besitzer, aber nicht dem Dieb. Der Hund nimmt offenbar den alten Geruch wichtiger (eigene Beispiele).

    Mein Punkt oben war aber vor allem, dass ein Hund nicht suchen kann, wenn weitere Personen im Park sind. Das kenne ich auch, wenn der Hund entweder abgelenkt ist und nichts mehr macht oder in den Schutzdienstmodus umschaltet. Beides sind Verwendungs-, Einsatz- und / oder Ausbildungsprobleme.