Hundesoldaten

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  • Jürgen Rixen wrote:

    Bin auf die Reaktion mancher "Tierfreunde" gespannt.

    Ich wüßte nicht, was es da zu " reagieren " gäbe.
    Diese Hunde sind ausgelastet ( sie haben eine Aufgabe ), werden hervorragend versorgt ( Ernährung ) und betreut ( auch medizinisch ). Kurzum, es geht ihnen besser, als manchem " Familienhund "
    Auch handhabungsmäßig habe ich jedenfalls nichts tierschutzrechtlich relevantes gesehen. Kann aber auch sein, dass ich auf Grund selbst erleben ( Schloß Holte - Stuckenbrock ) betriebsblind bin.
    Und das gefahrengeneigte Tätigkeit auch schief gehen kann, gilt nicht nur für Hund, sondern auch für HF. Insofern................
    Hundesportliche Grüße

    Burkhard
  • Was mich wundert ist die Art von Ausbildung. Ich hatte angenommen, dass der SD in 'Richtung Ring' ist, und nicht ausschließlich auf einen Beißarm festgelegt ist.
    Aus meiner Erfahrung wäre gerade für diese Aufgabe solch eine Verteidigung breiter gefächert. Angreifende Menschen treten, stoßen, schlagen ect.....der Hund könnte so verteidigen, wie es am effektivsten wäre und wäre nicht auf einen einzigen Punkt festgezurrt.
    Mich hat das nicht wirklich überzeugt.

    MfG,
    Kimmy
  • Film war interessant, danke für den Hinweis.

    Kimmy? Hast Du den Film ganz gesehen? Was überzeugt Dich nicht? Irgendwo muss der Hund ja anfangen zu beißen. Und neben Arm kommt Kniekehle, Wade, Oberarm und Schulterbereich infrage.

    Das einzige was ich kritisch anmerken möchte, ist, dass das Kommando "Aus" effektvoller mit einem Teleimpulsgerät geübt werden könnte. Ich halte die Leineneinwirkung für schädlicher als einen Stromstoß, der wenn man Lerngesetzen glauben schenkt, auch nur einige Male wirklich schmerzhaft sein muss und dann auf einer Stufe wirkt, die ev. für uns nicht einmal mehr spürbar ist.

    Aber gut, es handelt sich um eine Bundesbehörde, die müssen sich an Gesetze halten.
  • Ich fand den Beitrag auch recht gut dargestellt, auch mal mit erfreulich wenig Off-Kommentaren. Hätte mir vielleicht noch ein paar Bilder der Endanwendung gewünscht, um für den Laien das "Ende" der Ausbildung zu zeigen (z.B. Sequenzen aus Afganistan, wo die Hunde im Einsatz mit Schutzweste rumlaufen oder dann auch "privat" mit auf dem Feldbett schlafen oder so)
    Was mich aber ein wenig verwunderte, dass der Kommandoton und auch die Lernmethoden dann doch ein wenig "veraltet" sind. Will gar keine Diskussion aufmachen dazu. Aber auch im Polizeibereich sind ja doch schon ein wenig andere Methoden üblich, und das hätte ich jetzt auch beim Bund erwartet, v.a. weil ich eigentlich von diversen DHF der BW anderes gesehen und gehört habe. Wenn das später mal Sprengstoff- oder Minenhunde werden sollen, ist ja heutzutage z.B. der Clicker auch im Dienst verbreitet
    Aber das sind sicherlich Punkte, die den interessierten, nicht fachkundigen Zuschauer weder stören noch auffallen.

