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Hund nervt beim Fernsehen

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    Hund nervt beim Fernsehen

    Hallo,
    habe ein saublödes Problem mit meiner zweijährigen Hündin, sie reagiert extrem auf Hunde und andere Tiere im Fernseher.
    Ein großes Bild auf dem PC oder einer von unseren Hunden der auf der Überwachung auftaucht reicht auch (also ohne Ton)
    Sie springt dann auf und steht knurrend vorm Bildschirm, richtig agro und das wird immer mehr, je älter sie wird. Ich maul sie dann an
    und schick sie da weg, aber jeden Abend hab ich da allmählich keine Lust mehr zu, das nervt. Sowas hatten wir bislang bei keinem Hund.
    Sie ist eigentlich eher sensibel und auch in hohen Trieblagen gut zu händeln aber bei der Geschichte stößt man irgendwie auf taube Ohren.
    Draußen ist sie eher neutral, regt sich normal nicht groß auf wegen anderer Hunde.
    Hat einer ne Idee wie ich das abgestellt kriege? Bin da etwas ratlos ...
    feuerteufel
    Clicker geht schlecht, es sind ja immer drei vier andere mit dabei, click = Ball dann drehen die
    alle gleichzeitig hoch.
    Wasser wär optimal, aber vorm Fernseher :/
    Das „manuelle Unterlegen“ würde ich gerne vermeiden, zum einen weil die schon weiß in welcher Stimmung ich bin wenn sie das macht (Meideverhalten wenn ich hin gehe) und zum anderen will ich die anderen nicht aufstacheln mich zu unterstützen, dann haben die sich alle in der Wolle und das hatten wir seit Jahren nicht mehr und da hab ich dann mal so gar keinen Bock drauf.

    deralex1979 schrieb:

    Dann meidet der Hund halt mal, soooo schlimm ist das auch nich

    So ist es.....aber Hundeerziehung ist so schwer geworden. Früher hat man die Sachen gefördert, die man haben wollte und die unterdrückt, die man nicht haben wollte. Funktionierte ganz gut, bis Martin Rütter und seine Gesellen kamen :whistling:

    An den TE
    Viel Glück
    beste Grüße

    Uwe
    Ich habe mit meiner 1,5 Jahre alten DSH-Hündin exakt das gleiche Problem.

    zu Anfang habe ich auch mit der "alt hergebrachten" Methode gearbeitet. Ergebnis: der Hund knurrte kurz den Fernseher an und kam dann auf Brustwarzen zu mir gerobbt. Keine schöne Atmosphäre im Wohnzimmer. Ich bin dann dazu übergegangen, sofort beim Erscheinen eines Hundes auf dem Bildschirm zu klickern (youtube hilft dabei ungemein). Dadurch ist es zumindest deutlich besser geworden. Jetzt erscheint ein Hund auf dem Bildschirm, es wird kurz geknurrt und dann freudig zu mir umgedreht. Manchmal auch ganz ohne zu knurren. So ist zumindest nicht gleich die Stimmung hin.

    Solch ein Verhalten hab ich auch noch bei keinem anderen Hund gehabt und wäre auch dankbar für eine echte dauerhafte Lösung.
    Vielleicht sollte man mit Gefühl an die Sache gehen. Ich muss meinem Hund ja auch zeigen können wann die Welt wieder in Ordnung ist. Das kann ich nicht verstehen und ist mir so auch noch nie passiert und bei manchen Sachen bin ich gar nicht zimperlich.

    Aber wenn man die Auseinandersetzung scheut, dann kannst du das negative Verhalten auch ignorieren und das positive bestärken...

    Gruß Schwamm
    So ein Exemplar habe ich seit mittlerweile 13 Jahren. Früher waren es definitiv nur Hunde, jetzt, wo er nicht mehr so gut sieht, werden auch schon mal Lamas oder Kaninchen Opfer der territorialen Verteidigung. Meistens lache ich dann über ihn, wenn er es übertreibt kommt ein genervtes, aber gelassenes"laß jetzt den Scheiß und leg dich hin". Das klappt ganz gut, aversives Einschreiten hat immer nur zur Verstärkung des Verhaltens geführt. Ehrlich gesagt ordne ich das Verhalten auch eher als liebenswerte Macke als als gravierendes Fehlverhalten ein.