    VG
    Anja
  • Ich habe den Film gesehen und muss sagen, dass er wirklich sachlich gewesen ist. Jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden.
    Was mich nicht überzeugt hat, in der Ausbildung nicht überzeugt, ist, dass meiner Meinung nach, eine sogenannte 'Ringausbildung' effektiver wäre'.
    Natürlich kann ich es nur insofern beurteilen, wie ich es in Mondio selbst erlebe, bzw. 'gelehrt werde'. Doch mein Eindruck ist, dass dadurch, dass dem Hund mehr 'Verteidigungsfläche-angeboten-wird' besser schützen kann.
    Ich weiß, wie mein Hund bei der 'Führerverteidigung' reagiert. Und das ist ausschließlich Sport. Doch ich bemerke ja, wie jede noch so kleine Bewegung wahrgenommen wird.
    Dann denke ich einen Schritt weiter, dorthin, wo es um Leben und Tod geht. Der Hund muss ruhig und konzentriert bleiben, schnell reagieren und gut im Gehorsam stehen.
    Am Ende wird ohne Halsband trainiert!
    Das ist eine wertfreie Meinung. Mitnichten möchte ich provozieren.
    Es gibt eine Szene, wo der Leinenruck schon recht heftig ausfällt. (DSH) . Natürlich ist eine militärische Ausbildung nicht mit einem Fereienlager der Pfadfinder zu vergleichen.

    MfG,
    Kimmy
  • kimmy wrote:

    Ich habe den Film gesehen und muss sagen, dass er wirklich sachlich gewesen ist. Jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden.
    Was mich nicht überzeugt hat, in der Ausbildung nicht überzeugt, ist, dass meiner Meinung nach, eine sogenannte 'Ringausbildung' effektiver wäre'.
    Natürlich kann ich es nur insofern beurteilen, wie ich es in Mondio selbst erlebe, bzw. 'gelehrt werde'. Doch mein Eindruck ist, dass dadurch, dass dem Hund mehr 'Verteidigungsfläche-angeboten-wird' besser schützen kann.
    Ich weiß, wie mein Hund bei der 'Führerverteidigung' reagiert. Und das ist ausschließlich Sport. Doch ich bemerke ja, wie jede noch so kleine Bewegung wahrgenommen wird.
    Dann denke ich einen Schritt weiter, dorthin, wo es um Leben und Tod geht. Der Hund muss ruhig und konzentriert bleiben, schnell reagieren und gut im Gehorsam stehen.
    Am Ende wird ohne Halsband trainiert!
    Das ist eine wertfreie Meinung. Mitnichten möchte ich provozieren.
    Es gibt eine Szene, wo der Leinenruck schon recht heftig ausfällt. (DSH) . Natürlich ist eine militärische Ausbildung nicht mit einem Fereienlager der Pfadfinder zu vergleichen.

    MfG,
    Kimmy


    Schon mal drüber nachgedacht, das diese Hunde anders gelagert sind als dein Hund? Und nicht unbedingt in der Beute stehen?
    LG Simone Krüger :hallo:
  • Hallo Simone,
    es geht mir nicht darum, dass 'mein- Hund-ein-guter-Militärhund-wäre'. Das steht nicht zur Diskussion. Mir ging es um die Art der Verteidigung. Ich habe nur versucht zu erklären, dass meiner Meinung nach generell eine 'Ring-Ausbildung' besser wäre. Dabei muss ein Hund klar im Kopf sein, es benötigt nicht allein Konzentration, Schnelligkeit und eine gute Beobachtungsgabe, der Hund muss furchtlos sein, auf seinen Menschen achten.....gerade bei der Führerverteidigung. Der Hund darf nicht angreifen, ob der Mensch umrundet wird, 'angegriffen' ect. Er muss wachsam sein, bereit, zur Verteidigung. Doch wird der Mensch angegriffen, ist der Hund zur Stelle. Dabei arbeitet der Hund ja 'frei'.
    Natürlich ist das, was der normale Hundesportler praktiziert nicht auf die harte Wirklichkeit übertragbar.
    Doch der Hetzarm ist auch eine Beute. Dies wurde in dem Bericht ausdrücklich betont. Doch in einem hast Du Recht - es ist ein Nachdenken um 'ungelegte Eier'....von daher.....

    MfG,
    Kimmy
  • Hallo Kimmy,

    ich verstehe Deinen Einwand noch nicht so ganz, oder besser: nur halb. Ich glaube zu verstehen, worum es dir geht – und den Gedanken, dass ein "real" kämpfender Hund seine ganze Flexibilität einsetzen können sollte, finde ich grundsätzlich zutreffend. Aber ich verstehe nicht, inwiefern der Film dem widersprochen haben soll. Bloß weil da ein Ärmel überhaupt verwendet wird? Das wurde doch als ein vorübergehendes Trainingsstadium deutllich: Die Beuteorientierung war nicht vollkommen abwesend, es ging aber auch nicht um sie als Selbstzweck. Sie wurde benutzt, um den jungen Hunden den Anbiss überhaupt attraktiv und schmackhaft zu machen. Das heißt: Das Beutestreben wurde als ein starkes Motiv neben anderen dargestellt, das man zur Erzeugung einer positiven Grundstimmung eben nicht auslässt. Es ging dann aber darum, die Aggressivität darin (durch zu überwindenden Stress) zu steigern. Und dann kam doch auch der Angriff auf den Anzug. Es wurde doch keineswegs durchgehend nur auf den Ärmel gearbeitet. Er war doch nur eine Möglichkeit, die AUCH genutzt wurde. Und insofern verstehe ich nicht wirklich, was Du da an Möglichkeiten für das Kampfverhalten vermisst? Der volle "Stress" eines wild schlagenden und tretenden Menschen wird eben erst gesetzt, wenn ein gewisses Maß an grundlegender Lust, an Durchsetzungserfahrungen, auch mittels Beute beim Hund etabliert worden ist.

    Und mal unabhängig von diesem Film: Der Ärmel ist nicht nur schlecht und das "Kostüm" ist nicht nur gut. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Auch für Hunde, die möglicherweise einmal "wirklich" kämpfen sollen, ist die Einbindung des Ärmels nicht notwendigerweise unsinnig: Der Ärmel kann ein sehr geeignetes Mittel sein, um z. B. Bisshärte zu trainieren. Niemand sagt ja, dass man solche Hunde NUR mit dem Ärmel ausbilden soll oder muss. Und der Ärmel steht auch nicht nur für Beute (seine starke Beutebezogenheit ist erst in den 70er Jahren entwickelt worden), so wie der Anzug nicht nur für Beutelosigkeit steht: Auch mit Anzügen werden natürlich Beutereize gesetzt und können stark entwickelt werden. Auch ist die Arbeit am Ärmel nicht einfach leicht und die Arbeit am Anzug schwer, sondern die Schwierigkeiten liegen einfach woanders: Dass der Ärmel dem Hund schon im Ansatz die Chance nimmt, auf allen vier Pfoten zu bleiben, ist für den Hund eine Schwierigkeit, die er bei manchen Arbeiten am Anzug umgehen kann. Freilich gibt die Arbeit am Anzug dem "Gegner" des Hundes eine Flexibilität, die den Hund im Vergleich zur Ärmelarbeit vor andere Schwierigkeiten stellt.
  • WoWi wrote:

    Auch für Hunde, die möglicherweise einmal "wirklich" kämpfen sollen, ist die Einbindung des Ärmels nicht notwendigerweise unsinnig: Der Ärmel kann ein sehr geeignetes Mittel sein, um z. B. Bisshärte zu trainieren

    WoWi wrote:

    Dass der Ärmel dem Hund schon im Ansatz die Chance nimmt, auf allen vier Pfoten zu bleiben, ist für den Hund eine Schwierigkeit, die er bei manchen Arbeiten am Anzug umgehen kann