    Gruß
    Barbara
    Deswegen hab ich Boxen im Haus. So das ich die Hunde einzeln arbeiten kann. Dann sperr die anderen halt mal weg. Entweder in den Anhaenger oder in Boxen und arbeite am Problem deiner Huendin.

    Mit Gewalt unterdrueckst das ganze nur. Du kannst sogar her gehen und jedem einzelnen Hund beibringen sich auf nem Bett zu entspannen und das soweit bis du den anderen Hund mit Clicker arbeiten kannst.

    Desweiteren geht das ganze weitaus better mit Futter als mit dem Ball.
    Meine Hunde interessieren sich zwar nicht für Fernsehhunde, aber ich kann berichten, dass die "Schönfütterei" " Schönclickerei" durchaus ganz cool ist....ich lebe in einer Siedlung zur Miete und möchte nicht, dass meine Hunde grossartig Lärm machen und schon gar keine Attacke ( zu der sie von ihrem Naturell aus nicht nein sagen würden) und so habe ich ihnen beigebracht, dass, wenn sie im Garten sind, alles ausserhalb des Gartens sie nichts angeht...bei vierbeinigen "Feinden", die am Zaun langlaufen, habe ich sie anfänglich schon, wenn sie den "Feind" von weitem gesehen haben, reingerufen und sofort hochwertige Leckerchen gegeben....später dann nur noch ein Trockenfutterstück...
    Mittlerweile ist es so, dass wenn ich im Bad oder irgendwo in der Wohnung bin und die Hunde draussen im Garten, sie dann plötzlich mit hoher Rute und Bürste zu mir kommen, ich weiss, dass draussen ein Hund langgeht, sie haben das verknüpft, kommen rein, holen sich ihr Leckerchen und die Sache ist durch...
    Weder habe ich ein Problem damit, ein "manuell unterlegtes Nein" anzuwenden, noch sind meine Hunde oder ich Weicheier, aber ich finds so eine sehr coole und stressfreie Geschichte....und wenn andere es anders machen, können sie das gern.
    ....

    viele Grüsse
    Zwei Ideen hätze ich da noch :
    1. dem hund beim Fernsehen einen Platz zuweisen und da muss sie bleiben auch ohne Gitter oder Leine denn dass ist doch dein Territorium und nicht ihres oder ?!

    2. Wasserpistole wenn du gut zielen kannst :)

    viel erfolg
    Das Leben ist das was passiert, während du etwas anderes planst !
    Hm , meiner hat das Welpe und Junghund auch gemacht.
    Ich habe das damals als Langeweile gedeutet. Gut , er war
    nicht aggresiv , aber hat auch ab und zu den Fernseher
    angesprungen.
    Ich habe ihn dann einfach zu mir gerufen und mich mit ihm
    beschäftigt. Da flogen dann auch mal Bälle durch die Wohnung.
    Mit der Zeit hat sich das dann einfach gelegt.
    Die Farbe beißt nicht
    Kommt wahrscheinlich auch immer darauf an was für einen Hund man hat... Meine persönlichen Erfahrungen: Macht ein Hund so etwas aus Trieb, hat bei meinen Hunden dann jegliche Zwangseinwirkung dazu geführt dass der Hund dann noch mehr Trieb macht. Macht ein Hund so etwas wegen seines Nervenkostüms, ist also Unsicherheit und/oder Aggression mit im Spiel, führen Zwangseinwirkungen auch nicht unbedingt dazu dass der Hund dann anschliessend relaxed auf der Couch liegt wenn wieder mal entsprechende Filmsequenzen kommen.

    Für mich stellt sich bei so etwas immer die Frage was man eigentlich will. Mein Ziel wäre es dass der Hund bei derartigen Filmsequenzen, die ihn "hochdrehen", entspannt und ruhig bleibt. Das hat hauptsächlich mit Emotionen zu tun. Ich weiß ja nicht wie die "Zwang-Fanatiker" hier selbst reagieren wenn sie sich z.B. so unsicher fühlen dass sie sich fürchterlich aufregen müssen, und dann bekommen sie ganz fürchterlich eine auf den Deckel so dass sie es nicht mehr wagen noch einen Mucks von sich zu geben. Ob das bei ihnen dann zu einer entspannten Gemütslage führt??? Das wage ich, aus meiner ganzen Lebenserfahrung heraus, mal zu bezweifeln...

    Die Wohnung ist das "innere Territorium" des Lebensumfeldes von Hund und Mensch. Dort sollte sich jedes Familien-/Rudelmitglied sicher fühlen und entspannen können. Gerade wenn man mehrere Hunde hält ist das extrem wichtig. Ich hab vier intakte Hündinnen, von denen drei sich nicht gerne die Butter vom Brot nehmen lassen, und Nr. 4 ist dazwischen die Zündschnurr. Da gibt es hormonbedingt eh schon hin und wieder das eine oder andere Konkurrenzdenken. Da eine der Damen dann noch durch Zwang in einer Trieb- oder in einer Aggressionsssituation hochzupuschen kann eine Eskalation auslösen. Das kann ich machen wenn ich mit einem Hund alleine bin, und ich würde es nie dort machen wo meine Hunde sich in erster Linie ruhig und entspannt verhalten sollen.

    Natürlich werden das viele Leute anders sehen. Einmal "druff" und es ist Ruhe... Ich kenne aber auch viele Leute, die mich immer wieder fragen "Wie machst Du das eigentlich mit Deinen vier Hündinnen? Ich kann ja nicht mal meine beiden Rüden zusammen lassen"... Mir persönlich ist es deswegen wichtig bei solchen Problemen an der Ursache zu arbeiten, und nicht nur am Symptom.

    Wenn ich mehrere Hunde habe, und mit einem in einer solchen Situation arbeiten muss, dann muss ich die anderen natürlich in der Zeit wo anders unterbringen. Wenn ich mit einem meiner Hunde Unterordnung oder Schutzdienst mache oder Fährte suche, hab ich die anderen ja auch nicht um mich und diesen Hund herum springen. Dito wenn ich z.B. einen Hund mit Leinenaggression habe, an der ich arbeiten möchte. Dann muss ich mich erst mal nur auf diesen Hund konzentrieren beim Spazierengehen, und geh deswegen mit den anderen extra. Je intensiver ich einzeln mit einem Hund an einem Problem arbeite, desto schneller hab ich dieses Problem gelöst.


    "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

    Mark Twain
    Huhu, Feuertreufel,
    finde das Problem jetzt etwas,..hm... denn eigentlich wenn ich etwas nicht will, heute nicht, und auch in der Zukunft nicht, mache ich Vermeidungstraining, sprich der Hund soll dieses Verhalten nicht mehr zeigen, und die negativ Konsequenz dadurch vermeiden,...mit Leckerchen und Clicker und Beschäftigen bin ich da nicht auf dem richtigen Weg, es sei denn ich will nicht mehr Fernsehen, sondern ständig den Hund bestätigen. X/

    Aber gut, wenn du das so nicht willst, wie wäre es (da ja noch anderen Hunde dabei sind) wenn du sie in eine Box sperrst, wo sie auch mit fernsehen kann, zeigt sie das negativ Verhalten kannst du mit der Leine bequem von Sofa aus einwirken, dabei muß das negativ Kommando ja nicht gebrüllt :whistling: werden (wegen der anderen Hunde) aber die Dosierung an der Leine kann und darf genügend hoch sein, ihr Verhalten ab zustellen. ..nur so ne Idee
    Wieso findest Du dass der Clicker nicht der richtige Weg ist? Gerade wenn es beim Hund um Emotionen geht habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Man muss allerdings genau wissen was man will, ein Händchen für's richtige Timing haben und genau wissen was man tut.
    "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

    Mark Twain