    Kimmy, ich kann Dir aus einschlägiger Erfahrung sagen:
    nach dem ersten " blanken Einsatz " erkennst Du Deinen Hund nicht wieder!!!!!!!!
    Bisshärte hat er am Arm ,am Zivilanzug und Durchsetzung bei der Beißkorbarbeit gelernt. Beim blanken Anbiss lernt er aber was kennen, was wir ihm nicht auf dem Platz oder beim Ring vermitteln können:
    das Adrenalin des Menschen, die Angst des Menschen, die Weichheit des menschlichen Körpers - wo er so richtig reinpflastern kann.
    Ich habe mehr als einen erlebt, der beim Anbiss des Hundes alle Körperöffnungen geöffnet hat, wenn er schreiend am Boden lag !
    Und ein Hund, der das erlebt hat, der sieht das Zweibein mit ganz anderen Augen, verlass Dich drauf.
    Der verteidigt richtig.
    Über die Führbarkeit wollen wir im laufe der Zeit nicht reden - einer meiner hatte 24 echte auf der Liste !!!!!!
    Vor den darftst Du Dich gerne hinstellen und ihm sagen: lass es sein
    Vergiss Ring / Mondeo und IPO . dass ist ne andere Welt.
    Hundesportliche Grüße

    Burkhard
  • Halla Wowi,

    danke für Deine Erläuterung und Erklärung. Das war eine interessante Sichtweise. Ich hatte tatsächlich den Eindruck, dass die Ausbildung etwas einseitig ist und das Mensch-Hunde-Team nicht wirklich geschützt ist, bzw. sich schützen kann. Natürlich kann die Arbeit am Ärmel und Costume nicht verglichen werden. Doch ich meine schon, dass der Hund am Costume eine erweiterte Möglichkeit der Selbstverteidigung erhält. Beim Ärmel ist es eben schon auf eine Stelle ''reduziert''. Ich verstehe sehr gut, was Du ausdrücken möchtest und muss Dir insofern Recht geben, dass es junge Hunde waren, die sich noch sehr am Anfang der Ausbildung befanden. Und natürlich kann in einem Dokufilm auch nicht alles gezeigt werden.

    MfG,
    Kimmy
  • Hallo Burkhard,
    danke für Deine Erlebnisse und Erfahrungen im Alltag. Natürlich ist das mit Mondio ect. nicht einmal vergleichbar! Mondio ist eine Sportart.
    Bei eine Einsatz geht es um Leben und Tod. Oder schwere Verletzungen.
    Wie zuvor erwähnt hatte ich den Eindruck, dass die Ausbildung etwas einseitig ist, doch Du hast dazu Dich dazu geäußert.
    Letzten Endes ist es für beide, Mensch und Hund, eine enorme Herausforderung, welche Respekt verdient!!

    MfG,
    Kimmy
  • Kimmy, kleiner Nachtrag:
    - der Film zeigte den Beginn der Ausbildung, also Lust am Biss und Griff
    - Hunde sind Minimalisten, d.h. , warum soll der Hund unbedingt auf zwei Beinen kämpfen.
    Einer meiner " Schöngeister " hatte sich als Grifffläche die Leiste - direkt neben den Kronjuwelen - auserkoren. Das Theater möchtest Du beim Anbiss nicht life erleben.
    Wenn ich dem zur freien Arbeit ( z.B. Durchsuchungen ) das Halsband abnahm und den im Nackenfell hielt, haste gedacht, ein Puma röhrt neben Dir. Der hatte Vorfreude bis in die Lefzen - aufgebaut wurde er wie im Film ansatzweise gezeigt.
    Er war in den 80ér Jahren der Prototyp des damals noch nicht existierenden Zugriffhundes.
    Hundesportliche Grüße

    Burkhard
  • Hallo Burkhard,
    stimmt, der Film zeigt die Anfänge. Und natürlich kann nicht alles gezeigt werden, da es doch verschiedene Meinungsströme in der Gesellschaft gibt.
    Für mich war es jetzt ganz gut Erfahrungen zu hören, andere Sichtweisen.
    Denn gerade über Hunde im Einsatz ist wenig bekannt und die Videos, welche existieren, zeigen ein nicht gerade gelungenes Bild.
    Von daher gefiel mir in diesem Film auch, dass die Menschen selbst sich zu Wort meldeten.
    Das ein reeller Einsatz kein Zuckerschlecken ist glaube ich sofort. Schade, dass dies überhaupt notwendig ist.
    Doch wenn es um Leib und Leben geht, benötigt der Mensch einen zuverlässigen Partner.

    MfG,
    Kimmy